zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560

Melanome (Kopie 1)

In bestimmten Situationen ist die Strahlentherapie von primären Melanomen oder deren Absiedlungen indiziert. Dies kann insbesondere für Metastasen in das Gehirn, aber auch für andere Lokalisationen gelten. Dabei konnten in den letzten Jahren entscheidende Therapiefortschritte durch innovative Techniken der RadioOnkologie erreicht werden.

Etwa 30-50% der Melanompatienten entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung eine Gehirnmetastasierung. Auf Grund der relativen Strahlenresistenz von Melanomen wird bei einer Gehirnmetastasierung, insbesondere dann, wenn 1-3 Metastasen vorliegen, eine Ganzhirnbestrahlung eher zurückhaltend eingesetzt. Oft wird hier die Stereotaktisch Radiochirurgie (SRS) alleine, oder ggf. in Kombination mit einer Ganzhirnbestrahlung eingesetzt. In der metastasierten Situation, die oft kombiniert extra- und intrakraniell auftritt, ist häufig eine Systemtherapie indiziert. Etablierte Therapien sind Fotemustin, Temzolomide oder DTIC. Der monoklonale Antikörper Ipilimumab (Ip) konnte in der kürzeren Vergangenheit als eine effektive Systemtherapie in der metastasierten Situation etabliert werden. Daten zur Kombination von Bestrahlung und Ipilimumab existieren derzeit nur wehr wenige.

 

Folgende Forschungsschwerpunkte werde daher in enger Kooperation mit der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Heidelberg adressiert:

  • Evaluation der Effektivität der Ganzhirnbestrahlung alleine und in Kombination mit Radiochirurgie bei Hirnmetastasen vom Malignen Melanom
  • Klinische Studie zur Kombination von systemischem Ipilimumab und Bestrahlung bei Patienten mit Hirnmetastasen (ELEKTRA-Studie)
  • Untersuchung zur palliativen Strahlentherapie bei Melanomen mit dem Schwerpunkt Therapieeffektivität und Symptomlinderung
Select languageSelect language
Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen