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Forschergruppe Kopf-Hals-Tumore

Kopf-Hals-Tumore umfassen eine heterogene Gruppe von Tumorerkrankungen in diesem Bereich. Die häufigsten bösartigen Tumore dieser Region sind Plattenepithel-Karzinome (HNSCC), seltener kommen Karzinome des Nasopharynx, der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen, mucosale Melanome und Speicheldrüsentumore vor.

Zentraler Ansatzpunkt für die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren ist eine enge interdisziplinäre Abstimmung und Kooperation aller beteiligter Fachabteilungen: Strahlentherapie, medizinischen Onkologie (NCT), Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG). Ansatz neuer Therapiestrategien betreffen somit alle Kooperationspartner, so dass klinische Studien zu den jeweiligen Themengebieten mit Unterstützung der jeweiligen Fachabteilungen durchgeführt werden.

 

 

Folgende klinische Studien für HNSCC werden durch die Forschungsgruppe Kopf-Hals-Tumore der RadioOnkologie betreut:

  • Im Rahmen der REACH-Studie (abgeschlossen, in Auswertung) wurde bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem HNSCC in Kooperation mit den Kollegen der HNO-Heilkunde die Kombination der definitiven Strahlentherapie (IMRT) mit Chemotherapie und dem EGF-Rezeptorantikörper Cetuximab untersucht
  • TPF-C-HIT (abgeschossen, in Auswertung) prüft die Intensivierung der definitiven Behandlung lokal fortgeschrittener HNSCC mittels Induktionschemotherapie, C12-Schwerionen-Boost und RadioImmuntherapie ebenfalls in Kooperation mit den Kollegen des NCT, der HNO und der MKG.
  • HICARE untersucht Hautreaktionen bei Einsatz der definitiven RadioImmuntherapie mit Cetuximab im Rahmen einer multizentrischen Phase IV Studie.
  • ACCRA-HN (abgeschlossen, publiziert) prüfte multizentrisch die Kombinationstherapie mit Cisplatin/ 5-FU und Cetuximab in der Adjuvanz bei lokal fortgeschrittenen HNSCC.
  • Federführend durch die MKG wird im Rahmen der multizentrischen DÖSAK-pN1 Studie der Stellenwert der adjuvanten Strahlentherapie bei pN1 resezierten HNSCC der Mundhöhle untersucht.

 

Die Forschungsgruppe Kopf-Hals-Tumore betreut ebenfalls verschiedene klinische Phase II Studien zu selteneren Tumorerkrankungen, insbesondere bösartigen Speicheldrüsen-Tumoren des Kopf-Hals-Bereiches und den Stellenwert der Schwerionentherapie bei der Behandlung dieser Tumoren:

  • COSMIC (abgeschlossen) untersucht die Dosis-Eskalation mittels C12-Schwerionen-Boost bei malignen Speicheldrüsen-Tumoren des Kopf-Hals-Bereiches
  • ACCEPT prüft den Einsatz einer zusätzlichen EGFR-Antikörper-Therapie mit Cetuximab zusätzlich zur Kombinationstherapie mit IMRT + C12-Boost bei adenoidzystischen Karzinomen der Kopf-Hals-Region
  • IMRT-HIT-SNT untersucht den Stellenwert der C12-Schwerionentherapie (IMRT + C12-Boost) bei Adeno-Karzinomen und Plattenepithel-Karzinomen der Kopf-Hals-Region.

 

Zusätzlich zur klinischen Forschung werden in Kooperation mit dem Labor der Strahlenbiologie (Prof. Dr. KJ Weber) außerdem neue Ansätze zur Verbesserung der Therapie maligner Speicheldrüsentumore in der Zell-Kultur erforscht.

Kontakt: PD Dr. A. Jensen, MSc (Leitung Forschungsgruppe Kopf-Hals-Tumore)

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