Allgemeine Psychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin

Sektion Gerontopsychiatrische Forschung


 

Kognitives Training

Im Alter kommt es zu typischen Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit, die sich vor allem in einer Abnahme der Kurzzeitgedächtnisfunktionen sowie der kognitiven Geschwindigkeit äußern.  Studien haben gezeigt, dass insbesondere eine Kombination aus kognitivem und psychomotorischem Training langfristig zum Erhalt der kognitiven Leistungsfähigkeit beiträgt und sich positiv auf Selbständigkeit und Wohlbefinden auswirkt.

 

Aus diesem Grund gehört zu den Angeboten der Gedächtnisambulanz eine Therapiegruppe für Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen, anderen Gedächtniserkrankungen oder Spätdepressionen, die wissenschaftlich fundierte kognitive Trainingsmaßnahmen mit speziell zugeschnittenen Übungen aus der Bewegungstherapie sowie Elementen der Ergotherapie kombiniert. Hier können Patienten mit Einschränkungen unterschiedlichen Ausmaßes gezielt in ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit gefördert werden. Dabei werden Grundfunktionen des Gedächtnisses und der Informationsverarbeitung trainiert und durch Übungen zu Geschicklichkeit, Koordination und allgemeiner physischer Aktivierung unterstützt. Die Patienten werden dazu motiviert, zu Hause ihr Gedächtnis und ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit weiter zu trainieren und Strategien in ihrem Alltag zu etablieren. Das umfassende, ganzheitliche Programm zielt langfristig auf die Verbesserung bzw. Erhaltung von Kognition, Alltagskompetenz sowie des allgemeinen Wohlbefindens und der Lebenszufriedenheit ab. 

 

 

Kognitives Training:

  • Fördert kognitive Grundfunktionen  wie z.B. Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Aktiviert beim Lernen verschiedene Sinneskanäle
  • Trainiert Lerntechniken und fördert Strategien, mit denen sich die Organisation und Speicherung von Lerninhalten sowie deren Abruf verbessern lassen
  • Übt den Gebrauch "äußerer" Gedächtnishilfen

 

Bewegungstherapie:

  • Fördert das allgemeine Wohlbefinden
  • Aktiviert den Hirnstoffwechsel und damit die kognitiven Funktionen
  • Verbessert Raumorientierung, Bewegungssicherheit und Aufmerksamkeit aber auch soziale Sicherheit und Interaktion in der Gruppe

 

Ergotherapie:

  • Fördert Grundleistungsfunktionen wie z.B. Belastbarkeit, Ausdauer, Konzentration, Frustrationstoleranz und Motivation
  • Spricht zahlreiche Wahrnehmungsbereiche an wie Feinmotorik, Tiefensensibilität, Oberflächensensibilität

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

  • Britta Wendelstein, M. A.
    Tel.: 06221 - 56 - 5419
    Email senden

  • Dipl.-Psych. Christina Herold
    Tel.: 06221 - 56 - 8770
    Email senden

 

 

 

 

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