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Zentrale Tel.: 06221-560

Nicht-invasive Diagnostik

Zur ergänzenden Untersuchung oder Erstuntersuchung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen stehen in unserer Abteilung folgende nicht-invasive Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG und Spiroergometrie
  • Langzeit-EKG und -Blutdruckmessung
  • Tragbare (externe) Ereignisrekorder
  • Medikamentöse Provokationstests (z.B. Adenosin-, Ajmalintest)
  • Kipptisch-Untersuchung (in Kooperation mit der Abt. Innere Medizin II)
  • Kardiale Kernspintomographie

Spezialsprechstunde für Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen können für kardiologisch tätige Klinikärzte und niedergelassene Kollegen eine Herausforderung darstellen. Von der differenzierten Diagnose von Herzrhythmusstörungen bis zur Auswahl der optimalen Therapiestrategie werden hohe Anforderungen an die moderne Rhythmologie gestellt. Die therapeutischen Möglichkeiten sind dabei einem ständigen Wandel unterworfen, und viele Herzrhythmusstörungen können mittlerweile interventionell behandelt werden. Wir bieten daher eine Spezialsprechstunde an, um Patienten mit Herzrhythmusstörungen bestmöglich beraten und versorgen zu können.


Besonders wichtig sind uns eine detaillierte Erhebung der Krankengeschichte und eine gezielte Aufklärung des Patienten über seine Rhythmusstörung sowie deren  Therapiemöglichkeiten. Ergibt sich aus dem Gespräch und den vorliegenden bzw. hier durchgeführten Untersuchungen die Indikation zu einer elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) und ggf. Katheterablation, bieten wir Ihnen hierfür gerne einen Termin an. Falls Ihr Kardiologe bereits die Indikation gestellt hat, kann auch direkt ein Termin mit uns vereinbart werden.


Bitte bringen Sie mit:


Bringen Sie bitte zum vereinbarten Termin einen gültigen Überweisungsschein Ihres niedergelassenen Arztes sowie alle relevanten Befunde, wie z.B. Arztbriefe, EKGs, Langzeit-EKGs (insbesondere von Herzrhythmusstörungen), Laborbefunde etc. mit.


Nachdem Sie im Gespräch mit dem Arzt Ihre Beschwerden geschildert haben, werden die mitgebrachten Befunde analysiert. Sollten weitere Untersuchungen notwendig sein, können selbstverständlich alle derzeit verfügbaren nicht-invasiven und invasiven Untersuchungsmethoden in unserer Abteilung in Anspruch genommen werden.  

Beratung von Patienten mit angeborenen Herzrhythmusstörungen

Wir beraten in unserer Sprechstunde insbesondere auch Patienten mit angeborenen Herzrhythmusstörungen. Die Ursache dieser Erkrankungen beruht häufig auf vererbbaren Defekten in Ionenkanälen von Herzmuskelzellen oder in rhythmussteuernden Genen. In unserer Spezialsprechstunde bieten wir die klinische Abklärung betroffener Patienten und bei Bedarf auch ihrer Familienangehörigen an. Zusätzlich können molekulargenetische Untersuchungen der jeweiligen Kandidatengene veranlasst werden. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Humangegetik des Universitätsklinikums Heidelberg und mit dem Schwerpunkt für Kardiomyopathie unserer Abteilung.


Zu solchen arrhythmogenen Erkrankungen gehören:

  • Long-QT-Syndrom
  • Short-QT-Syndrom
  • Brugada-Syndrom
  • Katecholaminerge polymorphe ventrikuläre Tachykardie
  • Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomoypathie
  • Familiäres Vorhofflimmern
  • Idiopathische Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen (AV-Block, Sick-Sinus-Syndrom)

Herzschrittmacher- und Defibrillatorambulanz

Herzschrittmacher und implantierbare Defibrillatoren (ICD) sind gängige Therapieformen zur Behandlung von langsamen und schnellen Herzrhythmusstörungen. Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist eine etablierte Stimulationstherapie zur Behandlung der Herzmuskelschwäche. Bei der Abklärung von unklaren Bewusstseinsstörungen (Synkopen) kommen sogenannte implantierbare Schleifenrekorder (ILR) zum Einsatz, die in einem minimalen Eingriff unter die Haut implantiert werden.


