Angeborene Missbildung der äußeren Genitalien I

Hypospadie

Die Hypospadie ist eine der häufigsten angeborenen Missbildungen des äußeren männlichen Genitale. Bei dieser angeborenen Fehlbildung besteht nicht nur eine Abweichung des Erscheinungsbildes des äußeren Genitale, die Hypospadie kann vielmehr auch mit einer Funktionseinschränkung des Penis assoziiert sein. mehr...

 


Angeborene Missbildung der äußeren Genitalien II

Epispadie

In der Schwangerschaft werden die Organe des Babys nach einem bestimmten Zeitablauf, in Etappen gebildet. Die Epispadie ist die Folge eines Fehlers in einer Etappe der Organbildung, die die Blase und den Penis oder die Klitoris betreffen. Dies resultiert in einer Missbildung der äußeren Genitalien. Die Ausprägung der Epispadie ist variabel, abhängig vom Zeitpunkt in dem die Entwicklung der äußeren Genitalien unterbrochen wird. So kann diese Missbildung bei Jungen nur ein kleines Löchlein über der normalen Öffnung sein oder bei Mädchen bis zu einer geteilten Klitoris gehen. Schlimmstenfalls sind die Harnblase und die Harnröhre als offene Blasenplatte zu sehen. Dies bezeichnet man dann als Ekstrophie-Epispadie-Komplex. mehr...

 


Missbildungen der Harnblase und der vorderen Bauchwand

Blasenekstrophie
Die Blasenekstrophie ist eine angeborene Missbildung bei der die Blase und die äußeren Genitalien nicht komplett ausgebildet sind. Die Blase ist nicht zu einem Hohlorgan ausgebildet sondern sie hat die Form einer Platte. Die Haut, die den unteren Anteil des Bauches bedeckt, ist ebenfalls nicht komplett ausgebildet, so dass man auf die Hinterwand der Harnblase sehen kann. Gleichzeitig bestehen auch angeborene Missbildungen der Bauchmuskulatur und der Beckenknochen. mehr...

 


Erkrankungen der Hoden im Kindesalter I

Hodenhochstand

Die Hoden entstehen in der frühen embryonalen Entwicklung eines Jungen. Obwohl sie initial im Bauchraum angelegt sind, sinken sie im Laufe der Schwangerschaft in den Hodensack. Zu den Aufgaben der Hoden gehören die Bildung von Steroidhormonen (= Androgenen) in den Leydig`schen Zwischenzellen und die Produktion von Spermien in den Samenkanälchen, den so genannten Tubuli seminiferi. Die Testosteron Produktion in den Leydig`schen Zwischenzellen bewirkt während der Embryonalzeit die Differenzierung der inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale und während der Pubertät die Ausreifung der Sexualmerkmale. Mit Beginn der Pubertät werden zusätzlich in den Tubuli seminiferi der Hoden Spermien produziert. Liegt bei Kindern ein Hodenhochstand vor, so sind die Hoden auf dem Weg hinab in den Hodensack (= Skrotum) auf der Strecke geblieben. Mehr lesen ...

 

 

Erkrankungen der Hoden im Kindesalter II

Nicht tastbare Hoden

Ein Hoden, der bei der Untersuchung nicht getastet werden kann, wird als non-palpabler Testis (= nicht tastbarer Hoden) bezeichnet. Dieser Hoden kann im Bauchraum, aber auch sehr klein, oder gar nicht vorhanden sein. Mehr lesen ...

 

 

Störung der Geschlechtsdifferenzierung I

Intersex, Formen der sexuellen Differenzierungsstörung und ihre Diagnostik

Die Feststellung des Geschlechtes kann bei einigen Kindern erschwert bzw. nicht eindeutig möglich sein. Der medizinische Ausdruck „Intersex“ wird gebraucht, um verschiedene Fehlbildungen der äußeren Genitalien, die im Rahmen einer Entwicklungsstörung entstehen und den typischen Aspekt der äußeren Genitalien, die weder zum Jungen noch zum Mädchen gehören, zu beschreiben. Mehr lesen ...

 

 

Störung der Geschlechtsdifferenzierung II

Chirurgische Therapie des Intersex

Die Chirurgie soll ermöglichen, dass die äußeren Genitalien normal aussehen – entweder wie bei einem Mädchen oder wie bei einem Jungen. Die Operation ist in den allermeisten Fällen des Intersex notwendig. mehr...

 


Missbildungen des äußeren Genitale beim Mädchen

Sinus urogenitalis

Beim gesunden Mädchen sind die Harnröhre und Vagina anatomisch von einander getrennt. In seltenen Fällen können Vagina und Harnröhre miteinander vereint sein. Diese Missbildung wird als urogenitaler Sinus bezeichnet. Mehr lesen ...

