Blasenschwäche/Dranginkontinenz und überaktive Blase/Therapie

Botulinumtoxin-Therapie

Das Botulinumtoxin ist ein potentes Nervengift, dessen Wirkung auf die Nervenleitung und Muskelfunktion erstmals 1817 beschrieben wurde. Über die letzten Jahre, fand das Nervengift in niedrigster Dosierung immer mehr Anwendung in verschiedenen Bereichen der Medizin. So wird das Botulinumtoxin (Handelsnamen in Deutschland: Botox®, NeuroBloc®) seit einigen Jahren auch erfolgreich in der Urologie eingesetzt, u.a. zur Behandlung von Drangsymptomatik, Dranginkontinenz, der überaktiven Blase und nervenbedingten (neurogenen) Blasenentleerungsstörungen, z.B. bei Rückenmarkschädigung.  Mehr lesen ...

 

 

Andrologie

Refertilisierungsoperationen
In Deutschland lassen sich pro Jahr 30.000 Männer sterilisieren. Hievon besteht bei ca. 5-7% der Patienten das Anliegen, die durchgeführte Operation wieder rückgängig zu machen, da ein erneuter Kinderwunsch besteht. Sich ändernde Lebensumstände, wie Partnerwechsel, erneuter Kinderwunsch in einer festen Beziehung, jedoch auch tragische Umstände wie der frühe Tod eines Kindes sind oftmals die Beweggründe. Nach erfolgter Vasektomie besteht die Möglichkeit der direkten Spermienentnahme durch eine Operation aus dem Hodengewebe für eine nachfolgende künstliche Befruchtung (in vitro Fertilisation). Seitdem die Kosten für eine in vitro Fertilisation jedoch nur noch zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, ist die Refertilisierungsoperation (Vasovasostomie) zur Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit des Mannes eine besonders wichtige Methode geworden. Ebenso ist nach erfolgter Vasovasostomie die Zeugung auf natürlichem Wege wieder möglich. mehr ...

 


 

Minimal-invasive Chirurgie

Endoskopische Operationsverfahren

Diagnostische und therapeutische Verfahren, ohne Schnitt über Spiegelinstrumenten (Endoskopen) durchgeführt, wurden erstmals in kleinem Rahmen im vorletzten Jahrhundert in der Urologie angewendet. Heutzutage kommen an der Urologischen Uniklinik Heidelberg diese minimal-invasiven Techniken für Eingriffe an Nebenniere, Niere, Harnleiter, Blase, Prostata und Harnröhre zum Einsatz.  Mehr lesen...

 

Minimal-invasive Urologie

Laparoskopisches Instrumentarium

Minimal-invasive Operationstechniken haben in den letzten Jahren die klinische Urologie revolutioniert. Routinemäßig werden heute Erkrankungen von Nebenniere, Niere, Harnleiter, Blase und Prostata mittels Bauchspiegelung ohne Schnitt durchgeführt. Voraussetzung dafür ist die Austattung mit modernstem Instrumentarium. Besondere Möglichkeiten eröffnet in diesem Zusammenhang der Einsatz der DaVinci computerassistierten Laparoskopie.

 

Chirurgie der neuen Generation

Da Vinci Operationstechnik

"DaVinci" steht für die modernste Entwicklung auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie. Damit können schonende Bauchspiegelungsoperationen (Laparoskopie) mit hochauflösender 3-dimensionaler Präzision vorgenommen werden. Die Urologische Universitätsklinik Heidelberg hat die DaVinci Operationstechnik bereits im Jahr 2004 erfolgreich eingeführt und verfügt damit auf diesem Gebiet über die längste Erfahrung in Deutschland. Seither ist die radikale Entfernung der Prostata mittels DaVinci als Standardtherapie in der täglichen klinischen Anwendung etabliert. Weitere Krankheitsbilder, die mittlerweile an unserer Klinik minimal-invasiv mit dem Da Vinci System behandelt werden, sind bösartige Blasen- und Nierentumore, die Blasensenkung der Frau sowie die Nierenbeckenabgangsenge. Entsprechend ihrem medizinischen Versorgungsauftrag sind an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg auch bei Anwendung des Da Vinci Systems alle Behandlungskosten sowohl durch die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen vollständig gedeckt; eine weitere Zuzahlung durch die Patienten selbst ist damit nicht notwendig.  Mehr lesen ...

 

Steintherapie

ESWL, Endoskopie und offene Operationsverfahren

Die Behandlung der Harnsteine ist zunehmend durch den Einsatz minimal invasiver Verfahren geprägt. Offene Schnittoperationen werden nur mehr in sehr seltenen Situationen angewandt. Heutzutage ist die Steintherapie nicht nur schonender für den Patienten, sondern durch moderne Techniken, wie z.B. die routinemäßige Anwendung flexibler Endoskope in Kombination mit dem Holmium-Laser, deutlich effektiver geworden. Die meisten Patienten mit einem Harnsteinleiden können daher ambulant über die Tagesklinik behandelt werden.

 

Steintherapie II

Spiegelinstrumente (Endoskope)

Kleine und mittelgroße Nierensteine werden heute in aller Regel mit der ESWL behandelt. Große Nierensteine, die früher noch durch offene Schnittoperationen behandelt wurden, werden dagegen in der modernen operativen Urologie minimal invasiv endoskopisch behandelt (perkutane Nephrolithotomie PNL). Ebenso können heute mit speziellem endoskopischem Instrumentarium in Kombination mit einem Holmium-Laser Steine im Harnleiter unter Sicht zertrümmert werden.

 

Spezielles operatives Instrumentarium II

Operationsmikroskop

Für mikrochirurgische Operationen steht an der Urologischen Uniklinik Heidelberg ein Operationsmikroskop zur Verfügung. Es kommt insbesondere bei sogenannten Refertilisierungsoperationen zum Einsatz, bei denen früher durchtrennte Samenleiter wieder zusammen gefügt werden.


Steintherapie III

Holmium-Laser

In früheren Zeiten gab es ein klares Dilemma bei der Behandlung der Harnleitersteine. Die ESWL war sicher, aber wenig effektiv. Endoskopische Verfahren dagegen waren zwar effektiv, aber durch die Verwendung dicklumiger starrer Instrumente mit einer signifikanten Komplikationsrate behaftet. Durch die Entwicklung des Holmium Lasers wurde eine effektive und gleichzeitig sichere Therapie von Harnleitersteinen in die Urologie eingeführt. Mehr lesen...

 

Spezielles operatives Instrumentarium I

Ultracision (Harmonisches Skalpell®)

Wesentliche Arbeitsschritte bei endoskopischen und offenen Operationen sind Schneiden und Blutstillung. Das Harmonische Skalpell® ermöglicht durch Ultraschalltechnologie die Kombination von Schnitt und Blutstillung in einer einzigen Aktion auszuführen. Auch größere Gefäße können mit dieser Technik zeitsparend und sicher verschlossen werden.  Mehr lesen...