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Neurologie und Poliklinik

Forschungsschwerpunkt Neoplasien des Zentralnervensystems

Chemokin-gesteuerte Transmigration regulatorischer T-Zellen ins ZNS von Patienten mit B-Zell Non Hodgkin Lymphomen 

Unsere Arbeiten untersuchen, ob regulatorische T-Zellen (Treg) an der Entstehung von Tumortoleranz im Zusammenhang mit Meningeosis neoplastica beteiligt sind und es zu einer Anreicherung dieser Zellen im Liquor bei einer leptomenigealen Lymphom/Tumorausaat kommt. Unsere Ergebnisse untermauern und erweitern Erkenntnisse aus aktuellen Studien, die eine Beteiligung von Treg bei der Ausbreitung hämatologischer Neoplasien nahelegen. Die zentrale Rolle der Treg bei der Entstehung von Tumortoleranz rückt diese Zellpopulation in den Fokus der Entwicklung moderner Behandlungsstrategien – wie bereits initiierte Studien mit Treg-neutralisierenden Substanzen beweisen.

Ausgewählte Publikationen

  • Haas J, Schopp L, Storch-Hagenlocher B, Fritzsching B, Jacobi C, Milkova L, Fritz B, Schwarz A, Suri-Payer E, Hensel M, Wildemann B. Specific recruitment of regulatory T cells into the CSF in lymphomatous and carcinomatous meningitis. Blood 2008;111:761-6.
  • Wildemann B, Haas J, Schopp L, Hensel M. Specific recruitment of regulatory T cells into the cerebrospinal fluid in neoplastic meningitis. Neurology 2008;68(s1):A291-2.

Molekulare Analyse von B-Zellpopulationen im Liquor zur Diagnostik der Meningeosis blastomatosa

Projektleiterin: Brigitte Storch-Hagenlocher

Die Sensitivität von Standardverfahren (Zytologie, Immunzytochemie) ist für die Diagnose der Meningeosis blastomatosa (MB) im zellarmen Liquor und bei niedriger Blastenfraktion unzureichend. Wir bieten standardisiert die molekulare Analyse von B-Zellpopulationen im Liquor für die Diagnostik der MB an. Maligne B-Zellen weisen, anders als reaktiv polyklonale B-Lymphozyten, in der Mehrzahl der Fälle eine identische Rekombination der hochvariablen CDR3-Region der Immunglobulin Schwerkette (IgH) auf und zeigen nach PCR-basierter CDR3-spezifischer automatisierter Fragmentanalyse ein monoklonales Muster. Die Klon-spezifische CDR3-Charakterisierung gelingt inzwischen auf Einzellebene und hat die Diagnose der MB entscheidend optimiert.

Ausgewählte Publikationen

  • Hug A, Storch-Hagenlocher B, Haas J, Vogt-Schaden ME, Goldschmidt H, Wildemann B. Single-cell PCR analysis of the immunoglobulin heavy-chain CDR3 region for the diagnosis of leptomeningeal involvement of B-cell malignancies using standard cerebrospinal fluid cytospins. J Neurol Sci 2004;219:83-8.
  • Hug A, Haas J, Storch-Hagenlocher B, Wildemann B. Leptomeningeale Tumorzell-Infiltration als Erstmanifestation eines Immunozytoms (M. Waldenström). Nervenarzt 2004;75:1012-5.
  • Wildemann B, Jansen O, Haas J, Vogt-Schaden ME, Storch-Hagenlocher B. Rapid distinction of acute demyelinating disorders and central nervous system lymphoma by molecular analysis of cerebrospinal fluid cells. J Neurol 2001;248:27-30.
  • Storch-Hagenlocher B, Haas J, Vogt-Schaden ME, Bentz M, Hoffmann LA, Biessmann A and Wildemann B. Molecular analysis of the CDR3 encoding region of the immunoglobulin heavy chain locus in cerebrospinal fluid cells as a diagnostic tool in lymphomatous meningitis. Ann Neurol 2000;47:211-7.