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Pressemitteilung 2019/12 vom 07.02.2019

Medizin am Abend: Das Kreuz mit dem Kreuz - Prävention und Behandlung von Rückenleiden

Privatdozent Dr. Michael Akbar, Leiter des Wirbelsäulenzentrums der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg.
Privatdozent Dr. Michael Akbar, Leiter des Wirbelsäulenzentrums der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Auch die Wirbelsäule altert: Verschleiß, Muskelabbau und jahrelange Fehlhaltungen können Schmerzen, Bewegungseinbußen oder Erkrankungen wie Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose nach sich ziehen. Was dann hilft, wann operiert werden muss und wie man seinen Rücken fit und funktionsfähig hält, erläutert der Wirbelsäulenexperte Privatdozent Dr. Michael Akbar bei Medizin am Abend am 13. Februar.


Wer es "im Kreuz hat", ist alles andere als allein: Rund 80 Prozent der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal unter Rückenschmerzen. Insbesondere das Alter setzt der Wirbelsäule und dem Rücken unausweichlich zu - meist umso heftiger, je weniger man sich vorher um seine Rückengesundheit gekümmert hat, wie Privatdozent Dr. Michael Akbar, Leiter des Wirbelsäulenzentrums der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, in seinem Vortrag bei Medizin am Abend am Mittwoch, 13. Februar 2019, ausführen wird. Neben dem normalen Alterungsprozess und den damit einhergehenden Beschwerden wird er häufige Erkrankungen - von Bandscheibenvorfall bis Verengung des Rückenmarkskanals - mit den aktuellen Behandlungs­möglichkeiten vorstellen. Dabei steht eine Frage besonders im Fokus: OP oder nicht OP? Darüber hinaus wird er erklären, warum ein gesunder und beweglicher Rücken im Alter einiges Engagement in jüngeren Jahren erfordert.

 

Der Vortrag beginnt am 13. Februar um 19 Uhr im Hörsaal der Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400. Universitätsklinikum und Rhein-Neckar-Zeitung laden alle Interessierten herzlich ein. Aus Sicherheitsgründen ist die Anzahl der Plätze im Hörsaal auf 400 begrenzt.

 

Die menschliche Wirbelsäule ist in ihrer S-Form einzigartig im Tierreich. Sie ermöglicht aufrechtes Gehen und Stehen, ist damit aber auch enormer Belastung ausgesetzt. "Ohne stützende Muskulatur und Bänder würde sie unter Druck, z.B. beim Heben größerer Gewichte, einfach zerbrechen", sagt der Wirbelsäulenchirurg. "Verschleißerscheinungen mit einer gewissen Bewegungseinschränkung im Alter sind daher unvermeidlich - und definitiv keine behandlungsbedürftige Erkrankung." Anders sieht es aus, wenn plötzlich starke Schmerzen auftreten, über Wochen anhalten oder sogar bis in die Gliedmaßen ausstrahlen: Ursache können beispielsweise ein Bandscheibenvorfall oder eine Verengung des Wirbelkanals, die sogenannte Spinalkanalstenose, sein.

 

Der Bandscheibenvorfall, der durch Verschleiß oder Überlastung der Bandscheiben verursacht wird, ist eigentlich kein "Altersproblem": Die Betroffenen sind im Durchschnitt 40 Jahre alt. "Risikofaktoren sind Bewegungsmangel und Fehlhaltungen z.B. durch langes Sitzen", so Akbar. "Das führt schon in jüngeren Jahren zur Schwächung der Bandscheiben." Reißt dieser Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern unter Belastung ein, kann ein Teil des Gallertkerns austreten und auf die Nerven drücken. Meistens klingen die Schmerzen nach einigen Wochen mit Krankengymnastik, Massagen und Wärme wieder ab. "Eine Operation ist in den wenigsten Fällen nötig", betont der Experte. Sie sollte bei motorischen Ausfällen d.h. bei Verlust der Muskelkraft empfohlen werden. "Wem früh zu einer Bandscheiben-OP bei reiner Schmerzsymptomatik geraten wird, sollte sich unbedingt eine Zweitmeinung einholen."

 

Bei der Spinalkanalstenose, d.h. bei einem engen Rückenmarkskanal, sind die Bandscheiben - in diesem Fall tatsächlich altersbedingt - geschrumpft. Die Wirbelkörper reiben aneinander, es bilden sich Knochensporne, die den Rückenmarkskanal einengen, die Nerven reizen und so Schmerzen in den Beinen verursachen können. Welche Behandlung hier je nach Leidensdruck am besten geeignet ist, wird Dr. Akbar in seinem Vortrag erläutern. Auch schwindende Muskulatur stellt die Wirbelsäule mit den Jahren vor ein Problem: Sie verliert an Stabilität. Das kann mit Verlust der Bandscheibenhöhe zu einem "Buckel" führen. Außerdem wird bei fehlender Stabilität der Verschleiß beispielsweise der Wirbelgelenke und Bandscheiben weiter beschleunigt und daraus könnte eine Seitwärtskrümmung der Lendenwirbelsäule die sogennnate Altersskoliose resultieren. Um dem vorzubeugen, hilft nur: Zeitlebens aktiv bleiben und regelmäßig etwas für die Muskulatur tun. "Denn eine gute Muskulatur entlastet die Wirbelsäule", so der Orthopäde. Welche Bewegung sich besonders eignet? "Sport überhaupt! Es sollte Spaß machen, dann bleibt man auch dabei."

 

www.medizin-am-abend.de

 

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