 

 

Harnaufstau, Erweiterung des Nierenhohlsystems und des Harnleiters I

Harnleiterabgangsstenose

Die Nieren produzieren Urin, der aus dem Blut gereinigte Abfallprodukte, Blutsalze und Wasser enthält. Der Urin fließt dann aus den Nieren, über ein inneres Sammelsystem, dass sich zu einem trichterartigen Behälter – dem sog. Nierenbecken – vereinigt, in den Harnleiter. Um den Urin aus dem Nierenbecken in die Blase befördern zu können, muss jede Niere zumindest einen funktionstüchtigen Harnleiter besitzen. Der häufigste Grund für eine Abflussstörung des Urins (Behinderung des Harnabflusses im Harntrakt des Kindes) ist eine angeborene Obstruktion an dem Punkt, an dem sich der Harnleiter mit dem Nierenbecken vereinigt. Mehr lesen ...

 

 

Harnaufstau, Erweiterung des Nierenhohlsystems und des Harnleiters II

Megaureter

Der Harnleiter ist schlauchförmig und leitet den Urin von den Nieren zur Blase hinab. Die normale Weite des Harnleiters beträgt 3-5 mm beim Kind. Als Megaureteren bezeichnet man Harnleiter, die eine Weite von über 10 mm aufweisen. Der Harnleiter kann aus mehreren Gründen erweitert sein. Zum einen kann er an sich missgebildet sein, zum anderen kann er aus sekundären Gründen erweitert sein. Mehr lesen ...

 

 

Harnaufstau, Erweiterung des Nierenhohlsystems und des Harnleiters III

Ureterocele

Die Ureterocele ist eine angeborene Missbildung des unteren Anteils des Harnleiters, der in die Blase mündet. Hat ein Mensch eine Ureterocele, dann bläht sich der unterste Anteil des Harnleiters in die Blase hinein auf. Am Ende dieses Ballons ist eine kleine Öffnung, die häufig verengt ist, so dass der Urin aus dem Harnleiter verzögert abfließt. Wenn der Urin unter erhöhtem Druck aus diesem Ballon herausfließt, dann staut sich Urin in den Harnleiter zurück. Eine Ureterocele ist bei einem von ca. 2000 Menschen anzutreffen. Mehr lesen ...

 

 

Vesicoureterorenaler Reflux I

Symptome und Diagnostik des vesicoureterorenalen Refluxes
Der vesicoureterorenale Reflux ist eine Erkrankung, bei der der Urin aus der Harnblase über den Harnleiter zurück in die Nieren fließt. Dies kann sowohl einseitig als auch beidseitig der Fall sein. Normalerweise ist dieser Rückfluss des Urins nicht möglich, da der Harnleiter einen besonderen Ventilmechanismus besitzt. Bei den meisten Kindern ist der Reflux eine angeborene Erkrankung, die durch eine fehlerhafte Verbindung des Harnleiters mit der Harnblase zustande kommt. Der Harnleiter nimmt hierbei einen zu kurzen Weg durch die Blasenwand. Aus diesem Grund ist der Ventilmechanismus des Harnleiters ineffektiv. mehr...

 


Vesicoureterorenaler Reflux II

Behandlung des vesicoureterorenalen Refluxes
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein vesico-uretero-renaler Reflux von selbst ausheilt, ist sehr hoch. Eine Spontanheilung kann bis zum 6. Lebensjahr eintreten. Ein Reflux verbessert sich oder heilt bei vielen Kindern komplett aus, da die Verbindung des Harnleiters mit der Harnblase mit dem Längenwachstum des Kindes ebenfalls mitwächst. Umso kleiner der Grad des Refluxes, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieser ausheilt. Ziel der Behandlung ist ein Verhindern von Harnwegsinfekten und konsekutiver Nierenschädigung. Dementsprechend beinhaltet die Behandlung des Refluxes eine niedrig dosierte Antibiotikagabe zur Verhinderung von Harnwegsinfekten, ein Blasentraining, manchmal auch weitere Medikamente zur Regulation der Blasenfunktion. Das Kind sollte hierunter regelmäßig untersucht werden, insbesondere Urinkontrollen auf das Vorliegen von Harnwegsinfekten. mehr...

 


Angeborene Missbildungen der Nieren und des Harnleiters I

Ektoper Harnleiter
Normalerweise hat jede Niere einen Harnleiter, der den Urin in die Blase ableitet. Der Urin wird dann in der Blase gespeichert, bis er willkürlich ausgeschieden wird. Manchmal kann es aber 2 Harnleiter geben, die den Harn aus derselben Niere ableiten. Ein Harnleiter drainiert den Urin aus dem oberen Anteil und der zweite Harnleiter aus dem unteren Anteil der Niere. Solange beide normal in die Blase münden, was man als „doppelten“ Harnleiter bezeichnet, entstehen keine Probleme. mehr...

