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Pressemitteilung 2017/10 vom 26.01.2017

Ein ausgezeichnetes Jahr für den Heidelberger Medizin-Campus

Neujahrsempfang 2017 (v.l.): Zentrumssprecher der Medizinischen Klinik Professor Dr. Hugo Katus, Dekan Professor Dr. Wolfgang Herzog, Leitender Ärztlicher Direktor Professor Dr. Guido Adler, Pflegedirektor Edgar Reisch, Kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan und Stellvertretender Ärztlicher Direktor Professor Dr. Matthias Karck.
Neujahrsempfang 2017 (v.l.): Zentrumssprecher der Medizinischen Klinik Professor Dr. Hugo Katus, Dekan Professor Dr. Wolfgang Herzog, Leitender Ärztlicher Direktor Professor Dr. Guido Adler, Pflegedirektor Edgar Reisch, Kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan und Stellvertretender Ärztlicher Direktor Professor Dr. Matthias Karck.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Neujahrsempfang 2017 des Universitätsklinikums Heidelberg: Positives Jahresergebnis 2016 / Erfolgreiche Kooperationen ausgebaut / Investitionen in neue Bauten und Technologien / Dank gilt Mitarbeitern, Partnern und Förderern


Beim Neujahrsempfang am 25. Januar 2017 blickte der Vorstand des Universitätsklinikums Heidelberg auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück. Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen, Universität und Heidelberger Forschungseinrichtungen waren der Einladung in die Medizinische Klinik gefolgt und konnten durch die Glasfassade einen Meilenstein des Jahres 2016 in direkter Nachbarschaft sehen: Der Neubau der Chirurgischen Klinik wird den Heidelberger Klinikring 2018 schließen, Richtfest wurde im April gefeiert. "Wir investieren in Bauten, Infrastruktur und neuste Technologie. Nur so kann moderne Patientenversorgung, Forschung und Lehre gelingen", sagte Prof. Dr. Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender. "Unser Dank gilt unseren Partnern und den großzügigen Förderern, ohne die wir diese mutigen Schritte nicht wagen könnten." So bildet die bislang größte Spende der Dietmar Hopp Stiftung in Höhe von 20 Millionen Euro die Basis für den Bau eines Kindertumorzentrums neben der Kinderklinik und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen, in dem in Kooperation mit dem DKFZ Krankenversorgung und Forschung unter einem Dach vereint sein werden.

 

"Ich danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großer Expertise und Engagement die Patienten betreuen und die Schritte hin zum Campus der Zukunft mitgehen und mitgestalten", so Adler, dessen Amtszeit Ende Mai enden wird. Er begrüßte, dass ab Juni Professorin Annette Grüters-Kieslich als seine Nachfolgerin von der Berliner Charité nach Heidelberg kommen wird. "Die Zukunft des Universitätsklinikums Heidelberg liegt in guten Händen eines erfahrenen Gesamtvorstands." Das mit mehr als 12.800 Mitarbeitern drittgrößte Universitätsklinikum in Deutschland ist mit der Medizinischen Fakultät eine der führenden medizinischen Forschungseinrichtungen in Deutschland. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten vollstationär, 56.000 mal Patienten teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt.

 

Ein ausgeglichenes Jahresergebnis konnte die Kaufmännische Direktorin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Irmtraut Gürkan verkünden. "Ein solches Ergebnis ist bei den gegebenen finanziellen und politischen Rahmenbedingungen nicht einfach zu erreichen. Unsere Strategie der Kooperationen hat sich bewährt." Gemeinsam mit kleineren Häusern kann Patienten wohnortnah von einfachen Eingriffen bis hin zur universitären Maximalversorgung das gesamte Spektrum angeboten werden. Im Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum wurden mit Heidelberger Expertise im ersten Jahr des klinischen Betriebs 170 Patienten behandelt. Auf dem Heidelberger Campus habe man in neuste Technik investiert. So ermöglicht das Radiochirurgiesystem Cyberknife eine hochpräzise Bestrahlung von Krebspatienten. Die vollautomatisierte Laborstraße zur schnellen und sicheren Diagnostik von Keimen ist eine Premiere an einer deutschen Universitätsklinik. "Hier arbeiten wir mit erfahrenen Partnern aus der Industrie erfolgreich zusammen", so Gürkan. Der Campus boomt, jetzt muss die Erreichbarkeit dringend verbessert werden. "Mit der Notfallzufahrt, die Rettungswagen bei extremem Verkehrsstau nutzen, konnten wir hier gemeinsam mit der Stadt einen ersten Erfolg erzielen. Weitere Schritte müssen jetzt folgen."

 

Erfolgreiche Berufungen und bedeutende Auszeichnungen

 

Auch für die Medizinische Fakultät war 2016 ein ausgezeichnetes Jahr. Renommierte Wissenschaftler wurden mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, z.B. der Virologe Prof. Dr. Ralf Bartenschlager mit dem Lasker Award. Außerdem hat Bartenschlager 2016 einen neuen Sonderforschungsbereich zu Hepatitis-Infektionen eingeworben. Der Neuropathologe Prof. Dr. Andreas von Deimling erhielt den Deutschen Krebspreis, der Medizinhistoriker Prof. Dr. Wolfgang Eckart und der Tropenmediziner Prof. Dr. Thomas Junghanss das Bundesverdienstkreuz sowie der Tumorpathologen Dr. Georg Gdynia den Landesforschungspreis für angewandte Forschung, um nur eine Auswahl zu nennen.

 

"Wir freuen uns ganz besonders über die erfolgreichen Berufungen des vergangenen Jahres, die dazu beitragen, dass Heidelberg weiterhin national und international mit an der Forschungsspitze steht", sagte der Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg, Prof. Dr. Wolfgang Herzog. So hat Prof. Dr. Dr. Till Bärnighausen die Alexander von Humboldt-Professur - die höchstdotierte Stiftungs-Professur in Deutschland - für Global Health angetreten. Prof. Dr. Carsten Müller-Tidow wird ab Februar 2017 die Hämatologie in Heidelberg leiten. Prof. Dr. Jürgen Bauer hat die Robert-Bosch-Stiftungsprofessur für Geriatrie übernommen. "Ein neuer Schub für die Weiterentwicklung einer zukunftsweisenden Geriatrie in der Wissenschaftsstadt Heidelberg", erklärte Herzog. Seit Januar 2016 leitet außerdem Prof. Dr. Svenja Taubner das neu benamte Institut für Psychosoziale Prävention.

 

Neue Mitarbeiter gewinnen, bewährte Kräfte halten, Nachwuchs ausbilden

 

Pflegedirektor Edgar Reisch betonte, dass die Personalsituation noch gut sei. Hier befinde sich das Universitätsklinikum im Vergleich zu anderen Kliniken noch in einer komfortablen Situation. Ursache hierfür sei sicherlich, dass das Klinikum an der Akademie für Gesundheitsberufe eigenen Nachwuchs in zwölf Berufen aus- und fortbildet. Die Mitarbeiter - und damit das Klinikum - profitieren von vier staatlich anerkannten Fachweiterbildungen sowie einem umfangreichen Fortbildungsprogramm. 2016 blieb kein Ausbildungsplatz unbesetzt. Rund 70 Prozent der Absolventen werden vom Universitätsklinikum übernommen.

 

"Es wird jedoch zunehmend schwierig, im Bereich Pflege adäquates Personal zu finden", so Reisch. Deshalb starte man 2017 eine umfassende Informations-Kampagne zur Gewinnung neuer Pflegekräfte; einen ersten Vorgeschmack lieferte Reisch per Trailer: "Das Image des Pflegeberufs muss verbessert werden. Wir haben am Universitätsklinikum Heidelberg sehr viel zu bieten."

 

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