Allgemeine Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Organerhaltende Operationsverfahren

 

In der Universitätsfrauenklinik haben wir uns grundsätzlich auf moderne minimalinvasive - auch Schlüssellochchirurgie genannte - Operationsverfahren spezialisiert und führen jährlich mehr als 1000 dieser Eingriffe durch.

Bei der überwiegenden Mehrheit unserer Patientinnen können wir Myome minimalinvasiv ohne großen Bauchschnitt operieren. Dabei können in den meisten Fällen die Myome ausgeschält werden, ohne die Gebärmutter ganz entfernen zu müssen. 

 

Für unsere Patientinnen bedeutet dies weniger Schmerzen, weniger Verwachsungen, weniger Blutverlust und bessere Ergebnisse ohne Bauchschnitt. Auch der Klinikaufenthalt verkürzt sich um einige Tage.

 

Die Myomenukleation

Die Myomausschälung ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem nur die Myome entfernt werden und die Gebärmutter erhalten bleibt. Je nach Lage und Größe können verschiedene Zugangswege gewählt werden, um das Myom auszuschälen. Diese werden im Folgenden kurz erläutert. 

 

Hysteroskopische Myomentfernung (Enukleation)

Bei der hysteroskopischenMyomresektion erfolgt die Entfernung der Myome im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie).

Der operative Zugang wird über die Scheide gewählt. Dieses minimalinvasive Verfahreneignet sichprimär bei Myomen in der Gebärmutterhöhle (submuköse Myome).

Die Hysteroskopie ist ein sehr schonendes Verfahren und wird in der Regel als ambulanter Eingriff durchgeführt.

Laparoskopische Myomentfernung (Enukleation) *

 

 
 
 

Die Entfernung per Bauchspiegelung eignet sich vor allem für Myome, die in der Muskulatur (intramurale Myome) sitzen oder sich größtenteils an der Außenseite der Gebärmutter befinden (subseröse Myome).

Durch mehrere kleine Hautschnitte (0,5- 1,5cm) werden eine spezielle Optik sowie Operationsinstrumente in die Bauchhöhle eingebracht. Um operieren zu können, wird der Bauchraum vorher mit Kohlendioxidgas aufgedehnt. Die Myome werden aus der Gebärmutter herausoperiert und die entstehenden Wunden durch eine Naht verschlossen.

Dieses minimalinvasive Verfahren bietet den Vorteil der raschen Genesung, verbunden mit einem kurzen stationären Krankenhausaufenthalt sowie ein geringeres Risiko für Verwachsungen und geringere Schmerzen nach dem Eingriff im Vergleich mit dem Bauchschnitt (Laparotomie).

Myomentfernung durch einen Bauchschnitt

In seltenen Fällen, bei ungünstiger Lage und Größe der Myome kann ein Bauchschnitt (Mini-Laparotomie) notwendig sein. Die Myomenukleation erfolgt überlicherweise über eine Pfannenstiellaparatomie (Querschnitt an der Schamhaargrenze).

Falls die Myome die ganze Gebärmutterwand einnehmen oder tief in die Muskelschicht eingewachsen sind, wird die Gebärmuttermuskulatur anschliessend genäht und adaptiert.

 

 

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