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Pressemitteilung 2014/86 vom 26.06.2014

Neue Struktur im ärztlichen Bereitschaftsdienst für Kinder und Jugendliche

Gemeinsame Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg


Die Notfallpraxis für Kinder und Jugendliche in Heidelberg bezieht neue Räumlichkeiten. Ab Dienstag, 1. Juli 2014, ist dieser Notdienst der niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte unter dem Dach des Universitätsklinikums Heidelberg, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Im Neuenheimer Feld 430, 69120 Heidelberg, zu finden, nicht mehr in der Alten Eppelheimer Straße 35. Die Notfallpraxis für Kinder- und Jugendliche übernimmt den ärztlichen Bereitschaftsdienst für den gesamten Rhein-Neckar-Kreis bis auf die Region um Eberbach. Über den zentralen Eingang der Kinderklinik erreichen die Patienten die Räume, die am Abend und am Wochenende für die Kinder-Notfallpraxis genutzt werden. Tagsüber befindet sich dort die Ambulanz der Kinderklinik.

 

Die Kinder-Notfallpraxis ist am Mittwoch von 16 bis 22 Uhr geöffnet und samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 22 Uhr. An den anderen Wochentagen und in den Nachtstunden übernehmen Kinderärzte des Universitätsklinikums Heidelberg den Dienst. Das Angebot deckt die Hauptzeiten ab, in denen die Arztpraxen im Stadtgebiet und Umland üblicherweise geschlossen sind. Da es sich um eine Versorgung für Notfälle handelt, können die Eltern mit ihren Kindern ohne Voranmeldung in die Notfallpraxis kommen.

 

"Wir freuen uns, dass wir den Umzug realisieren und künftig mit dem Universitätsklinikum zusammenarbeiten können. Der Umzug reiht sich nahtlos in unsere Reform des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ein, die wir gerade im gesamten Land durchführen. Denn ein Element unserer Reform besteht in zentralen Notfallpraxen an Krankenhäusern", begrüßt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Dr. Johannes Fechner, den Umzug. 

 

Für das Universitätsklinikum ist der Umzug der Kinder- und Jugendlichen-Notfallpraxis ein wichtiger Schritt in der Zusammenarbeit zwischen dem stationären und dem ambulanten Sektor. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit", so der Geschäftsführende Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Georg Hoffmann. Er ergänzt: "Zum einen ist die Zuordnung nun für die Eltern einfacher. Kinder-Notfälle werden generell in unserem Kinderzentrum versorgt, und ob dies durch einen niedergelassenen Kollegen oder durch unser eigenes Team geschieht, ist für die besorgten Eltern zunächst einmal nebensächlich. Außerdem versprechen wir uns davon eine gewisse Entlastung, denn nun ist klar geregelt, zu welchen Zeiten wir die jungen Patienten an die Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte verweisen können".

 

Der Notfalldienstbeauftragte der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Bernhard Greiner aus Heidelberg, freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Ärzten im Krankenhaus. "Wir niedergelassenen Ärzte arbeiten im Krankenhaus eng mit den Kollegen dort zusammen und haben eine deutlich bessere Infrastruktur zur Verfügung als bisher. Und wenn sich herausstellt, dass ein Patient stationär behandelt werden muss, ist er gleich am richtigen Ort. Außerdem freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Klinik, mit denen wir auch einmal einen schwierigen Fall beraten und uns austauschen können."

 

Dr. Fechner bedankt sich ausdrücklich bei den Verantwortlichen der baden-württembergischen Krankenhäuser für deren Engagement bei der Einrichtung der Notfallpraxen.

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