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Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie

Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Immunologie

Für die Verbesserung des Verständnisses der Erkrankungen unserer Patienten und für die Entwicklung neuer Therapiestrategien bauen wir auf das Konzept der personalisierten Medizin. Diesem Schlagwort liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die konventionell definierten bösartigen Erkrankungen sich in ihrer molekularen Grundlage in ausgesprochen heterogene Gruppen unterscheiden lassen. Dabei können die so definierten Unterschiede den allergrößten Einfluss auf die erforderliche Therapie und damit auch auf die Behandlungsaussichten haben. Wir wissen heute, dass es darauf ankommt, nicht nur den erkrankten Menschen ganz persönlich zu nehmen, sondern auch die Individualität seiner Erkrankung zu erkennen und dies für eine möglichst individualisierte Therapie zu nutzen. Um hier zum Ziel zu kommen, setzen wir subtile molekulare und immunologische Analyseverfahren ein, die es erlauben, einen ganz individuellen quasi personalisierten Fingerabdruck der Erkrankung abzubilden. Um die Erkenntnisse aus dieser vertieften Diagnostik in neue Behandlungsstrategien zu übersetzen, haben wir präklinische Modelle entwickelt und Opens internal link in current windowklinische Studien für unsere Patienten initiiert.

 


Opens internal link in current windowLeukämien

Bei den Leukämien handelt es sich um die häufigsten bösartigen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters, so dass Patienten mit Leukämien einen wichtigen Fokus sowohl unserer Arbeit in der Krankenversorgung als auch in der Forschung bilden. Unsere wissenschaftlichen Bemühungen haben wir dabei insbesondere auf eine Subgruppe der Leukämien gerichtet, die als T-lymphoblastischeLeukämien (T-ALL) bezeichnet werden. Bei dieser Erkrankungsgruppe konnten wir molekulare Fingerabdrücke identifizieren, die zum einen ein besonders gutes Ansprechen auf die Behandlung oder auch ein ungünstiges Ansprechen signalisieren. Unsere aktuellen Projekte zielen zum einen darauf, diese Fingerabdrücke so weit zu verfeinern, dass wir die Behandlung künftig besser personalisieren können. Zum anderen interessiert uns die Frage, wie sich T-ALLs im Rückfall von der Ersterkrankung unterscheiden. So wollen wir verstehen, warum es bei einigen Patienten zur Therapieresistenz kommt, und vor allem auch, wie wir diese Therapieresistenzmechanismen stören können, um doch noch zu einer erfolgreichen Behandlung zu kommen.

 


Opens internal link in current windowHirntumore  

Trotz aller Fortschritte in der Behandlung von Hirntumoren des Kindes- und Jugendalters durch Intensivierung der Chemotherapie und durch verbesserte Bestrahlungsprotokolle, gibt es weiterhin viele Patienten, die einen Rückfall erleiden und dann besonders schwer behandelbar sind, oder unter Therapie-bedingten Langzeitnebenwirkungen leiden. In der Sektion Pädiatrische Hirntumore werden alle Kinder- und Jugendlichen mit Tumoren des Gehirns und Rückenmarks auf höchstem Niveau und nach den besten medizinischen Standards versorgt. Durch unsere wissenschaftlichen Vorarbeiten auf diesem Gebiet, ist es uns ein besonderes Anliegen, neueste Erkenntnisse zu den molekularen Ursachen von kindlichen Hirntumoren, zur Risikoabschätzung und deren Behandlungserfolgen in neue individualisierte und zielgerichtete Therapiekonzepte zu übersetzen. Im Rahmen einer Sprechstunde zur personalisierten Therapie werden Patienten mit Hirntumoren, die nach einer Standardtherapie einen Rückfall oder ein Fortschreiten der Erkrankung trotz Therapie erleiden, interdisziplinär von einem Team aus erfahrenen Ärzten und Wissenschaftlern individuell beraten.

