Neuer Informationsfilm: "Prostatakrebs"

Deutsche Krebshilfe veröffentlicht kostenlose DVD  
Bonn (jti) – Prostatakrebs ist eine Diagnose, die jeden Mann zutiefst erschüttert. Der Betroffene ist verunsichert, hat Angst vor der Krankheit selbst und insbesondere vor den möglichen Folgen der Behandlung. Um betroffene Männern gezielt über die Erkrankung zu informieren, hat die Deutsche Krebshilfe jetzt den Patienten-Informationsfilm „Prostatakrebs“ auf DVD herausgegeben. Sehr persönlich berichten Krebs-Patienten darin über den Umgang und das Leben mit dieser Erkrankung. Ihre Partnerinnen ergänzen die weibliche Sichtweise auf die Krankheit und deren Folgen. Experten erläutern Früherkennung und Therapiemethoden. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe in Bonn bestellt werden.

Als Gerd U. die Diagnose Prostatakrebs erhielt, wusste er nicht viel über die Erkrankung. „Ich hatte quasi von Tuten und Blasen keine Ahnung“ erzählt er. „Ich wusste gerade mal, wie man Prostatakrebs schreibt, aber da endeten auch schon meine Sachkenntnisse.“ So wie Herrn U. geht es vielen Prostatakrebs-Betroffenen: Sie wissen nicht, welche Therapiemethode für sie die geeignete ist und haben Angst vor den möglichen Folgen der Behandlung, insbesondere vor Impotenz und Inkontinenz.

Um den Betroffenen zu helfen und sie umfassend zu informieren, hat die Deutsche Krebshilfe nun den Patienten-Informationsfilm „Prostatakrebs“ herausgegeben. Darin berichten zwölf krebskranke Männer über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Erkrankung. Bei einer gemeinsamen Reise diskutieren sie über ihre Ängste, über die Tabus rund um die Krankheit sowie über Möglichkeiten, mit den physischen und psychischen Belastungen der Erkrankung und der Therapie umzugehen.

Zusätzlich erläutern Experten wie Professor Dr. Markus Hohenfellner, Direktor der Urologischen Klinik am Universitätsklinikum in Heidelberg, wie Prostatakrebs entsteht, welche Früherkennungsuntersuchungen es gibt und wie die Therapiemöglichkeiten aussehen. „Nicht selten bekommen Patienten gesagt: 'Wir müssen sofort operieren’. Es ist bei Prostatakrebs aber nur sehr selten so, dass man unverzüglich handeln muss. Es ist fast immer ausreichend Zeit, sich eine zweite ärztliche Meinung einzuholen“, so Hohenfellner.

Der Patienten-Informationsfilm „Prostatakrebs“ wurde im Auftrag der Deutschen Krebshilfe von TAKEPART media and science, Köln produziert. Er ist entweder einzeln oder zusammen mit der Broschüre „Prostatakrebs“ aus der Reihe „Die blauen Ratgeber“ kostenlos erhältlich bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn.

Die DVD umfasst neben dem Hauptfilm auch zahlreiche Bonusfilme zu Themen wie Palliativmedizin, Fatigue und Hilfen für Angehörige. Ausschnitte aus dem Hauptfilm stehen auch im Internet unter www.krebshilfe.de. Außerdem sind DVD-Ratgeber über Darmkrebs, Hautkrebs, Palliativmedizin, Hodgkin Lymphom und Fatigue verfügbar. Weitere Filme zu den Themen Brustkrebs, Krebs im Kindesalter und Strahlentherapie sind in Vorbereitung.

 

Die Deutsche Krebshilfe finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus Spendengeldern der Bevölkerung und kämpft als Bürgerbewegung bereits seit 35 Jahren gegen den Krebs. Ihr Spendenkonto: 90 90 93 bei der Sparkasse KölnBonn.

Info-Kasten: Prostatakrebs
Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Jedes Jahr erkranken über 58.000 Männer neu daran. Rund 11.600 Betroffene sterben jährlich an einem bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren. Die Behandlung richtet sich nach der Ausbreitung des Tumors und nach dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung, aber auch nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und anderen persönlichen Faktoren. Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten sind Operation, Bestrahlung und medikamentöse Therapie. Die Verfahren können auch miteinander kombiniert werden.


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Bonn, 3. Dezember 2009

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