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Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Pressespiegel

Auszeichnung EuroSafe Imaging Stars

 

Schutz der empfindlichen Linse im Auge vor Streustrahlung bei CT Aufnahmen des Kopfes
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Fünf Sterne für Strahlenschutz

Die Universitätsklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Heidelberg ist für ihr herausragendes Engagement im Bereich des Strahlenschutzes bei Computertomographien ausgezeichnet worden. Sie erhielt fünf Sterne der von der Europäischen Gesellschaft für Radiologie ins Leben gerufenen Initiative "EuroSafe Imaging". Mit der Höchstzahl von fünf "EuroSafe Imaging Stars" werden europaweit radiologische Kliniken und Abteilungen ausgezeichnet, die bestmögliche Strahlenschutzmaßnahmen umsetzen, kontinuierlich an einer weiteren Verbesserung forschen und die strengen und umfangreichen Zertifizierungskriterien der Initiative erfüllen.

 


 

 

Vorlesungsreihe "Medizin am Abend", 28.06.2017

 

Prof. Dr. Hans-Ulrich Kauczor bei "Medizin am Abend", Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Durchblick: Wie der Radiologe aus Bildern Wissen macht

Ein Röntgen- oder MRT-Bild allein macht noch keine Diagnose – je nach Erkrankung benötigt es dazu neben umfassendem medizinischem Wissen eine Menge technisches Knowhow und einen guten Blick für die Bewertung der Bilder. Für welche Aspekte in der Patientenversorgung Radiologen zuständig sind, erläuterte Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, bei Medizin am Abend am 28. Juni 2017.

 

Lesen Sie hier mehr darüber

RNZ vom 30.6.2017

 

     


 

 

12.05.2017: Aktionstag des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) in der Heidelberger Altstadt: Damit niemandem die Luft ausgeht

 

Lungenfunktionsmessung im LufuMobil, Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens machte das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL), Standort Heidelberg, am 12. Mai von 11 bis 17 Uhr am Anatomiegarten in der Heidelberger Altstadt auf sich aufmerksam, informierte und klärte auf. Vielfältiges Infomaterial zur Lunge, den häufigsten Lungenerkrankungen, dem DZL und der Thoraxklinik, kostenlose Lungenfunktionsmessungen im LufuMobil sowie ein Lungenquiz, Seifenblasen, Windräder und Luftballons zogen große wie kleine Passanten an.

 

Nachdem um 17.00 Uhr das LufuMobil seine Türen wieder geschlossen hatte, die Banner zusammengerollt, das Infomaterial, Tische und Stühle abtransportiert  waren, und sich die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  voneinander verabschiedeten, waren sie sich einig darüber, dass es zwar ein anstrengender, aber auch ein sehr erfolgreicher Tag war. Immerhin konnten in den sechs Stunden, die das LufuMobil geöffnet hatte, 71 Lungenfunktionsmessungen durchgeführt werden. Zeitweise warteten bis zu sechs Personen darauf, ins LufuMobil gerufen zu werden. Und obwohl die Wartezeit schon einmal bis zu 45 Minuten betragen konnte, zeigten sie sich geduldig, stellten Fragen, ließen sich über die Arbeit des DZL aufklären und waren dankbar für die Möglichkeit, einen solchen Test „einfach so im Vorübergehen“ machen zu können.

   

Lesen Sie hier mehr darüber:

Translational Lung Research Heidelberg (TLRC)

Klinik Ticker Online

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NAKO-Studienzentrum Mannheim: MRT-Studie als Investition in die präventive Medizin

 

Eine Mitarbeiterin der NAKO-Gesundheitsstudie prüft MRT-Bilder am Monitor © NAKO Gesundheitsstudie

Die NAKO ist Deutschlands größte Gesundheitsstudie. In fünf der bundesweit 18 NAKO-Studienzentren sind insgesamt 30.000 NAKO-Teilnehmer eingeladen, zusätzlich zum normalen Untersuchungsprogramm auch an einer Magnetresonanz-Tomographie (MRT) teilzunehmen. Im Winter 2015 startete auch das Studienzentrum Mannheim mit den bildgebenden Untersuchungen. Nun hat schon der tausendste Mannheimer NAKO-Teilnehmer die einstündige MRT-Untersuchung durchlaufen.

 

 

 

Fragen an Professor Hans-Ulrich Kauczor, den Leiter der Magnetresonanztomographie im NAKO-Studienzentrum Mannheim


Prof. Kauczor, welche Erkenntnisse erhoffen sich die NAKO-Forscher von den MRT-Untersuchungen?



Wir erwarten von der MRT-Studie vor allem Erkenntnisgewinn für die Früherkennung und die Prävention: Wir prüfen die Bilder auf eine Vielzahl an Veränderungen, die Hinweise auf spätere Erkrankungen geben können. Unser Ziel ist es vor allem zu erkennen, ob diese Veränderungen bereits zu einem Zeitpunkt nachweisbar sind, an dem man den Krankheitsprozess möglicherweise noch aufhalten oder zumindest herauszögern kann! So wollen lernen, worauf eine auf Prävention ausgerichtete Medizin in Zukunft besonders achten muss.


Um welche Krankheiten geht es konkret?



Es geht um eine ganze Reihe sehr weit verbreiteter Leiden. Wir schauen beispielsweise auf die Größe verschiedener Organe: Eine vergrößerte Leber kann ein Indiz für eine krankhafte Fettleber sein, das Schrumpfen bestimmter Hirnbereiche dagegen ein starker Hinweis auf eine beginnende Demenz. In beiden Fällen merkt der Betroffene oft noch gar nichts von den Organveränderungen.
Als nächstes betrachten wir das Muskel- und Skelettsystem. Rückenschmerzen gehören zu häufigsten Gründen für Krankmeldungen in Deutschland. Wir untersuchen daher die gesamte Wirbelsäule auf degenerative Veränderungen, übrigens als einzige Gesundheitsstudie überhaupt! Auch der Zustand der Hüftgelenke ist von großer Relevanz: In Deutschland werden doppelt so viele künstliche Hüftgelenke eingesetzt wie in den anderen entwickelten Ländern.
Weiterhin untersuchen wir die Herzleistung und die Verteilung des Fettgewebes im Körper. Fettleibigkeit grassiert weltweit und ist ein Risikofaktor für viele Folgeerkrankungen. Da ist es wichtig, genau zu wissen, ob das Fettgewebe überall im Körper die gleiche Rolle spielt.

 

Was erfahren die Studienteilnehmer von den MRT-Befunden?



Die NAKO hat einen Katalog an Zufallsbefunden festgelegt, die wir den Teilnehmern mitteilen, weil man hier medizinisch intervenieren kann und auch sollte. Solche Veränderungen  werden bei etwa jeder zehnten Untersuchung erwartet. Das sind in sehr seltenen Fällen Hinweise auf akute lebensbedrohliche Erkrankungen, etwa Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Etwas häufiger teilen wir Verdachtsmomente mit, die abgeklärt werden sollten: etwa auf Tumoren oder auf gefährliche Aussackungen der großen Blutgefäße.
Die meisten MRT-Befunde sind für die Teilnehmer nicht interessant oder würden sie völlig unnötig beunruhigen. Wir betonen aber ausdrücklich: Auch wenn ein Teilnehmer keinen Befund von uns erhält, ist das kein „Gütesiegel“ für Gesundheit! Die Art und Qualität der NAKO-MRT-Untersuchung ist nicht zur generellen Früherkennung geeignet.


Wie groß ist die Bereitschaft der Mannheimer Studienteilnehmer und Teilnehmerinnen, bei der MRT-Untersuchung mitzumachen?



