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LESS-Technik

Laparo-Endoscopic-Single-Site-Surgery-(LESS-)Technik

In der Urologie haben laparoskopische Operationen innerhalb der letzten Jahre eine rasante Entwicklung genommen. Dabei hat die Laparoskopie viele früher offen und mit einem größeren Schnitt verbundene Operationsverfahren abgelöst.

 

So ist die laparoskopische Nephrektomie mittlerweile zum Standartverfahren geworden und hat als Erstlinientherapie Einzug genommen in die Empfehlungen der deutschen und europäischen Fachgesellschaften für Urologie. Eine konsequente Weiterentwicklung der Standard- oder konventionellen Laparoskopie, bei der noch drei bis vier Zugangswege (sog. Ports) benötigt werden, stellt die Laparo-Endoscopic-Single-Site-Surgery-(LESS-)Technik dar. Bei dieser Technik können mehrere Instrumente über nur einen Zugang (Schnitt) eingeführt werden. Abhängig von der Operation kann dieser Schnitt direkt im Bereich des Nabels oder im Bereich der Flanke liegen und ist nur 3-4 Zentimeter lang. Diese Inzision wird nicht nur für die Handinstrumente, sondern auch für die etwaige Bergung des Organs (z.B. Nephrektomie) genutzt. Dies ermöglicht nicht nur eine weitere Verbesserung des kosmetischen Ergebnisses, sondern führt auch zu einer Schmerzreduktion in der postoperativen Phase. Möglich wurde dieses Verfahren durch technische Weiterentwicklungen in der Instrumentenergonomie und der Portsysteme, die ein kollisionsfreies Arbeiten möglich machten. Die Grundprinzipien der Laparoskopie wie die CO2-Insufflation und die hochauflösende Visualisation des Operations-Situs bleiben erhalten. In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass die LESS-Technik gleich gute Resultate liefert wie die konventionelle Laparoskopie, aber die Invasivität und die Morbidität vieler Eingriffe weiter reduziert. Die Patientensicherheit ist und bleibt dabei stets oberstes Gebot. Hierbei gilt, dass mit jedem Patienten individuell besprochen werden muss, ob diese Technik bei ihm oder ihr anwendbar ist, da nicht alle Patienten aufgrund ihrer Erkrankung und ihrer Vorgesichte geeignete Kandidaten für dieses Verfahren darstellen können.

Prof. Dr. med. Stefan Duensing

Individualisierte Tumortherapie

Molekulare und Translationale Uroonkologie

Die translationale und klinische Uroonkologie erarbeitet grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung und Progression urologischer Tumoren und setzt diese in innovative Ansätze zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Prognoseabschätzung und Therapie uroonkologischer Erkrankungen um.

 

Hierzu arbeitet ein interdisziplinäres Team von molekularbiologisch und klinisch orientierten Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Stefan Duensing mit den entsprechenden Arbeitsgruppen im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT) zusammen.

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Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

Nierentumorzentrum Heidelberg

Das medizinische Leistungsniveau im Bereich Diagnostik und Therapie der Nierentumore wurde während der letzten Jahre deutlich gesteigert. Im Falle eines Nierenkrebses (bösartiger Nierentumor, Nierenzellkarzinom) stehen heute die unterschiedlichsten Therapieverfahren zur Verfügung. Dies betrifft sowohl die lokale Behandlung eines Nierentumors, als auch die medikamentöse Systemtherapie bei fortgeschrittenen Tumoren.

Um Patienten mit Nierentumoren der unterschiedlichsten Stadien optimal beraten und behandeln zu können, ist am Universitätsklinikum Heidelberg der onkologische Schwerpunkt "Bösartige Nierentumore" etabliert. Das Nierentumorzentrum im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen führt gemeinsame Sprechstunden der beteiligten spezialisierten Ärzte, insbesondere von Urologie, Nephrologie, Onkologie, Radiologie und Anästhesie. Bei entsprechenden Fragestellungen wird dieser Kreis beispielsweise um Herzchirurgen und Radioonkologen erweitert. Wissenschaftlich kooperiert das Nierentumorzentrum Heidelberg eng mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Kontakt: Frau Czech: 06221 - 56 37520. Mehr lesen ...

 

 

Nierentumore

Behandlung durch Vereisung

Durch die Verbreitung moderner Diagnoseverfahren wie der Ultraschalluntersuchung, der Computertomographie und dem MRT (Kernspintomographie) werden heutzutage Nierentumore bereits in frühen Stadien entdeckt. Vielen Patienten kann daher eine nierenerhaltende Therapie angeboten werden. Eines der schonendsten und minimalinvasivsten Verfahren zur Therapie bösartiger Nierentumore ist die Kryotherapie (Vereisungsbehandlung. Kandidaten für dieses Verfahren sind Patienten mit einer Tumorgröße unter 4 cm. Vor allem für Patienten mit anderen Begleiterkrankungen, die ansonsten ein erhöhtes Operationsrisiko (Nierenteilresektion) darstellen, hat die Urologische Universitätsklinik Heidelberg damit eine gute und validierte Therapie etabliert. Mehr lesen ...

 

 

Mehr Sicherheit

Das "Heidelberger Tumornachsorgeprogramm"

Für den einzelnen Patienten ist nach der erfolgreichen Behandlung einer Krebserkrankung die konsequente Nachsorge mittels regelmäßiger Kontrolluntersuchungen sehr wichtig. Einerseits kann so ein Rückfall möglichst früh erkannt und therapiert werden. Andererseits können die behandelnden Ärzte aus einer großen Anzahl solcher Verlaufskontrollen neue Erkenntnisse über die Krankheit und die Effektivität der Behandlung gewinnen. Dieses Wissen kommt vor allem zukünftigen Patienten zugute, aber auch die aktuelle Therapie kann in Einzelfällen davon profitieren. Mehr lesen ...

 

 

Neoadjuvante Behandlung des Nierenzellkarzinoms mit Sorafenib (Nexavar)

Die PREST-Studie

Hintergrundinformationen:
Die Mehrheit der Patienten mit Nierenkarzinom kann durch eine rechtzeitige Entfernung der tumortragenden Niere bzw. einer Tumorentfernung geheilt werden. Das Nierenkarzinom ist jedoch eine bösartige Erkrankung mit der Eigenschaft, frühzeitig und oft zunächst auch für die Ausbreitungsdiagnostik noch unbemerkt, Tochtergeschwülste auszubilden. Es liegt daher nahe, bei Patienten mit hohem Risiko des Voranschreitens des Nierenkarzinoms so früh wie möglich die Unterdrückung von Tumorwachstum und Metastasenbildung zu versuchen. Das kann mit Hilfe von Arzneimitteln realisiert werden, die bereits ihre Wirksamkeit und Sicherheit in klinischen Studien bei Bekämpfung von bereits ausgebildeten Metastasen gezeigt haben, beispielsweise mit dem Medikament Nexavar. Der antitumoralen Wirkung des Nexavar kann hierbei vermutlich sein wesentlicher Wirkmechanismus zugute kommen: die Hemmung von Faktoren (HIF-1 und HIF-2), die es dem Tumor ermöglichen neue Blutgefäße auszubilden und somit weiter zu wachsen. So soll eine Hemmung des Tumorwachstums erreicht werden. Mehr lesen ...

 

-> Studie abgeschlossen

ARISER- Studie

Phase III Studie zur Therapie des klarzelligen Nierenzellkarzinoms
Randomisierte Studie zur adjuvanten Therapie des klarzelligen Nierenzellkarzinoms mit dem Antikörper cG250 (ARISER- Studie) richtet sich an alle Patienten mit einem klarzelligen Nierenzellkarzinom, bei denen der Tumor operativ entfernt wurde und bei denen keine Fernabsiedelung (Metastasierung) des Tumors vorliegt. Aufgrund des vorliegenden Risikoprofils, welches sich während der Operation und in der nachfolgenden Feingewebsuntersuchung zeigt, besteht jedoch möglicherweise ein erhöhtes Risiko für ein Rezidiv (Neuauftreten) des Nierenzellkarzinoms. Ziel dieser randomisierten verblindeten Phase III Studie ist die Beurteilung der Wirksamkeit einer adjuvanten Therapie mit dem Antikörper cG250 (Rencarex®) im Vergleich zum Placebo, um ein mögliches Rezidiv des Tumors zu vermeiden. mehr ...

 

-> Studie abgeschlossen

Tumore des hinteren Bauchraums

Tumore von Niere, Nebenniere, Lymphknoten und Sarkome

Die Tumore des hinteren Bauchraums (Retroperitoneum) können in vielen Varianten auftreten. Es kann sich um kleine nur wenige Zentimeter große Zufallsbefunde handeln oder um große mehrere Kilo schwere Geschwülste, die umgebende Organe infiltrieren und bis in den Vorhof des Herzens vorwachsen können. Interdisziplinäre onkologische Kompetenz und modernste apparative Austattung erlauben ein stadiengerechtes Vorgehen.

 

Minimal-invasive Chirurgie

Endoskopische Operationsverfahren

Diagnostische und therapeutische Verfahren, ohne Schnitt über Spiegelinstrumenten (Endoskopen) durchgeführt, wurden erstmals in kleinem Rahmen im vorletzten Jahrhundert in der Urologie angewendet. Heutzutage kommen an der Urologischen Uniklinik Heidelberg diese minimal-invasiven Techniken für Eingriffe an Nebenniere, Niere, Harnleiter, Blase, Prostata und Harnröhre zum Einsatz.  Mehr lesen...

 

Minimal-invasive Urologie

Laparoskopisches Instrumentarium

Minimal-invasive Operationstechniken haben in den letzten Jahren die klinische Urologie revolutioniert. Routinemäßig werden heute Erkrankungen von Nebenniere, Niere, Harnleiter, Blase und Prostata mittels Bauchspiegelung ohne Schnitt durchgeführt. Voraussetzung dafür ist die Austattung mit modernstem Instrumentarium. Besondere Möglichkeiten eröffnet in diesem Zusammenhang der Einsatz der DaVinci computerassistierten Laparoskopie.

 

Tumorchirurgie IV

Herz-Lungen Maschine

Tumore der Niere oder der Nebenniere können in fortgeschrittenen Stadien über die untere große Hohlvene (Vena cava inferior) bis in den Vorhof des Herzens wachsen. Die Operation dieser Tumore wird an der Universitätsklinik Heidelberg gemeinsam von der Urologischen Klinik und der Klinik für Herzchirurgie durchgeführt. Falls notwendig kann hierbei die Funktion des Herzens vorüber gehend durch die Herz-Lungen Maschine übernommen werden.

 

Tumorchirurgie I

Argon-Plasma Coagulation (APC)

Das Argonplasma-Koagulationsgerät wird im medizinischen Umgangsdeutsch häufig einfach "Argonbeamer" genannt. Seine zwei entscheidenden Funktionen sind Blutstillung und Gewebedevitalisierung. Damit kommt der Argonbeamer in der Urologie vor allem bei der nierenerhaltenden Chirurgie von Nierentumoren und bei der Operation von großen Tumoren des hinteren Bauchraums (Retroperitoneum) zum Einsatz. Mehr lesen...

 

Tumorchirurgie II

Saphir-Koagulator

Der Saphir-Koagulator kann zum sicheren Verschluß kleiner Blutgefäße von Wundflächen in Niere, Muskeln, Milz und Leber eingesetzt werden. Das Wirkprinzip ist einfach: ein zeitlich gesteuerter intensiver Lichtimpuls dringt einige Millimeter tief in das blutende Gewebe ein, wird dort absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die lokale Wärmeentwicklung aktiviert die Blutgerinnung und verklebt die Öffnungen kleiner Blutgefäße.