zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560
RadioOnkologie und Strahlentherapie

MARCIE Studie

High-Risk Meningeoma

 

Treatment of Patients with Atypical Meningiomas Simpson Grade 4 and 5 with a Carbon Ion Boost in combination with Postoperative Photon Radiotherapy: A Phase II Trial

 

Zusammenfassung

Therapiestandard für die Behandlung von Patienten mit atypischen oder anaplastischen Meningeomen ist die neurochirurgische Resektion des Tumors. Dadurch kann eine lokale Kontrolle von 50-70% erzielt werden, abhängig vom Resektionsstatus. Eine Reihe kleinerer Therapiestudien konnte zeigen, dass durch die postoperative Strahlentherapie das progressionsfreie Überleben und damit auch das Gesamtüberleben verbessert werden kann. Meningeome, jedoch, sind relativ strahlenunsensible Tumoren, und Gesamtdosis von 60 Gy oder mehr sind für eine dauerhafte Tumorkontrolle notwendig.

Kohlenstoffionen zeichnen sich durch physikalische und biologische Vorteile aus. Neben dem invertierten Dosisprofil und der hohen lokalen Dosisdeposition im sog. Bragg Peak, die eine präzise Dosisapplikation bei gleichzeitiger Schonung des Normalgewebes ermöglichen, weisen sie im Vergleich zu Photonen eine höhere relative biologische Wirksamkeit (RBW) auf, die je nach Zelllinie und Endpunkt zwischen 2 und 5 liegt. Protonen hingehen haben eine Photonen vergleichbare RBW.

Erste Daten, die im Rahmen einer Phase I/II Studie an der GSI in Darmstadt erhoben wurden, zeigten, dass die Behandlung von Patienten mit high-risk Meningiomen sicher durchgeführt werden kann, und dass die Therapieergebnisse vielversprechend sind.

Daher soll nun im Rahmen der vorliegenden Phase II-MARCIE-Studie die Therapie von Patienten mit atypischen Meningeomen nach Biopsie oder subtotaler Resektion mit einem Schwerionenboost auf den makroskopischen Resttumor evaluiert werden. Der Schwerionenboost wird in Kombination mit einer Photonenbestrahlung auf das clinical target volume (CTV) durchgeführt.

Primärer Endpunkt ist die progressions-freie Überlebensrate, sekundäre Endpunkte sind das Gesamtüberleben, Sicherheit und Toxizität.

Die Ionentherapie wird am Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum (HIT) durchgeführt.

 

Wichtigste Einschlusskriterien

  • histologisch gesichertes atypisches Meningeom
  • Makroskopischer Tumor nach Biopsie oder Teilresektion – Simpson Grad 4 oder 5
  • Start der Studientherapie nicht später als 12 Wochen nach Operativer Resektion bzw. Biopsie
  • Alter ≥ 18 Jahre
  • Karnofsky Performance Score ≥ 60

Wichtigste Ausschlusskriterien

  • Vorausgegangene Strahlentherapie des Gehirns
  • Optikus-Scheidenmeningeom (ONSM)
  • Zeit > 12 Wochen nach Erstdiagnose (Neurochirurgische Resektion bzw. Biopsie) und Begin der Studientherapie
Select languageSelect language
Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen

Patienteninformation

Initiates file downloadMARCIE-Studie

Opens window for sending emailKontakt