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Zentrale Tel.: 06221-560
Allgemeine Psychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin


Mobiles Bezugspersonensystem (MBS) in der Heidelberger Mutter-Kind-Einheit

"Am 3. Januar 2008 kam unsere Tochter Olivia zur Welt. Die Geburt war ein traumatisches Erlebnis für mich und Auslöser meiner schweren Depression und Panikattacken in den Wochen danach. Ich freute mich zwar darüber, dass unsere Tochter gesund war, aber dieses große Glücksgefühl, von dem alle reden und das einem die Werbung suggeriert, stellte sich bei mir nicht ein. Besonders als Olivia und ich nach der Geburt nach Hause kamen, habe ich plötzlich diese große Verantwortung für unser Kind gespürt. Ich entwickelte Schuldgefühle, dass ich nicht richtig für Olivia sorgen könnte und war sehr traurig."   Erfahrungsbericht weiterlesen...

Katja M.

 

Das Angebot der Mutter-Kind-Einheit (MKE) an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg


Mobiles Bezugspersonensystem MBS:

In Heidelberg wurde MBS 1996 an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gegründet, um jugendliche Psychosepatienten nach dem stationären Aufenthalt auf der Akutstation (eine gemeinsame Einrichtung mit der Allgemeinpsychiatrie) engmaschig zu begleiten und so den oft schwierigen Übergang in den Alltag zu erleichtern.

Beim Mobilen Bezugspersonensystem MBS begleitet eine Bezugsperson aus der stationären Therapie in der Klinik, z.B. eine Krankenschwester, die Patientin auch nach dem Klinikaufenthalt. So besucht sie bei Bedarf die Patientin regelmäßig zu Hause und betreut sie und ihre Familie. Die Patientin kann auch nach Entlassung an manchen Gruppen- und Einzelangeboten des MBS teilnehmen. In der Erweiterungsform "Mama Care" werden die Gruppen von der MBS-Koordinatorin zusammen mit anderen stationären Kollegen z.B. aus der Kinderbetreuung und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin, auch SHG-Leiterin, betreut. Daraus entstehen dann wieder im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe Netzwerkkontakte unter den Müttern auch ohne MBS.

Seit 2006 gibt es das MBS auch an der Mutter-Kind-Einheit für Mütter und Schwangere mit psychischen Problemen. Zu den Angeboten gehört z.B.

  • Gruppentherapie mit relevanten Themenschwerpunkten für stationäre Mütter unter therapeutischer Leitung von MBS-Koordinatorin und PIA: Hier geht es vor allem um die Beziehung zwischen Mutter und Kind, z.B. bei dem Thema "Das Baby verstehen", lernen die Mütter, Signale des Kindes richtig zu deuten und zu beantworten. Die betroffenen Mütter tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig.
  • Mutter-Kind-Treff mit stationären Müttern. Geleitet wird die Gruppe von der MBs-Koordinatorin und der SHG Leiterin um die Mütter für den poststationären Kontakt kennen zu lernen. Spielen mit dem Kind und Erfahrungsaustausch stehen im Mittelpunkt

  • Mama Care (Flyer)

    • Mütternetzwerk und Kontaktforum

    • Mama-Care-Weekends: Wohlfühlseminare für betroffene Mütter ohne Kinder (Postpartale Depression), insbesondere nach Entlassung aus stationärer Therapie, sowie für Teilnehrmerinnen der SHG ,,Zwickmühle".

    • Mama Care + Kids: Hier werden Spieletreffs sowie Freizeiten mit Erlebnischarakter angeboten

    • Mama Care + Family:
      - Jahresfreizeit für die ganze Familie
      - Paaarbetreuung
      - Kochtreffs



Weitere Infos:

Mobiles Bezugspersonensystem MBS
Koordinatorin: Eva Buschmann
Mobil Tel.: 0152 / 54 58 24 75
E-mail: eva.buschmann(at)med.uni-heidelberg.de


Mutter-Kind-Telefon: 06221 / 56 34416
Mo - Do von 14 - 15 Uhr