Die ist sehr groß, dafür ganz herzlichen Dank an unsere Studienteilnehmer! Das MRT kann aus organisatorischen Gründen leider nicht zeitgleich mit den übrigen NAKO-Untersuchungen stattfinden. Das bedeutet, die Teilnehmer müssen einen weiteren Termin dafür einplanen. Hier wäre es eine große Hilfe für uns, wenn die Arbeitgeber im Raum Mannheim größere Bereitschaft zeigten, ihre Mitarbeiter für die NAKO-Untersuchung freizustellen. Schließlich forscht NAKO für eine gesündere Zukunft, das wünschen wir doch alle für unsere Kinder und Enkelkinder!


Hintergrund
Die NAKO untersucht in den nächsten Jahren bundesweit 200.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 69 Jahren in 18 Studienzentren. Ziel ist es, Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Demenz, Diabetes und anderen zu verbessern. Um die Zusammenhänge zwischen der Entstehung dieser Krankheiten und dem Lebensstil der Betroffenen besser zu verstehen, werden neben medizinischen Untersuchungen auch umfangreiche Befragungen zu den Lebensgewohnheiten wie Ernährung, körperliche Fitness, Arbeitssituation und soziales Umfeld der Teilnehmenden durchgeführt. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Helmholtz-Gemeinschaft und den beteiligten Ländern gefördert.

 

Opens external link in new windowwww.nako.de


 

 

Neue Möglichkeiten der Lungenbildgebung auf höchstem Niveau 

18.10.2016: Knapp 50 Interessierte aus dem Universitätsklinikum, der Thoraxklinik, dem EMBL und dem DKFZ waren dabei als am 18. Oktober im Gebäude des Translational Lung Research Center Heidelberg (TLRC) das Bruker-Mikro-Computertomographiegerät (Mikro-CT) SKYSCAN 1176 offiziell eingeweiht wurde.

 

Optisch gibt das Gerät an sich nicht viel her, ist eher unscheinbar, ein schwarz-weißer Kasten, futuristisch anmutend, aber ohne auffällige Details. Doch das Äußere ist eben nicht alles was zählt, es sind die „inneren Werte“, die hochmoderne technische Ausstattung, die den leistungsstarken In-Vivo Mikro-CT-Scanner zu einem High-End Gerät in der präklinischen Forschung machen. Ausgestattet mit einer großformatigen 11-Megapixel Röntgenkamera, ermöglicht das Mikro-CT sicher und schnell Aufnahmen mit Pixelgrößen von 9, 18 und 35 µm. Ein integriertes Subsystem zur physiologischen Überwachung macht das Gerät besonders interessant für Projekte in der Lungenforschung, da die synchronisierte Erfassung des Atmungs- und Herzschlag-Gatings eine Verbesserung des Bildes der Lunge, des Herzens und auch des gesamten Thorax am lebenden Organismus mit sich bringt. Das neue Mikro-CT wird damit die Möglichkeiten für Untersuchungen zur Krankheitsentstehung und Überprüfung neuer therapeutischer Strategien an den am TLRC etablierten Mausmodellen für chronische Lungenerkrankungen entscheidend stärken. Adam Glowalla, Verkaufsleiter für präklinische Systeme beim Hersteller Bruker, ließ am Abend des 18. Oktober in seiner Präsentation Bilder sprechen und beeindruckte die anwesenden Ärzte und Wissenschaftler unter anderem mit realistischen 3D-Visualisierungen der Atemwege.

 

 Opens external link in new windowwww.klinikticker.de


 

 

 

 

Germans get star billing at RSNA with vast MRI study 

December 1, 2015 -- Taking a broader approach to research, combined with much closer collaboration between radiologists and epidemiologists, can contribute to better patient care and disease prevention, according to speakers from Germany at a special session held at RSNA 2015 on Monday.

 

The so-called German National Cohort is a prospective study of 200,000 subjects with an age range of 20 to 69. Only certain regions are included, and people are invited randomly to the study in these areas until the final number has been reached. A total of 18 sites have been established, and more than 300 doctors, nurses, technicians, and assistants are working in these centers.

 

"We choose the topic to show how a scientific study can directly influence patient care by radiologists," noted session moderator Dr. Norbert Hosten, immediate past president of the German Radiological Society (DRG) and director and professor at the Institute of Diagnostic Radiology and Neuroradiology at the Medical School of Greifswald University. "Better normal ranges for contrast agents, for volumetrics of liver, heart, etc., are just two examples."

 

He thinks the scale of the joint effort between radiologists and epidemiologists in Germany is worth close inspection, and is keen to boost radiologists' awareness of the importance of such studies. He urges everybody to encourage their patients to take part in such studies to help improve radiological diagnoses.

 

The central aim of the initiative is to learn about aging and the related changes, according to fellow moderator Dr. Gabriele Krombach, professor and chair of radiology at Giessen University Hospital.

 

"We are seeking to identify previously unknown risk factors," she told AuntMinnieEurope.com. "And we want to discriminate between the influences of genes and lifestyle. What is the impact of our genes, and what portion is modified and modulated by lifestyle and thus related to 'epigenetic' processes?"

 

The study will have three levels. All subjects will be involved in the first level, which will take around 2.5 hours for each subject. Subjects are interviewed about almost every aspect of their heath. Cardiovascular exams are performed, blood samples are taken, and cognitive tests are performed. Bone density is also measured.

 

Level two includes even more tests and takes about four hours, but only 40,000 of the 200,000 subjects will be involved. They get an additional exam of their musculoskeletal system, oral exam, ophthalmologic exam, and tests for physical fitness. In level three, 30,000 subjects will receive MRI without contrast medium. Five 3-tesla MRI scanners (all of the same type) have been purchased, and they are located at five of the 18 sites across Germany.

 

"Tremendous effort has been undertaken in order to bring them in line regarding similarity of imaging at each of the five sites," Krombach said. "Exactly the same sequences in the same order with the same type of coil will be performed at all sites. The imaging protocol includes T2 and T2-weighted sequences, T1- and T2-mapping of the myocardium, cardiac function, head, lung, and abdominal imaging, and skeletal imaging."

 

The images are evaluated in the classical way: radiologists read them in order to assess visible signs of diseases, such as tumor formation or enlargement of lymph nodes. Then data are evaluated with software, and imaging biomarkers are evaluated, as is done in radionomics, she continued. Recruitment will take up to five years, and after recruitment has been finalized, all subjects will be reassessed (second round). This will provide knowledge about physiological aging, risk factors, and the course of (degenerative and other) diseases. The hope is to get information that can be used for prevention of diseases. 

 

Dealing with incidental findings

 

Incidental findings are a big issue here. If a malignant tumor or another serious problem is identified, the subject will be informed about the finding so that he or she can get treated for the disease. This will provide the subject, who now becomes a patient, with the chance for an improved prognosis.

 

In her RSNA talk, Dr. Sabine Weckbach, a radiologist from Heidelberg University Hospital, made these key points about the role of incidental findings in clinical and research imaging: 

  • Incidental findings in radiology are considered all findings that arise in the context of radiological diagnostics, potentially affecting the health of a subject, without there being an intention to detect the corresponding finding.
  • The prevalence of incidental findings is increasing due to the wider usage of techniques such as MRI and CT in routine clinical practice, as well as the inclusion of imaging such as whole-body MRI in large population-based cohorts.
  • The reporting of radiological incidental findings may lead to further (even invasive) diagnostics and treatment, and potential psychosocial, occupational, and insurance-related consequences.
  • The management of incidental findings in clinical routine is regulated by guidelines of the different academic societies. In the research setting, it differs strongly depending on various factors such as study design, age, and health status of enrolled subjects, imaging modality, etc.
  • The general consensus is that incidental findings must be disclosed to the imaged persons if the radiological incidental findings are potentially clinically relevant. However, subjects must be also protected from the consequences of false-positives findings.

