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Forschungsstelle für Psychotherapie
ZPM

Eine SMS-unterstützte achtsamkeitsbasierte Intervention zur Rückfallprävention bei Depressionen (MIND-S)

Ansprechpartner: Dr. Markus Wolf (markus.wolf@med.uni-heidelberg.de)


Projektzeitraum: 2014-2015


Projektbeschreibung:

Depressionen gehen mit einem hohen Rückfallrisiko für die Betroffenen einher. Die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Strategien zur Rückfallprophylaxe rücken daher zunehmend in den Fokus der Forschung und Behandlung. Studien zufolge haben sich achtsamkeitsbasierte Interventionen als vielversprechende Maßnahmen zur Rückfallprävention depressiver Erkrankungen gezeigt. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen im Alltag können Kommunikationsmedien eine wichtige Unterstützungsfunktion übernehmen.


Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm wurde eine Minimalintervention entwickelt, um Patientinnen und Patienten mit depressiver Symptomatik im Anschluss an ihre psychiatrische Behandlung mittels SMS bei der Umsetzung achtsamkeitsbasierter Übungen zu unterstützen. Während ihres stationären Aufenthalts erhalten die Teilnehmer im Rahmen eines regelmäßigen Gruppenangebots eine Einführung in drei kurze achtsamkeitsbasierte Übungen. Vor der Entlassung aus der Klinik werden die Teilnehmer zufällig einer von zwei Interventionsgruppen (SMS-Gruppe, Treatment-as-usual Kontrollgruppe) zugewiesen. Alle Teilnehmer erhalten die Empfehlung, die Übungen auch nach Ende stationär psychotherapeutisch-psychiatrischen Behandlung regelmäßig weiterzuführen und in ihren Alltag zu integrieren. Teilnehmer der SMS-Gruppe erhalten zusätzlich über einen Zeitraum von vier Monaten bei der Durchführung der zuvor gelernten Achtsamkeitsübungen positiv verstärkende SMS-Botschaften.


Das Hauptziel der durchgeführten Pilotstudie ist es, die Durchführbarkeit und Akzeptanz der SMS-basierten Minimalintervention zu evaluieren. Die Pilotstudie wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg im Rahmen des „Kompetenzzentrums Prävention psychischer und psychosomatischer Störungen in der Arbeits- und Ausbildungswelt“ gefördert.


Kooperationspartner:

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Universität Ulm

Prof. Dr. Thomas Becker, PD Dr. Bernd Puschner (Projektleitung), Dipl.-Psych. Susanne Kraft

Homepage


Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Prof. Dr. Hans Joachim Salize


Weitergehende Informationen:

Kompetenzzentrum Prävention


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