Intensivtransporte innerhalb des Universitätsklinikums

  

Historie
Nach einer Erhebung der Arbeitsgruppe „Intensivtransport“ der Klinik für Anaesthesiologie wurden im Jahr 2002 innerhalb des Universitätsklinikums täglich durchschnittlich 6-7 arztbegleitete Intensivtransporte abgewickelt. Im Allgemeinen erfolgte der Transport mit einem Fahrzeug des regulären Rettungsdienstes, das begleitende Personal rekrutierte sich dabei aus dem auf dem Fahrzeug eingesetzten Rettungsdienstmitarbeitern und den ärztlichen Mitarbeitern der abgebenden Klinik.

2007 konnte in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Logistik des Universitätsklinikums Heidelberg erreicht werden, dass ein geeignetes Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes mit der logistischen Gegebenheit für beatmete Patienten werktags für acht Stunden auf dem Klinikumsgelände für klinikinterne Transporte eingesetzt wird. Dieses Fahrzeug entlastet den Regelrettungsdienst und bündelt Transportkapazität auf dem Gelände des Neuenheimer Feldes. Insbesondere der operative Bereich, die Intensivstationen und Aufwachbereiche wurden hierdurch entlastet. In 2009 wurden mit diesem Fahrzeug rund 2.100 Transporte durchgeführt. Die durchschnittliche Transportdauer lag bei 41 min.


Aktuell
Seit dem 1. Februar 2011 befördert ein zusätzliches und speziell ausgestattetes Transportfahrzeug Intensivpatienten, die innerhalb des Klinikums verlegt werden. Der neue „Campus ITW“ kann wahlweise mit einer der neu angeschafften Intensivtragen – eine für Erwachsene, eine für Kinder – oder einem Transportinkubator bestückt werden. Bisher stand für innerklinische Transporte nur der 2007 eingeführte „KTW plus“ zur Verfügung. Beide Fahrzeuge mietet das Klinikum vom Deutschen Roten Kreuz an.

 

Etwa 8.000 interne Fahrten jährlich
Das Klinikum ist auf mehrere Gebäude in den Stadtteilen Neuenheim, Bergheim und Schlierbach verteilt. Deshalb müssen jährlich etwa 8.000 interne Transporte durchgeführt werden. 600 davon betreffen Intensivpatienten, die ein Arzt begleitet. Diese Fahrten sind notwendig, um Patienten von einer der elf Intensivstationen zu einer Untersuchung oder Operation in ein anderes Gebäude zu bringen – z.B. von der gastroenterologischen Intensivstation der Krehl-Klinik zu einer Leberoperation in die Chirurgische Klinik. Häufig sind Intensivtransporte auch bei Früh- und Neugeborenen notwendig, die nach einem Eingriff wieder zurück auf die Frühgeborenintensivpflegestation (FIPS) oder in die Kinderklinik verlegt werden. Zu diesem Zweck muss das Fahrzeug mit einem Transportinkubator aufgerüstet werden.

 

Privatdozent Dr. Erik Popp, Leiter der Sektion Notfallmedizin, freut sich über das neue Fahrzeug: „Durch den neuen Wagen und die Intensivtragesysteme verbessert sich die qualitative Versorgung kritisch kranker Patienten deutlich. Einige Transporte macht dieses System überhaupt erst möglich.“ 

 

Die beiden High-Tech-Tragen kosten 140.000 Euro
Welche Vorteile bietet der neue Wagen noch? Das Fahrzeug ist größer als der Krankentransportwagen, verfügt über einen 230 Volt-Anschluss und kann Überwachungsmonitor, Beatmungssystem und weitere Geräten an Bord nehmen. Zusätzliche Haltepunkte am Boden sichern die Tragen während der Fahrt. „Diese sind – im Gegensatz zu den sonst üblichen Tragen – doppelstöckig und ermöglichen den Transport aller medizinischer Geräte“, so der Anästhesist und Notfallmediziner. Das Befestigen der Geräte an den Tragen sowie das Umhängen in die Halterungen im Wageninnern entfällt – der zeitliche Aufwand verringert sich, die Sicherheit für die Patienten steigt. Kostenpunkt für die High-Tech-Tragen, die vom Klinikum angeschafft wurden: 140.000 Euro.

Neben dem neuen Fahrzeug ist bereits ein Krankentransportwagen innerhalb des Klinikums im Einsatz. Aufgrund der großen Nachfrage stieß dieser zuletzt jedoch häufiger an seine Kapazitätsgrenze. Nur etwa die Hälfte der Fahrten konnte durchgeführt werden, so dass das Klinikum immer häufiger auf externe Fahrzeuge z.B. vom Deutschen Roten Kreuz zurückgreifen musste. Neben einer Reduzierung der Wartezeiten für die Patienten und einer Verbesserung der Abläufe in den Operationssälen, Aufwachräumen und Intensivstationen entlastet der neue Intensivtransport somit auch externe Anbieter von Transportleistungen.

Pressemitteilung vom 11.02.2011

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