"The best approach to look at incidental findings is to have certified and especially trained radiologists that are aware of all consequences of reporting these findings," she said. 

 

Big data's role

 

The organizers of the National Cohort hope to be able to detect imaging biomarkers to help determine the risk of developing a disease, but tools and software are essential to manage the data, according to Krombach.

 

"Big data plays a key role here," she stated. "We will have to statistically evaluate relations between all the different data obtained such as results of blood samples and genetic testing, exams, and interviews with imaging features. It is important that radiology deals with the topic of big data. We cannot let slip this important topic and give it to epidemiologists alone, and we need to collaborate with specialists from informatics and computer sciences to handle it."

 

"It is the domain of radiology to interpret and analyze MRI and to do image-based research. For radiology, it is an important opportunity, and we must actively search for answers concerning questions related to physiologic (normal) and pathologic aging," Krombach commented. "What is pathologic aging? You might define it as a result of too many risk factors, or in other words, lifestyle ... There are many questions to answer for radiology, which we usually do not ask in our routine work."

 

This is a big opportunity for radiology, she believes. Radiologists can bring their experiences to the table to help answer big questions facing humanity. For instance: How can we further identify risk factors for rapid aging? Can we identify risk factors that can be avoided so that the physiological process of aging slows down?

 

Also, there is an urgent need to identify imaging biomarkers that allow radiologists to assess prognosis of the course of chronic diseases. "Not only will we gain knowledge that will help all of us by helping to identify and further avoid risk factors, but also for an individual patient, such knowledge will help to give individualized instructions for a certain lifestyle to increase the health of that specific person and help the individual to prevent diseases as long as possible. In a sense, that symptom-free time is extended. The study will help to make old age a healthy time of our lives for as many people as possible," she pointed out.

 

Röntgen's birth house

 

The opening lecture at the special session, "Röntgen, an x-ray journey," focused on the birth house of Wilhelm Conrad Röntgen, which is located in Lennep, part of the midsized city of Remscheid. The DRG purchased the birth house for a euro last year, and plans to spend 1 million euros on renovating it. So far, it has raised half of this sum. Eventually, the building will serve as a meeting place for national and international radiologists and scientists, and will have meeting rooms and guest rooms.

 

"The birth house of Wilhelm Conrad Röntgen should be considered the possession of our radiological community, and preservation of this precious building should be a common goal of every radiologist," said Krombach, who grew up in Remscheid and visited the Röntgen Museum many times during her childhood and as an adult.

 

AuntMinnie.com | By Philip Ward, AuntMinnie staff writer | December 1, 2015


 

 

 

 

Dietmar Hopp Stiftung fördert neuartiges Röntgensystem mit 760.000 Euro

Feierliche Inbetriebnahme des innovativen Röntgenarbeitsplatzes EOS: (v.l.) Professor Dr. Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, Professor Dr. Volker Ewerbeck, Sprecher des Zentrums für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung, und Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor Diagnostische und Interventionelle Radiologie.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Bis zu 90 Prozent weniger Strahlenbelastung für den Patienten / Ganzkörperaufnahmen im Stehen in sehr kurzer Untersuchungszeit / dreidimensionale Darstellung erlaubt präzise Operationsplanung / besonders Kinder profitieren von verbesserter Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle / offizielle Einweihung am Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie am Universitätsklinikum Heidelberg

 

Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland verfügt das Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie am Universitätsklinikum Heidelberg jetzt über das neuartige Röntgensystem EOS. Es basiert auf der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten "Partikel Detektor Technologie". Dank geringer Strahlenbelastung, kurzer Aufnahmezeit selbst bei Ganzkörperaufnahmen eines stehenden Patienten, Skelettdarstellung in natürlicher Haltung und wirklichkeitsgetreuer dreidimensionaler Bildrekonstruktion verbessert EOS Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle erheblich. Vor allem Kinder und Jugendliche sowie Patienten, die sich oft einer Röntgenuntersuchung unterziehen müssen, profitieren.

 

Am 13. Juli 2015 hat die Dietmar Hopp Stiftung den innovativen Röntgenplatz in der Orthopädie in Heidelberg-Schlierbach offiziell übergeben. Dank der großzügigen Förderung durch die Stiftung in Höhe von 760.000 Euro können seit 1. Juli 2015 die ersten Patienten mit dem neuen Röntgengerät untersucht werden. Das Gerät wird von den Orthopäden und Unfallchirurgen unter Leitung von Professor Dr. Volker Ewerbeck, Sprecher Zentrum für  Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, und den Radiologen unter Leitung von Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor Diagnostische und Interventionelle Radiologie, gemeinsam betrieben.

 

"Das Wohl des Patienten steht im Fokus von Dietmar Hopp und seiner Stiftung", sagte Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung, anlässlich der feierlichen Einweihung. "Wir freuen uns, dass das neue Röntgensystem eine verbesserte und noch hochwertigere medizinische Versorgung am Universitätsklinikum Heidelberg erlaubt."

 

"Wir danken der Dietmar Hopp Stiftung ganz herzlich für diese überaus großzügige Unterstützung, die unseren Patienten zugutekommt. Vor allem Kinder und Jugendliche profitieren bei diesem innovativen Röntgenarbeitsplatz von einer um bis zu 90 Prozent geringeren Strahlenbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Röntgensystemen", sagte Professor Dr. Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg.

 

"Das EOS-System führt zu einem erheblichen Fortschritt in der Diagnostik, der Therapieplanung und der Behandlungskontrolle von Fehlstellungen und Deformitäten der Haltungs- und Bewegungsorgane", fasste Professor Dr. Volker Ewerbeck die Vorteile für Patienten und Ärzte zusammen. "Dafür danken wir der Dietmar Hopp Stiftung auch im Namen unserer Patienten." Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor wies darauf hin, dass Teil- oder Ganzkörperuntersuchungen im Stehen und somit unter natürlicher Belastung in zwei Ebenen simultan mit einer "Aufnahme" in kurzer Zeit angefertigt werden. "Mit Hilfe der Daten können wir wirklichkeitsgetreue dreidimensionale Darstellungen rechnergestützt rekonstruieren, sei es von Oberflächen oder den Knochen der untersuchten Körperregionen. Das erlaubt eine deutlich bessere Erfassung von Winkel- und Achsenverhältnissen und somit Operationsplanungen in bisher nicht gekannter Präzision".

 

 

Rund 500 Patienten pro Jahr sollen mit EOS untersucht werden

 

 

Juliane Kladeck (links), Stellvertretende leitende MTRA in der Orthopädie, bereitet die 16-jährige Patientin Dilara Dülger für die Untersuchung mit dem neuen Röntgensystem vor.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Bislang wurden zehn Patienten mit dem neuen Gerät untersucht. Geplant ist, dass pro Jahr circa 500 Patienten aller Altersklassen mit dem EOS-System geröntgt werden. Dies sind vor allem Patienten, bei denen Korrekturoperationen der Wirbelsäule notwendig sind. In gleicher Weise profitieren Kinder mit wachstumsbedingten Fehlstellungen der Extremitäten, z.B. Beinlängendifferenz, und des Rumpfes, z.B. bei Beckenfehlstellungen. Auch für den Einsatz von künstlichen Gelenken, z.B. bei Hüfte oder Knie, erleichtert EOS die Therapieplanung.  "Fast alle Eingriffe im Bereich der Haltungs- und Bewegungsorgane in der Orthopädie und Unfallchirurgie benötigen eine präzise Planung, um die gewünschte Anatomie des betroffenen Bereichs wiederherzustellen oder erstmals zu erzielen", sagte Professor Ewerbeck.