 


Angeborene Missbildungen der Nieren und des Harnleiters II

Ektope Nieren
Die meisten Menschen kommen mit 2 Nieren auf die Welt. Die Nieren befinden sich hinter der Bauchhöhle, von den Rippen geschützt. In manchen Fällen kann es aber zu einer Entwicklungsstörung der Nieren kommen, wie es der Fall bei Menschen mit ektopen Nieren ist. Die Niere hat die Funktion, aus dem Blut Gifte und Metaboliten zu filtern und das chemische Gleichgewicht im Körper aufrecht zu erhalten, was für die Funktion aller anderen Organe im menschlichen Körper wichtig ist. Eine andere wichtige Funktion der Niere ist die Erhaltung des Blutdrucks sowie die Sicherstellung, dass genügend rote Blutzellen im Knochenmark gebildet werden und letztendlich die Aufrechterhaltung des Wasserhaushaltes im Körper mit der Ausscheidung des Urins. mehr...

 


Blasenfunktionsstörung

Neurogene Blase

Die normale Funktion der Harnblase besteht darin, den Urin zu speichern und diesen kontrolliert sowie koordiniert zu entleeren. Diese koordinierte Aktivität wird durch das zentrale und periphere Nervensystem reguliert. Als neurogene Blase wird eine Harnblase bezeichnet, die ihre normale Funktion aufgrund einer Störung im Nervensystem verloren hat. Mehr lesen ...

 

 

Kontrolle der Harnblase I

Enuresis; Formen des Einnässens bei Kindern und Ursachen
Die Enuresis (= Einnässen) ist eines der häufigsten urologischen Probleme. Es ist äußerst wichtig zu verstehen, dass das Einnässen ein Symptom und nicht keine Erkrankung darstellt. Verschiedene Ursachen können zu diesen Symptom führen und es kann zu einem frustrierenden Zustand für die betroffenen Kinder, die Familie und für die Ärzte werden. Mehr lesen ...

 

 

Kontrolle der Harnblase II

Konservative Behandlung des Einnässens

Es bestehen mehrere Möglichkeiten zur Behandlung der Enuresis. Sie beinhalten:

  • Umstellung der Flüssigkeitseinnahme und der Toilettenangewohnheiten
  • Verwendung von Klingelhosen/ Klingelmatten
  • Einnahme von Medikamenten.

Diese Maßnahmen können alleine, aber auch in Kombination angewandt werden. Mehr lesen ...

 

 

Kontrolle der Harnblase III

Medikamentöse Behandlung des Einnässens

Mehrere Medikamente kommen zur Anwendung der Therapie des nächtlichen Einnässens. Manche von diesen Medikamenten haben ernsthafte Nebenwirkungen. Sie sollten deshalb niemals ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden. Die Medikamente können häufig auch in einer Kombination angewandt werden. Mehr lesen ...

 

 

Bösartige Tumoren im Kindesalter I

Wilms Tumor
Der Wilms Tumor (= Nephroblastom) gehört zu den häufigsten bösartigen, soliden Tumoren im Kindesalter ausgehend von der Niere. 80% der betroffenen Kinder sind bei Diagnosestellung jünger als 5 Jahre. Klinisch macht sich der Tumor oft erst durch eine Vorwölbung des Bauches bemerkbar. mehr...

 


Bösartige Tumoren im Kindesalter II

Neuroblastom
Dies ist der häufigste solide Tumor im Kindesalter, ausgehend vom sympathischen Nervengewebe und des Nebennierenmarkes sowie der paravertebralen Ganglien. 70 % der Tumore finden sich im Abdomen (= Bauchraum) und im Retroperitoneum (= hinterer Bauchraum). Bei Diagnosestellung sind die meisten Kinder ca. 1-4 Jahre alt. mehr...

 


Bösartige Tumoren im Kindesalter III

Rhabdomyosarkome
Diese Tumore gehören zur Gruppe der Weichteilsarkome und treten sehr selten auf. Rhabdomyosarkome sind bösartige Tumore und gehen von quergestreifter Muskulatur aus. Sie können z.B. die Blase, bei Mädchen die Vagina und bei Jungen die Prostata erfassen. mehr...

 


Spezielle plastisch-rekonstruktive Urologie

GIS

Grundlagen für die operative Therapie von Patienten mit einer GIS ist die Erfüllung sämtlicher Kriterien nach den deutschen Standards zur Behandlung und Begutachtung von Patienten mit GIS. Hierfür besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Mehr lesen ...