Angebote unserer Ambulanz:


Indikationsstellung zur Implantation von:

  • Herzschrittmachern
  • Defibrillatoren (ICD)  
  • Geräten zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT)
  • Implantierbaren Schleifenrekordern (ILR= implantable loop recorder)

Nachsorge nach Implantation:

  • Routinenachsorge aller gängigen Hersteller
  • Spezialsprechstunde zu allen Fragen um die Schrittmacher- und ICD-Therapie
  • Optimierung implantierter Geräte, insbesondere CRT, auch mittels Echokardiographie
  • Indikationsstellung zur Sondenrevisionen und - extraktionen inkl. Laserextraktionen durch Experten aus der Kardiochirurgie des Herzzentrums Heidelberg
  • Telemedizinische Überwachung

 

Zur Gerätenachsorge möchten wir Sie bitten Ihren Herzschrittmacher/Defibrillator- Ausweis mitzubringen.

Elektrische und medikamentöse Kardioversion

Schnelle Herzrhythmusstörungen können mit einer Kardioversion beendet werden. Bei der elektrischen Kardioversion wird mittels eines Stromstoßes, der durch zwei Elektroden abgegeben wird, die Aktivität der Herzmuskelzellen synchronisiert. Dies verhindert die unkontrollierte Erregungsbildung und ermöglicht eine Wiederaufnahme eines geordneten Herzrhythmus. Damit der Eingriff nicht als schmerzhaft wahrgenommen wird erfolgt zuvor die Verabreichung eines kurz wirksamen, starken Beruhigungsmittels („tiefe Sedierung“).
Alternativ zur elektrischen Kardioversion kann durch die Verabreichung verschiedener antiarrhythmisch wirksamer Medikamente auch eine sog. medikamentöse Kardioversion erfolgen. Diese ist aufgrund des Anwendungsspektrums und möglicher Nebenwirkungen der Medikamente aber nicht für jeden Patienten geeignet. Aufgrund einer nur zögerlich eintretenden Wirkung kann bei der medikamentösen Kardioversion oft erst nach Stunden beurteilt werden, ob die Behandlung erfolgreich war.


Die häufigste Indikation für eine Kardioversion ist das symptomatische Vorhofflimmern. Die Entscheidung für eine elektrische oder medikamentöse Kardioversion wird dabei individuell vom Arzt mit dem betroffenen Patienten getroffen. Besteht das Vorhofflimmern schon länger als 48 Stunden, ergibt sich ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Daher muss mittels TEE (Transösophageale Echokardiografie, „Schluckecho“) ein Vorhofthrombus vor Kardioversion ausgeschlossen werden. Alternativ kann mindestens für drei bis vier Wochen vor Kardioversion eine Blutverdünnung durchgeführt werden. Über die Notwendigkeit einer dauerhaften Blutverdünnung wird Sie der Arzt individuell beraten.


Die Terminvergabe für eine Kardioversion erfolgt über unsere Rhythmusambulanz. In der Regel wird die Behandlung ambulant durchgeführt. Nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten wird Ihnen mitgeteilt ob vor dem Eingriff ein TEE (Transösophageale Echokardiografie, „Schluckecho“) erforderlich ist.
In jedem Fall möchten wir Sie bitten sich zum vereinbarten Zeitpunkt nüchtern in unserer Klinik einzufinden. Selbst wenn kein TEE erforderlich ist, kann es unter der Einwirkung des Beruhigungmittels während der elektrischen Kardioversion zu einem gefährlich Verschlucken von Flüssigkeits- oder Nahrungsresten kommen, weswegen die letzte Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff erfolgt sein darf. Nach dem Eingriff erfolgt eine 4-stündige Nachbeobachtung am Monitor. Anschließend bekommen Sie Ihre Befunde vom Stationsarzt ausgehändigt und können die Klinik wieder verlassen.


Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass aufgrund der Verabreichung der Beruhigungsmittel für 24 Stunden nach dem Eingriff eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht möglich ist. Bitte beziehen Sie dies in Ihre An- und Abreiseplanung mit ein.

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Kontakt

Heidelberger Zentrum für Herzrhythmusstörungen 


Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie

Innere Medizin III

Im Neuenheimer Feld 410

69120 Heidelberg 


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Tel.: +49 6221 56-8855

Fax: +49 6221 56-5514


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