zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560

Klinische Forschungsgruppe Schwerionentherapie (KFO214)

Das Ziel der klinischen Forschergruppe „Schwerionentherapie in der Radioonkologie“ ist die Untersuchung des Stellenwertes der Ionentherapie in der Radioonkologie im Vergleich zu anderen modernen Verfahren (IMRT, Protonen-RT). Am Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum HIT wurden seit Ende 2009 bis Ende 2014 über 2500 Patienten behandelt. HIT bietet einmalige Möglichkeiten zur Realisierung der in der KFO definierten Projekte. Bisher wurden bereits zehn klinische Studienprotokolle zur Protonen- und Ionentherapie initiiert, davon vier durch die Förderung der DFG.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg, DKFZ Heidelberg

Die KFO ist in das das Forschungsumfeld in Heidelberg integriert. Dieses Umfeld besteht aus dem Universitätsklinikum, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Nationalen Centrum für Tumortherapie (NCT) und der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt, die untereinander vielfach vernetzt sind. Da die Therapie mit Protonen- und Ionenstrahlen weltweit weiter ausgebaut wird, besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an der Ausbildung von Nachwuchskräften. Die Nachwuchsförderung durch theoretische und praktische Ausbildung in Medizinphysik (Opens external link in new windowhttp://masteronline.ukhd.de).

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

Radioonkologie und Radiobiologie hat daher ebenfalls einen hohen Stellenwert in der KFO.
Der Aufbau und Intensivierung eines dichten Netzwerkes von Kooperationen mit internationalen Zentren werden durch ein Zentralprojekt unterstützt. Derzeit bestehen Kooperationen mit einer Vielzahl von akademischen Zentren der Protonen- und Ionentherapie.

In der Fortsetzung des in 2009 begonnenen DFG-Projektes sollen nun weitere Studien initiiert werden. Die klinischen Arbeiten werden von medizinphysikalischen und radiobiologischen Arbeiten begleitet. Erstere konzentrieren sich auf die Optimierung der Therapie bewegter Organe mit einem gescannten Ionenstrahl mit Hilfe von adaptiven Planungstechniken. Weitere Themen sind der Einsatz der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur in vivo Verifikation der Therapie und neuartige Methoden der Bildgebung (Radiographie) mit Ionenstrahlen. Im Bereich der Radiobiologie werden einerseits präklinische Untersuchen an Tieren zur Wirkung der Ionenstrahlen im Normalgewebe und auf hypoxische Tumoren vorgenommen. Außerdem soll mit den Methoden der molekularen Radiobiologie eine biologisch individualisierte Therapie am Beispiel des Lungenkarzinoms erarbeitet werden.

Zwei zentrale Plattformen (ZP) stehen der gesamten Gruppe zur Verfügung. Die erste (ZP0) hat Koordination und Management der KFO zur Aufgabe, die andere stellt den klinischen Studien zentral Methoden zur Identifikation von spezifischen Biomarkern der Schwerionentherapie zur Verfügung (ZP1).

Zu den Teilprojekten

Select languageSelect language
Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen