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Operative Schmerztherapie und periphere Nervenschäden

 

 

Neurochirurgische Schmerztherapie und periphere Nervenschäden – was ist das?

Neurochirurgische Schmerztherapie und periphere Nervenschäden – was ist das?
Schmerzen sind ein wichtiges Warnsignal des Körpers und weisen auf drohende oder eingetretene Schädigung hin. Schmerzen sind somit eigentlich etwas sehr Gutes: Sie bewahren den Menschen vor weiter fortschreitenden und schweren Verletzungen. Werden diese behandelt und die Schmerzursache behoben, vergeht auch der Schmerz – eigentlich.
Denn lange anhaltende und intensive Schmerzen neigen zur Chronifizierung. Dabei verliert der Schmerz seine nützliche warnende Funktion und bleibt auch dann bestehen, wenn die eigentliche Ursache längst verheilt ist. Das Gehirn hat ein Schmerzgedächtnis ausgebildet und die Nerven senden das Signal „Schmerz“, obwohl es keine körperliche Ursache mehr gibt. Der Schmerz an sich wird dann zur Krankheit. In diesen Fällen kann eine gezielte neurochirurgische Operation weiterhelfen. Hierbei werden spezielle Verfahren zur gezielten Behandlung von Schmerzen eingesetzt, damit das Schmerzsignal endlich unterbrochen wird.

Wir behandeln u. a. folgende Schmerzerkrankungen:
  • Chronisches Schmerzsyndrom: Bein-/Rückenschmerz, Bandscheibenvorfall, Schmerzzustände nach Operationen am Rücken (Failed Back Surgery Syndrome (FBSS))
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen (Ischämieschmerzen), z. B. bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), Angina pectoris
  • Spastik, z. B. als Folge von Multipler Sklerose (MS), Stiff-Person-Syndrom (SPS)
  • Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
  • Schmerzhafte Nervenerkrankungen
  • Phantomschmerzen
  • Trigeminusneuralgie/-neuropathie, Migräne, Cluster-Kopfschmerz sowie weitere Formen von Gesichtsschmerz

 

So behandeln wir Schmerzen und periphere Nervenschäden.

Seit Jahrzehnten gehört die Diagnostik und operative Behandlung chronischer Schmerzzustände zu den Spezialgebieten der Neurochirurgischen Klinik in Heidelberg. Einige der heute weltweit eingesetzten OP-Verfahren wurden bei uns entwickelt oder erstmals erfolgreich eingesetzt. So implantierten wir vor mehr als zwanzig Jahren als eine der ersten Kliniken einstellbare Medikamentenpumpen zur gezielten Schmerzbehandlung. Unsere Neurochirurgen greifen heute auf alle etablierten Operationstechniken zurück und können im Bedarfsfall auch spezielle operative Maßnahmen zeitnah anbieten. So ist die Implantation von modernen und kostenintensiven Systemen wie Neurostimulatoren oder Medikamentenpumpen bei uns mit sehr kurzen Wartezeiten verbunden – in der Regel vergehen weniger als drei Wochen.



Jeder Schmerz ist anders – für jeden Schmerz die richtige OP-Methode.

Umfassende bildgebende Diagnostik, ein jederzeit einsatzbereites  Kernspinn-Gerät und modernste OP-Navigationssysteme ermöglichen eine hohe Präzision bei der Planung und Ausführung  unserer Eingriffe. So können auch Operationen an sensiblen Regionen, etwa im Bereich der Wirbelsäule, risikoarm durchgeführt werden. Auch nutzen unsere Operateure bei fast jedem Eingriff besonders schonende, minimal-invasive Eingriffstechniken. Durch die Kombination verschiedener Behandlungsmethoden können unsere Neurochirurgen eine Vielzahl komplexer Schmerzzustände optimal behandeln. Dabei kommen in Heidelberg folgende Verfahren zur Anwendung:

  • Operative Freilegung und Neurolysen: Nervenentlastende Eingriffe, z. B. bei Verwachsungen oder bei einem Nervenkompressionsyndrom
  • Rückenmarkstimulation (SCS): Minimal-invasive Einbringung einer feinen Elektrode in einen bestimmten Bereich des Rückenmarks. Über ein externes Programmiergerät können Impulsdauer, Frequenz und Stromstärke eingestellt und angepasst werden.
  • Periphere Nervenstimulation (PNS): Minimal-invasive Implantation einer Elektrode am betreffenden, den Schmerz vermittelnden Nerv.
  • Tiefe Hirnstimulation (DBS): Einbringung von ein oder zwei feinen Elektroden in das Gehirn, etwa zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen.
  • Motorkortexstimuation: Anlage einer oder mehrerer Elektroden auf die Gehirnoberfläche, die die Bewegung des schmerzhaften Körperteils steuern
  • Intrathekale Arzneimittelinfusion (Medikamentenpumpe): Implantation einer programmierbaren Medikamentenpumpe, die über einen dünnen Schlauch (Katheter) gering dosierte Schmerzmedikamente in den Flüssigkeitsraum um das Rückenmark abgibt
  • Thermokoagulation: Gezielte Verödung der Schmerz vermittelnden Nerven und Nervenknoten mittels einer speziellen Hitzesonde
  • Mikrovaskuläre Dekompression (OP nach Janetta): Mikrochirurgische Beseitigung krankhafter Kontaktstellen zwischen Blutgefäßen und Hirnnerven, die zu Nervenschmerzen und Krämpfen, vor allem im Gesichtsbereich, führen

 

Interdisziplinärer Wissenstransfer bei Schmerzkonferenzen.

Als hochqualifizierte Experten wissen unsere Ärzte, wie wichtig die interdisziplinäre Zusammenarbeit für eine optimale Schmerzbehandlung ist. In zweiwöchentlich stattfindenden Schmerzkonferenzen tauschen wir uns mit niedergelassenen und klinisch tätigen Kollegen unterschiedlicher Fachrichtungen aus und besprechen die Behandlung besonders komplexer Fälle. Die Schmerzkonferenzen werden in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Mannheim sowie dem Heidelberger Schmerzzentrum der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. organisiert.

Sorgfältige OP-Nachsorge mit konstanten Ansprechpartnern.

Gerade bei Operationen zur Schmerzbehandlung ist eine sorgfältige Nachsorge wichtig. Je nach Art des Eingriffs bestellen wir unsere Patienten zu regelmäßigen Nachuntersuchungen ein. Dabei überprüfen wir die korrekte Lage und Funktion eingesetzter Implantate. So können etwa Neurostimulatoren neu und optimal eingestellt oder das Reservoir von Medikamentenpumpen wiederaufgefüllt werden. Die Nachsorge übernimmt dabei in aller Regel der behandelnde und damit bereits bekannte Arzt.


Das zeichnet uns aus:

  • Langjährige Erfahrung und hohe Expertise bei neurochirurgischen Eingriffen zur Schmerzbehandlung
  • Überdurchschnittliche Ausstattung mit moderner OP-Technologie (intraoperatives CT und MRT, OP-Navigation) und rasche Verfügbarkeit modernster schmerzmodulierender Implantate (Neurostimulatoren, Medikamentenpumpen)
  • Hohe interdisziplinäre Vernetzung mit dem Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg sowie mit niedergelassenen und klinisch tätigen Experten für Schmerztherapie
  • Minimal-invasive Eingriffe gehören bei uns zum Standard

Spezialisten

Priv. Doz. Dr. med. Rezvan Ahmadi

Sektionsleiterin operative Schmerztherapie

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Dr. med. Martin Jakobs, Assistenzarzt

Spezialgebiet: Operative Schmerztherapie, Stereotaxie

Dr. med. Christiane Geist

Fachärztin für Anästhesiologie

Schmerzmedizin

Terminvereinbarung Spezialsprechstunde Neurochirurgische Schmerztherapie und Erkrankungen der peripheren Nerven

Einen Termin in der Spezialsprechstunde können Sie montags, mittwochs und freitags telefonisch oder per E-Mail in der Zentralambulanz vereinbaren.

Zentralambulanz:
Tel.: 06221 56-6307
Opens window for sending emailE-Mail

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Einen Termin in unseren Spezialsprechstunden können Sie von Montag bis Freitag telefonisch oder per E-Mail in der Zentralambulanz vereinbaren.

Tel.: 06221 56-6307
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Spezialistin

Priv. Doz. Dr. med. Rezvan Ahmadi
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Adresse und Anreise

Neurochirurgische Universitätsklinik
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Initiates file downloadAnfahrtsplan (PDF)