 

 

Opens internal link in current windowNeuroblastome

Das Neuroblastom ist durch eine sehr heterogene klinische Manifestationen charakterisiert, die von spontaner Rückbildung ohne Behandlung bis hin zu aggressiv und behandlungsresistenten Erkrankungsverläufen reichen. Unsere Forschung konzentriert sich auf sogenannte epigenetische Therapieansätze, die das Ziel verfolgen, fehlgesteuerte Differenzierungs-, Überlebens-, und Selbsterneuerungsprogramme  in Neuroblastomzellen pharmakologisch zu reprogrammieren. Hierzu charakterisieren wir die Funktion der Familie der Histondeacetylasen und entwickeln neue selektive Inhibitoren vom Labor bis in die klinische Anwendung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung von onkolytischen Parvoviren zur Behandlung des Neuroblastoms.

 

 

 

Opens internal link in current windowOsteosarkome 

Das Osteosarkom ist der häufigste maligne Knochentumor im Kindes- und Jugendalter und zeichnet sich durch ein aggressives Wachstum, eine hohe Metastasierungs- und Rezidivneigung, sowie ein variables Ansprechen auf herkömmliche Therapien aus. Trotz intensiver Bemühungen konnte in den letzten Jahren auch international keine signifikante Verbesserung der Behandlungsergebnisse erreicht werden. Im Gegensatz zu vielen anderen pädiatrischen malignen Erkrankungen. Wir entwickeln in präklinischen Modellen und in einer klinischen Studie den Einsatz neuer Bestrahlungsarten wie der Schwerionen- oder Protonenradiotherapie, sowie die Kombination von Strahlentherapie mit epigenetisch wirksamen Substanzen. Wir hoffen, dadurch neue und verbesserte Therapiestrategien auf den Weg bringen zu können, die auch bisher nicht erfolgreich behandelbaren Patienten helfen können. 

 

 

Opens internal link in current windowAnämien und nicht maligne BlutkrankheitenAnämien und nicht maligne Blutkrankheiten

Die nicht malignen Blutkrankheiten umfassen sowohl angeborene als auch erworbene Krankheiten der roten Blutkörperchen (Blutarmut, Anämien), der weißen Blutkörperchen (Erkrankungen des Immunsystems) und der Blutplättchen (Störungen der Blutgerinnung). Zu den seltenen Anämien zählen neben den eigentlich seltenen Erkrankungen auch angeborene Blutkrankheiten wie die Sichelzellerkrankung oder die Thalassämie. Diese werden bezogen auf die Weltbevölkerung als häufigste Erbkrankheiten überhaupt gerechnet, treten aber in Mitteleuropa fast ausschließlich bei der eingewanderten Bevölkerung auf und gelten deshalb als seltenen Anämien.

 

Opens internal link in current windowEisenstoffwechselkrankheiten

Eisenstoffwechselerkrankungen werden sowohl durch Eisenmangel, als auch durch Eisenüberschuss hervorgerufen. Wissenschaftlich sind in letzter Zeit die hereditären Erkrankungen des Eisenstoffwechsels in den Vordergrund getreten. Am einen Ende des Spektrums entsteht dabei häufig ein funktioneller Eisenmangel meist mit Anämie, was die Lebensqualität der Patienten vermindert und die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt. Die zu Grunde liegenden genetischen Ursachen dieser Erkrankungen sind häufig schwer zu diagnostizieren und bedingt durch das Fehlen diagnostischer Strategien nur schwer zu behandeln. Am anderen Ende des Spektrums kommt es zu Hereditären Hämochromatosen, die vor allem durch Mutationen in Genen verursacht werden, die in der Leber exprimiert werden.  Unsere Forschungsarbeiten fokussieren sich auf die Entdeckung neuer Gene mit einer Schlüsselrolle im Eisenstoffwechsel, die Identifizierung von molekularen Mechanismen, die den Eisenhaushalt balancieren und die Entwicklung von Tiermodellen, die es erlauben die pathogenetische Zusammenhänge zu verstehen.

 


Opens internal link in current windowMolekulare Medizin

Molekular-medizinisches Verständis von Krankheiten ist wichtig bei der Entwicklung neuer Therapiekonzepte. Der interdisziplinäre Charakter der Forschergruppen führt zu einem tiefen Verständnis von Krankheit und Therapie.

 

 

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