 

Eine der ersten Patienten, die mit dem EOS-System in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie untersucht wurden, ist Dilara Dülger. Bei der 16-Jährigen waren Brust- und Lendenwirbelsäule verkrümmt, sie litt an einer sogenannten Skoliose. Bei Patienten mit einer Skoliose kann sich die Wirbelsäule während des Wachstums weiter verformen, sodass hier klinische und radiologische Verlaufskontrollen unvermeidbar sind, um zum richtigen Zeitpunkt die notwendige Therapie einleiten zu können. Bei Dilara verstärkte sich die Wirbelsäulendeformität und die junge Patientin hatte Schmerzen. Dank der neuen EOS-Technologie konnten die Heidelberger Wirbelsäulenchirurgen die notwendige Korrekturoperation optimal planen: Sie fertigten hochauflösende Ganzkörper-Röntgenaufnahmen an, analysierten die Verformung der Wirbelsäule von Dilara und erstellten mit Hilfe der Datensätze eine dreidimensionale Rekonstruktion. Die Operation wurde in der Sektion für Wirbelsäulenchirurgie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie durchgeführt und liegt mittlerweile drei Wochen zurück, Dilara geht es sehr gut. Auch zukünftig wird ihre Wirbelsäule regelmäßig mit Röntgenbildern kontrolliert werden müssen - umso mehr profitiert das Mädchen vom schonenden neuen EOS-Untersuchungsverfahren mit extrem niedriger Strahlenbelastung. Bei Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten ist es meistens notwendig die gesamte Wirbelsäule regelmäßig mit Röntgenbildern darzustellen, um die Erkrankung optimal beurteilen zu können.

 

Patienten profitieren von Nobelpreis-Technik

 


"Wir gehen davon aus, dass wir dank der guten Bildqualität ohne Größenverzerrung selbst bei Ganzkörperaufnahmen viele herkömmliche Röntgen- und sogar auch Computertomographie-Untersuchungen einsparen", sagte Professor Kauczor. "Dies bedeutet neben einer geringeren Strahlenbelastung für den Patienten auch Zeit- und Kosteneinsparungen bei der Diagnostik." Im Rahmen klinischer Studien werden die Heidelberger Ärzte und Wissenschaftler z.B. untersuchen, inwieweit dreidimensionale Operationsplanungen mit dem EOS-System allein, also ohne ergänzende computertomographische Aufnahmen, im klinischen Alltag umsetzbar sind.

 

Beste Bilder in kurzer Zeit bei geringer Strahlenbelastung - möglich macht dies die Verbindung der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten "Partikel Detektor Technologie" (Physiknobelpreis 1992 an Georges Charpack) mit der "Linearen-Scanning Technologie":  Mit einem "Scan" durchdringen zwei zueinander rechtwinklig angeordnete Röntgenstrahlen die zu untersuchende Körperregion. Dadurch werden simultan in zwei Ebenen Aufnahmen angefertigt. Spezielle Partikel-Detektoren zeichnen die Daten auf, die rechnergestützt in wirklichkeitsgetreue 3D-Darstellungen umgesetzt werden.

 

Über die Dietmar Hopp Stiftung

 


Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, über 410 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die neueste Aktion will unter dem Titel "alla hopp!" alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 40 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

 

Dietmar Hopp Stiftung
Raiffeisenstraße 51
68789 St. Leon-Rot
Telefon: 06227 8608550
Fax: 06227 8608571

info@dietmar-hopp-stiftung.de
www.dietmar-hopp-stiftung.de

 

Weitere Informationen im Internet:

Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung

Bildergalerie zum EOS-Röntgensystem

Digitale Pressemappe zur Übergabe des Röntgenplatzes EOS mit weiteren Hintergrundinformationen

Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Universitätsklinikum Heidelberg


 

 

 

 

Interview: Prof. Hans-Ulrich Kauczor, chair of the ESR Research Committee

Öffnet Homepage der ESR

For this month’s ESR News interview we spoke to Prof. Hans-Ulrich Kauczor, from Heidelberg, Germany, who serves on the ESR Executive Council as chair of the ESR Research Committee. He gave us an insight into the workings and recent achievements of his committee, as well as his own background within the ESR.

 

ESR Office: What is the main purpose of the ESR Research Committee (RC) and how does it work in practice?

Hans-Ulrich Kauczor: The main purpose of the RC is strategic. The RC provides strategic recommendations to the ESR Executive Council. To do this properly, the RC surveys and supports the need of researchers in radiology. Also, the RC leverages the research-focused collaboration with other disciplines and their respective European societies.

 

One recent major achievement in this regard was the collaboration with the European Respiratory Society (ERS), where we agreed on joint recommendations on lung cancer screening in Europe, which we published in May 2015 simultaneously in European Radiology and the European Respiratory Journal.

 

Other major collaborations are in the field of imaging biomarkers together with the European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) and the RSNA’s Quantitative Imaging Biomarkers Alliance (QIBA), as well as imaging biobanks with the Biobanking and BioMolecular Resources Research Infrastructure (BBMRI-ERIC).

 

 

Prof. Hans-Ulrich Kauczor, chair of the ESR Research Committee
Prof. Hans-Ulrich Kauczor

ESR: Can you explain the role of the Research Committee’s subcommittees and the recent structural changes that have taken place?

HUK: Just over two years ago, three additional working groups were established under the umbrella of the RC. Working groups exist temporarily to accomplish a certain goal for the ESR. The main goal of each of these working groups was to write and publish an opinion or white paper in their field. The outcomes in each of these fields were as follows:

  

Research Education and Training

 

Imaging Biobanks

 

Personalised medicine

 

Which was based on the previous publication:

 

These papers reflect the ESR’s strategy and include suggestions for courses of action for the ESR to follow. All three working groups accomplished their missions and had their papers published in Insights into Imaging in 2015, and thus they were discontinued after ECR 2015. Their fields of interest were transferred into the tasks of the Research Committee and EIBALL (European Imaging Biomarkers Alliance) respectively.

 

The ESR Research Committee’s Imaging Biomarkers Subcommittee was established several years ago and, among other achievements, published several opinion papers:

 

To introduce a clear focus for the current work of the subcommittee, collaborations with QIBA and EORTC were defined as the major action points during a brainstorming meeting in Vienna, in January 2015. To best carry out these new tasks, the subcommittee was transformed into the European Imaging Biomarkers Alliance (EIBALL). Its first activity was to provide ESR input into an opinion paper titled “A risk-management approach for imaging biomarker driven clinical trials in oncology“ which was written jointly with the EORTC and EANM (European Association of Nuclear Medicine) and was submitted to Lancet Oncology).

 

ESR: The ESR regularly publishes white papers, opinion papers, guidelines, etc. What part does the ESR Research Committee play in that process?

HUK: In 2014 and 2015 the RC was the most successful ESR committee with regard to the number of position papers published.

 

ESR: What are the main issues on the committee’s agenda in 2015 and how are they being tackled?

HUK: The main issue for the RC will be the extension of the collaboration with the ERS focusing on lung diseases; in particular, lung cancer and lung cancer screening. A joint guideline should be developed, and the implementation of a European image repository of lung cancer screening CT scans will be facilitated.

 

The second main issue is the initiation of a collaboration with the BBMRI-ERIC, with the aim of creating a comprehensive European network of imaging biobanks based on the structure of the BBMRI-ERIC’s existing network of biobanks. A joint workshop will be scheduled for the end of the year.

 

ESR: What new issues do you foresee the ESR Research Committee will be dealing with in the coming years?

HUK: As high-level innovation, evidence-generating trials and translation into clinical practice, as well as reimbursement plans are pivotal for the future of radiology, the RC will continue to anticipate and identify the current and future developments in the field and counsel the ESR Executive Council and Board of Directors accordingly. The RC will also support activities to implement a European infrastructure and networks to enable and facilitate research in imaging by radiologists and professionals in allied sciences.

 

ESR: Which other ESR committees or subcommittees have you been part of and how did you initially become involved?

HUK: I have been member of the ESR Research Committee as well as the ESR Education Committee in the past before becoming chair of the RC in 2013. For several years I have been involved in the Programme Planning Committees (PPC) for the ECR, starting as a member of the chest subcommittee, before becoming its chairperson in 2011. I have been a member at large of the PPC since 2013 and have been responsible for the postgraduate educational programme since 2015. I am also heavily involved in the European School of Radiology (ESOR) as a speaker, reviewer, tutor and member of its steering committee.

 

I initially became involved in the ESR as a board member and then president of the European Society of Thoracic Imaging (ESTI) in 2011.

 

ESR: What motivates you to devote your time to the ESR and how has being involved affected you personally and professionally?

HUK: I enjoy working for the future of radiology on a European level. There are so many important, not-to-be-missed opportunities to ensure a bright future for radiology run by radiologists in Europe. It is always a pleasure to work together with ambitious and bright people from the different European countries for our common goals. Running the ESR Research Committee and contributing to the many facets of the programme planning for the ECR means devoting a lot of time. However, when participating in our great and innovative ECR meeting or receiving feedback on our opinion papers in the field of research, I feel rewarded and it becomes clear that it was worthwhile to contribute to the success of the ESR.

 

Quelle: http://blog.myesr.org/interview-prof-hans-ulrich-kauczor-chair-of-the-esr-research-committee/, 2015


 

 

Low dose CT screening needed to reduce mortality from lung cancer

Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor

ESR/ERS White paper on lung cancer screening

 

Vienna/Lausanne, 07 May 2015. A joint publication by two major medical societies - the European Society of Radiology (ESR) and the European Respiratory Society (ERS) - advocating the use of low-dose computed tomography to reduce mortality from lung cancer was published on April 30 in their scientific journals, European Radiology and European Respiratory Journal, simultaneously.

Lung cancer causes 1.37 million deaths per year, representing 18% of all cancer deaths worldwide, with a poor survival rate once the disease has reached an advanced stage. Since the disease can be treated most effectively in the early stages, and the risk factors (smoking, occupational exposure to substances like fine dust or asbestos, and age) are well known, early detection in high-risk individuals might help to reduce death from lung cancer.

 

“A major study from the US has revealed a significant decrease in lung cancer mortality as a result of a screening programme using computed tomography (CT) of the lung. It is our duty to provide recommendations for the implementation of standardised high-quality screening programmes to help reduce lung cancer deaths in Europe”, said the first author of the paper, Hans-Ulrich Kauczor, from the University Heidelberg and the German Center for Lung Research.
 

The paper recommends structural and quality standards for future programmes, whether they are part of a clinical trial or routine clinical practice. A number of requirements for such programmes (which must be adjusted to the regional infrastructure and healthcare system) are listed in this article, including standardised operating procedures for low-dose image acquisition, inclusion and exclusion criteria, expectation management, and smoking cessation programmes. Furthermore, the paper recommends that risk models should be included and effective radiation dose reduced in order to increase the quality, outcome, and cost-effectiveness of lung cancer screening. Additionally, a central registry including a biobank and an image bank should be established and is highly recommended.

 

According to Kauczor, European networking already exists on an academic level, but it is now up to political leaders to provide the supranational framework to implement high-quality national and European programmes and prove the benefits for the general population and patients.

 


Contact:

European Society of Radiology (ESR), Neutorgasse 9/2, 1010 Vienna, Austria.
Opens window for sending email press@myESR.org


European Respiratory Society (ERS), 4 Avenue Ste-Luce, 1003 Lausanne, Switzerland.
Opens window for sending email lauren.anderson@europeanlung.org

 

Reference:
Kauczor HU, Bonomo L, Gaga M, Nackaerts K, Peled N, Prokop M, Remy-Jardin M, von Stackelberg O, Sculier JP, on behalf of the European Society of Radiology and the European Respiratory Society (2015) ESR/ERS white paper on lung cancer screening.

Opens external link in new window Eur Radiol (epub) DOI 10.1007/s00330-015-3697-0
Opens external link in new window Eur Resp J (epub) DOI 10.1183/09031936.00033015


 

 

Frühdiagnose bei Mukoviszidose: Nachwuchswissenschaftler Dr. Mark Oliver Wielpütz erhält Christiane Herzog Forschungsförderpreis

Dr. Mark Oliver Wielpütz erhält den Christiane Herzog Forschungsförderpreis 2014.
Dr. Mark Oliver Wielpütz erhält den Christiane Herzog Forschungsförderpreis 2014.

Veränderungen der Lunge bei Säuglingen und Kleinkindern aufspüren und behandeln, bevor Symptome auftreten / Neues und schonendes Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) kommt ohne belastende Röntgenstrahlen und Kontrastmittel aus / Studie am Universitätsklinikum Heidelberg startet 2015

 

 

Ein neues und schonendes Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) soll im Rahmen einer Studie am Universitätsklinikum Heidelberg erstmals bei Säuglingen und Kleinkindern mit Mukoviszidose angewandt werden. Ziel der Studie ist es, mit Hilfe der innovativen Technik, die ohne belastende Röntgenstrahlen und Kontrastmittel auskommt, die Entwicklung der Erkrankung engmaschig zu überwachen, frühste Veränderungen der Lunge zu erkennen und so die Therapie der kleinen Patienten individuell zu planen. Für dieses auf zwei Jahre angelegte Forschungsvorhaben ist Dr. Mark Oliver Wielpütz, Leiter der Juniorgruppe Strukturelle und Funktionelle Bildgebung der Atemwege in der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Heidelberg (Ärztlicher Direktor Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor), am 21. November 2014 auf der Deutschen Mukoviszidose Tagung in Würzburg mit dem Christiane Herzog Forschungsförderpreis 2014 ausgezeichnet worden. Die mit Unterstützung des Mukoviszidose e.V. jährlich ausgeschriebene Förderung gehört mit 50.000 Euro zu den bestdotierten Nachwuchsforscher-Preisen in Deutschland.

 

Lange konnten Ärzte Krankheitsverlauf und Therapieerfolg bei Mukoviszidose-Patienten nur mit der Computertomographie, die mit einer hohen Strahlenbelastung verbunden ist, und der Lungenspiegelung unter Vollnarkose überprüfen. In früheren Studien am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg (Geschäftsführender Direktor: Professor Dr. Georg Hoffmann) zeigten die Wissenschaftler, dass die MRT eine zuverlässige und schonende Alternative ist, um Struktur der Atemwege und auch die Lungenfunktion darzustellen. Diese Technik haben die Heidelberger Wissenschaftler der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie und der Pädiatrischen Pneumologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Marcus Mall) gemeinsam mit den Abteilungen Radiologie und Medizinische Physik des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) weiterentwickelt: Das neue Verfahren, nutzt eine spezielle mathematische Auswertung, die sogenannte Fourier-Dekomposition des MRT-Signals. Damit erkennen die Mediziner auf den MRT-Bildern außerdem, ob die Luft gleichmäßig durch die Atemwege strömen kann und wie das Lungengewebe durchblutet ist. "Bislang musste den Patienten dazu ein Kontrastmittel gespritzt werden, dass jedoch für Kinder unter einem Jahr ungeeignet ist", erklärt Dr. Wielpütz. "Mit dem neuen Verfahren können wir erstmals Säuglinge und Kleinkinder, die im Neugeborenen-Screening aufgefallen sind, regelmäßig auf Veränderungen der Lungenbelüftung und Lungendurchblutung untersuchen, ohne sie dabei durch invasivere Verfahren zu belasten." In die Studie werden Kinder im Alter von wenigen Monaten bis sechs Jahren eingeschlossen und ihre Entwicklung über zwei Jahre beobachtet.

 

Neugeborenen-Screening für Mukoviszidose am Universitätsklinikum Heidelberg

Die angeborene Multiorganerkrankung Mukoviszidose, mit der jährlich rund 300 bis 400 Kinder in Deutschland zur Welt kommen, ist nicht heilbar. Fehler an einer bestimmten Stelle im Erbgut lassen die Sekrete in Lunge und Verdauungstrakt austrocknen und führen zu schweren Funktionsstörungen von Lunge, Bauchspeicheldrüse Leber und Darm. Zäher Schleim verstopft die Atemwege, begünstigt eine chronische Infektion und Entzündung und führt so zu chronischen Lungenschäden. Je früher jedoch die Diagnose gestellt wird und die Behandlung beginnt, desto länger lassen sich Lungenschäden und Komplikationen hinauszögern.

 

Um betroffene Kinder so früh wie möglich, also noch vor den ersten Krankheitssymptomen, zu identifizieren, bietet das Universitätsklinikum Heidelberg seit 2008 ein Neugeborenen-Screening für Mukoviszidose an, wie es in den USA und einigen europäischen Ländern schon flächendeckend eingeführt ist. Das Screening gibt allerdings keine Auskunft darüber, wann die Erkrankung in der Lunge einsetzt. "Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Lungenerkrankung bei einigen Patienten bereits im ersten Lebensjahr mit der Entstehung von Schleimpfropfen und Durchblutungsstörungen der Lunge beginnt und dass diese Veränderungen noch reversibel sind, während bei älteren Kindern bereits irreversible Veränderungen der Atemwege sichtbar werden", erklärt Dr. Wielpütz. "Mit dem neuen MRT-Verfahren können wir solche Veränderungen noch früher aufspüren."

 

Weitere Informationen im Internet:

Opens external link in new window Christiane Herzog Stiftung für Mukoviszidose-Kranke

Opens external link in new window Christiane Herzog Preis für Mukoviszidose-Forschung

Opens external link in new window Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Mukoviszidose Zentrum 

 

Kontakt:

Dr. Mark Oliver Wielpütz

Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie

und Zentrum für Translationale Lungenforschung Heidelberg

Leiter Juniorgruppe Strukturelle und Funktionelle Bildgebung der Atemwege, Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung

Telefon: 06221 / 56 6410

Opens window for sending email Mark.Wielpütz@med.uni-heidelberg.de

 

 Universitätsklinikum Heidelberg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Julia Bird, Freitag, 21. November 2014


 

 

Software assesses image quality via quantitative analysis

 

Tuesday, December 2 | 11:40 a.m.-11:50 a.m. | SSG14-08 | Room S403B In this talk, German researchers will describe how their semiautomated analysis software can quantitatively assess the quality of CT images.

 

One of the major developments in radiology is the trend toward quantitative imaging, for which CT is particularly well-suited, said presenter Gregor Pahn, a physicist at University Hospital Heidelberg.

 

"The high spatial resolution and geometric accuracy as well as the quantitative image grayscale lead to a growing number of quantitative CT applications, e.g., for the precise determination of distances and volumes (tumor growth)," or organ segmentation based on Hounsfield units, Pahn told AuntMinnie.com. "If the results from these applications are to be accepted and relied upon by radiologists, rigorous demands on accuracy and stability of CT imaging systems have to be satisfied, and standardized procedures for quality assurance should be established."

 

The group developed novel analysis software that can be applied to image datasets acquired from standardized phantom measurements, Pahn said. Image quality can be evaluated quantitatively in terms of CT number accuracy, noise magnitude and power spectrum, uniformity across the field-of-view, contrast-to-noise ratio, and spatial resolution.

 

The software is time-efficient and offers high statistical reliability, Pahn said.

 

The new tool enables comprehensive semiautomatic image quality assessment as a basis for quality assurance, but also allows for systematic comparison of image quality for different image reconstruction algorithms, acquisition protocols, and scanner models," he said. "The latter is of great relevance when third-party software is employed for quantitative studies or when CT hardware from different manufacturers and product series is used concurrently, such as in multicenter studies."

 

AuntMinnie.com | By Erik L. Ridley, AuntMinnie staff writer | November 10, 2014


 

 

ESR launches Call for a European Action Plan for Medical Imaging

Logo ESR (European Society of Radiology)

Europe’s radiologists call on EU policy makers and stakeholders to join forces to improve patient safety and quality of care for Europe’s citizens

 

Brussels, November 6, 2014. Members of the European Parliament, representatives of the European Commission, patient groups, medical associations, hospital managers, industry and media joined the European Society of Radiology (ESR) for the launch of the ESR Call for a European Action Plan for Medical Imaging at the European Parliament in Brussels on November 4, 2014. The aim of the call is to demonstrate the current heterogeneities among EU Member States in regard to quality of care and patient safety and to call on the European institutions and relevant stakeholders to work together to implement much needed reforms.

The host Mrs. Elisabeth Morin-Chartier, Quaestor of the European Parliament, commended the ESR initiative as ‘an excellent example showing that Europe cares for its patients and that EU activities can have a direct benefit for Europe’s citizens.’ ’This is an ambitious plan, but in a combined effort it can bring about change and serve as a role model for European initiatives in other areas’, she said, emphasising the good working relations between the European Parliament and the European Commission. Mrs. Morin-Chartier was joined for the event by colleagues from the European Parliament, including MEPs Nathalie Griesbeck and Patrizia Toia.

 

From left to right: Prof. Hans-Ulrich Kauczor, Chairman of the ESR Research Committee (Heidelberg, Germany); ESR 1st Vice-President Prof. Luis Donoso (Barcelona, Spain); ESR President Prof. Lorenzo Bonomo (Rome, Italy); Host Elisabeth Morin-Chartier, Quaestor of the European Parliament; Nathalie Griesbeck, Member of the European Parliament; and ESR Past-President Prof. Guy Frija (Paris, France).
From left to right: Prof. Hans-Ulrich Kauczor, Chairman of the ESR Research Committee (Heidelberg, Germany); ESR 1st Vice-President Prof. Luis Donoso (Barcelona, Spain); ESR President Prof. Lorenzo Bonomo (Rome, Italy); Host Elisabeth Morin-Chartier, Quae

ESR President Prof. Lorenzo Bonomo from Rome/Italy presented the ESR’s flagship initiatives in the areas of quality and safety, education and training, research, and eHealth. He emphasised the importance of EuroSafe Imaging, a multi-stakeholder alliance set up by the ESR to improve medical radiation protection as well as direct communication and collaboration with patients, which the ESR has achieved by creating a dedicated patient advisory group for medical imaging.

 

’We feel this is the right time to launch this call for action and to demonstrate the need for harmonisation, with the new Parliament and European Commission just in place’, he said. The event came at a timely moment also given the recently adopted Opinion of the independent Expert Panel on the EU Agenda on Quality of Health Care and Patient Safety put forward by the European Commission Directorate General Health and Consumers as well as related recommendations for action, to which the ESR fully subscribes.

Practical examples of existing heterogeneities in the field of medical imaging were given by Prof. Guy Frija, ESR Past-President from Paris/France, who highlighted the need for modernising imaging equipment across Europe which would bring about an immediate decrease of patients’ radiation exposure, as well as the importance of developing and politically supporting key quality and safety indicators.

’The ESR understands that quality of care and patient safety can only improve if we invest in education and training, thus we have developed a European Training Curriculum for Radiology and the European Diploma in Radiology in order to support harmonisation efforts and we call upon the European institutions to endorse these and to introduce mandatory continuing medical education throughout Europe’, he added.

He also called on the various DGs of the EC and encouraged their collaboration in order to ensure the creation of synergies to the maximum benefit of Europe’s patients.

 

Prof. Hans Ulrich Kauczor, ESR Research Committee Chair from Heidelberg/Germany, called upon the EU institutions to recognise the importance of medical imaging in personalised medicine and underlined the need to standardise and validate imaging biomarkers as well as to establish a European plan to develop medical imaging biobanks that can be annotated to existing ‘omics’ biobanks.

Medical imaging needs in the area of IT and eHealth were explained by Prof. Luis Donoso, ESR 1st Vice-President from Barcelona/Spain, who underscored the importance of setting up a European legal framework for teleradiology to ensure quality and safety as well as to regulate liability issues. He introduced the development of a Clinical Decision Support System (CDS) as a flagship project of the ESR to increase the use of clinical imaging guidelines, which will facilitate a reduction in unnecessary imaging exams and improve quality of care. The endorsement of the European institutions will be crucial in order to support the introduction of the system in daily practice.

 

Patient representative Erik Briers, Ex officio Board Member of Europa Uomo, stated that both patients and radiologists needed education and training, and pointed out that the health literacy of patients was a shared responsibility. Dr. Pascal Garel, CEO of the European Hospital and Healthcare Federation (HOPE), underscored the importance of the ESR Call for a European Action Plan for Medical Imaging initiative as a ’right way to achieve change’ and encouraged joint action. Dr. Andrzej Rys, Director for Health Systems and Products at the European Commission DG Consumers and Health, welcomed the ESR initiative as timely, pointed out that it corresponds closely to the EC’s priorities and that now an adequate framework for incorporating it needed to be found.

 

The ESR Call for a European Action Plan for Medical Imaging to improve quality of care and patient safety is endorsed by 41 national societies of radiology (including societies from 26 EU Member States) as well as by all 15 European subspecialty societies of radiology.

 

For further information on the ESR Call for a European Action Plan for Medical Imaging documents, please click Opens external link in new window here.

 

Contact:

Ms. Javeni HEMETSBERGER

European Society of Radiology – ESR

Department of European and International Affairs

Neutorgasse 9

1010 Vienna, Austria

Phone: +43-1-533-4064-563

eu-affairs@myesr.org | www.myesr.org

 

The European Society of Radiology (ESR) is an apolitical, non-profit organisation, dedicated to promoting and coordinating the scientific, philanthropic, intellectual and professional activities of radiology in all European countries. The Society's mission at all times is to serve the healthcare needs of the general public through the support of science, teaching and research and the quality of service in the field of radiology. The ESR is the European body representing the radiology profession with more than 62,000 individual members and acts as the umbrella organisation of all national radiological societies in Europe as well as Europe’s subspecialty organisations in the field of radiology.

ESR, Launch Event at the European Parliament in Brussels on November 4, 2014, letter of thanks


 

 

Deutschlands größte Gesundheitsstudie: Mannheimer Studienzentrum der Nationalen Kohorte feierlich eröffnet

(v.l. Tanja Höpker, AG Nationale Kohorte, Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Halina Greiser, DKFZ, Leiterin AG Nationale Kohorte, Prof. Dr. Rudolf Kaaks, DKFZ, Abteilung Epidemiologie von Krebserkrankungen)

In Mannheim trafen sich heute Vertreter aus Wissenschaft und Politik zu einem Festakt anlässlich der Eröffnung des Mannheimer Studienzentrums der Nationalen Kohorte (NAKO). „Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft“ – so lautet der Leitgedanke der derzeit größten deutschen Bevölkerungsstudie. Ziel ist es, Ursachen und Risikofaktoren für die wichtigsten Volkskrankheiten genauer zu erforschen, um sie langfristig früher erkennen, erfolgreicher behandeln und ihnen besser vorbeugen zu können.

(v.l.: Dr. rer. nat. Oyunbileg von Stackelberg, Wissenschaftliche Projektmanagerin, PD Dr. med. Sabine Weckbach, Oberärztin (Associate) der Abtielung DIR, Robert Bertheau, Assistenzarzt der Abteilung DIR, Dr. rer. nat. Albert Kamanyi, Wissenschaftlicher

Die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, appellierte in ihrer Rede an die Bereitschaft zur Teilnahme: „Die Mehrzahl der Todesfälle in Deutschland geht auf Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes zurück. Die Nationale Kohorte bietet eine einmalige Chance, mehr über deren Ursachen und Präventionsmöglichkeiten zu erfahren. Deswegen sind wir auf jeden einzelnen Teilnehmer angewiesen und jeder von uns wird am Ende von den Forschungsergebnissen profitieren.

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Pressemeldung | dkfz | Nr. 50 | 24.10.2014 | von Sel/Val


 

 

Siebeneicher-Stiftung fördert die Kinderradiologie

Die Forschungsergebnisse präsentierten die Vertreter des Klinikums (hintere Reihe v.l.) Prof. Kauczor, Prof. Gorenflo und PD Dr. Schenk, den Repräsentanten der Siebeneicher-Stiftung (vordere Reihe v.l.): Herr Mahlke, Frau Hochmann, Herr Schilling
Die Forschungsergebnisse präsentierten die Vertreter des Klinikums (hintere Reihe v.l.) Prof. Kauczor, Prof. Gorenflo und PD Dr. Schenk, den Repräsentanten der Siebeneicher-Stiftung (vordere Reihe v.l.): Herr Mahlke, Frau Hochmann, Herr Schilling

Angeborene Verengungen der Hauptschlagadern besser diagnostizieren, langfristige Entwicklungen beobachten und beurteilen – das ist das Ziel eines aktuellen Projektes der Kinderradiologie. Erste Ergebnisse hat das Team um ChefarztOpens internal link in current window PD Dr. Schenk, Chefarzt der Pädiatrischen Radiologie, jetzt der Siebeneicher-Stiftung präsentiert, die das Vorhaben finanziell unterstützt.

 

Gemeinsam mit Informatikern der Universität haben die Ärzte Methoden entwickelt, Bilder aus der Magnetresonanztomographie so zu bearbeiten, dass sich die Gefäße grafisch und geometrisch exakt darstellen lassen. Die Siebeneicher-Stiftung fördert die Kinderradiologie bereits seit 2006 mit jährlichen Spenden, die sich auf insgesamt 576.000 Euro summieren. Dank der Stiftung konnte u.a. das Spektrum der bildgebenden Diagnostik mit Herz- und Thorax-MRT so erweitert werden, dass Herz- und Lungenkrankheiten in der Kinderklinik ohne belastende Strahlen diagnostiziert werden können.

 

„Hier in Heidelberg können wir die Bildgebung des Herzens und der herznahen Strukturen im MRT mit einer nachfolgenden Herzkatheteruntersuchung im Sinne einer Behandlung (Intervention) kombinieren – das sind ideale Voraussetzungen für die Kinderkardiologie. Durch die Möglichkeit, das MRT in Narkose zu nutzen, ist auch bei kleinen Kindern der effektive und sichere Einsatz dieser Technik möglich“ sagt Prof. Dr. Matthias Gorenflo, Ärztlicher Direktor der Klinik Kinderheilkunde II.

 

Artikel: KlinikumsNews, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

Pressemitteilung vom 30.01.2014


 

 

Innovatives Ultraschallgerät kommt weltweit erstmals am Universitätsklinikum Heidelberg zum Einsatz

HELX™ Evolution” der Firma Siemens ermöglicht eine sehr präzise Bildgebung und eine genaue Diagnostik von Gewebeveränderungen durch die Messung der Elastizität

 

 

Das innovative Ultraschallgerät HELX™ Evolution der Firma Siemens kommt weltweit erstmals am Universitätsklinikum Heidelberg zum Einsatz. Es ermöglicht eine sehr präzise Bildgebung und eine genaue Diagnostik von Gewebeveränderungen durch die Messung der Elastizität
Das innovative Ultraschallgerät HELX™ Evolution der Firma Siemens kommt weltweit erstmals am Universitätsklinikum Heidelberg zum Einsatz. Es ermöglicht eine sehr präzise Bildgebung und eine genaue Diagnostik von Gewebeveränderungen durch die Messun

Für die Untersuchung von Patienten am Universitätsklinikum Heidelberg stehen ab sofort zwei hochmoderne Ultraschallgeräte zur Verfügung, die besonders präzise Bilder für die Diagnostik, u.a. bei Erkrankungen der Leber und der Niere, liefern. Erstmals weltweit kommen zwei Ultraschallgeräte des Typs „HELX™ Evolution” der Firma Siemens zum Einsatz, jeweils in der Opens external link in new window Chirurgischen Klinik und in der Opens external link in new window Kinderklinik.

 

Das Gerät bietet ein spezielles Messverfahren für die Elastizität des Gewebes. Da krankes Gewebe weniger elastisch als gesundes ist, lässt sich mit Hilfe des Gerätes abschätzen, ob es sich um gesundes Gewebe, z.B. eine Bindegewebswucherung (Fibrose), oder einen bösartigen Tumor handelt. Dadurch kann u.U. auf Gewebeentnahmen und Operationen verzichtet werden. Das Gerät kostet 150.000 Euro. Die Anschaffung in der Kinderklinik im Rahmen eines Forschungsprojekts zu Nierenerkrankungen bei Kindern wird von der Dietmar Hopp Stiftung finanziell unterstützt.

 

„Das Universitätsklinikum Heidelberg möchte seinen Patienten die bestmögliche Diagnostik bieten und neue Verfahren erproben“, sagte die Kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan bei der Vorstellung des Geräts in der Chirurgischen Klinik am 18. Dezember 2013. Deshalb sei eine enge Zusammenarbeit mit den Geräteherstellern bei der Entwicklung und Einführung der Geräte wichtig.

 

Kann der Ultraschall belastende Verfahren der Bildgebung ersetzen? „Wir freuen uns, dass die beiden ersten innovativen Geräte in Heidelberg unseren Patienten zu Gute kommen und wir damit ein Referenzzentrum für Ultraschall werden“, erklärt Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Zunächst sei das Gerät eine wichtige Ergänzung im gesamten Spektrum der Bildgebung. „Wir werden dann untersuchen, inwieweit wir künftig den Einsatz von stärker belastenden Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sowie die Darstellung der Gefäße und Gangsysteme mit Kontrastmitteln durch den schonenderen Ultraschall ersetzen können.“

 

Vor allem für Kinder sind die fehlende Strahlenbelastung, die reduzierte Untersuchungszeit und die insgesamt wenig belastende Ultraschalluntersuchung gegenüber CT und MRT von Vorteil. Eine Ultraschalluntersuchung ist mit rund 10 Minuten pro Untersuchung zudem weniger zeitaufwendig als eine MRT-Untersuchung mit ca. 30 Minuten. Außerdem können beim Ultraschall für eine bessere Abgrenzung von Tumoren oder die Beurteilung der Gewebedurchblutung Kontrastmittel verwendet werden, bei denen ein geringeres Allergierisiko als z.B. bei der Computertomographie besteht. In der Chirurgischen Klinik stehen Untersuchungen der Leber, etwa nach Tumorbehandlungen oder einer Transplantation, im Vordergrund.

 

Weitere Information:

Opens external link in new window Faktenblatt zu Gerät HELX™ Evolution

Opens external link in new window Rhein-Neckar-Fernsehen

 


Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Hans-U.Kauczor

Ärztlicher Direktor Radiologische Klinik

Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Tel. (Sekretariat): +49 6221 56-6411

Opens window for sending email E-Mail

 

Artikel:Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg

Pressemitteilung vom 18.12.2013


 

 

Radiologie in Partnerschaft

 

Rückblick auf das Einweihungssymposium

am 12. Oktober 2012 

 

 

Vier Jahre, vier Geräte, vier Millionen Euro

 
Das Universitätsklinikum Heidelberg hat Grund zum Feiern! Nach vier herausfordernden Jahren der Planung, einer Gesamtinvestition von ca. vier Millionen Euro und aufwändigen Umbauarbeiten im Gebäude der Chirurgischen Klinik im Neuenheimer Feld, ist die Radiologie stolzer Betreiber von vier neuen Großgeräten. Mit zwei neuen Computertomographen, einem Magnetresonanztomographen und einem Angiographiesystem verfügt die Radiologie über die momentan beste und modernste Geräteausstattung weltweit, wie Thomas Seiler, Regionalleiter von Siemens Healthcare, bei seinem Grußwort auf dem Einweihungssymposium am Abend des 12. Oktober betont. Für Irmtraut Gürkan, kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums, bedeutet die Fertigstellung und feierliche Einweihung der vier neuen Medizintechniksysteme den krönenden Abschluss des Exzellenzprogramms, das 2008 ins Leben gerufen wurde, um gezielt die Leistungsfähigkeit und die Prozesse der Radiologie zu verbessern.

 

 

Partnerschaft in allen Bereichen

 

Professor Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, hat das Einweihungssymposium ganz bewusst unter das Motto „Radiologie in Partnerschaft“ gestellt, wie er den rund 100 Gästen und Mitarbeitern des Klinikums bei seiner Begrüßung erklärt. So passe das Motto zur Radiologie im Allgemeinen, da es sich hier um ein Querschnittsfach handele, das mit vielen Schnittpunkten zu anderen Fächern nur partnerschaftlich erfolgreich sein könne. Vor allem aber sei das Motto zugeschnitten auf die Radiologie in Heidelberg, die nur in Partnerschaft mit Klinikumsvorstand, Verwaltung und dem Universitäts-Bauamt und vielen weiteren Beteiligten aus Klinik, Wissenschaft und Industrie, die Planung und Umsetzung eines solchen Großprojektes erreichen konnte. Sein Dank gelte hier in erster Linie Irmtraut Gürkan, die den Prozess, die Radiologie auf einen hochmodernen, innovativen, klinisch und wissenschaftlich best aufgestellten Weg zu bringen, von Anfang an begleitet hat. Bedanken möchte er sich außerdem bei all denen, die die herausfordernde Aufgabe, in einem Gebäude aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wie dem der Chirurgie so moderne und leistungsfordernde Geräte einzubauen, angenommen, durchgeführt und erfolgreich zum Abschluss gebracht haben. Auch ohne die Geduld und Unterstützung der Ärzte und des medizinischen Assistenzpersonals wären die Umbaumaßnahmen bei voll laufendem klinischen Betrieb gar nicht möglich gewesen.

 

Dass auch die Industrie von der Partnerschaft mit ihrem Auftraggeber profitieren kann, stellt Thomas Seiler stellvertretend für Siemens Healthcare heraus. „Seit Jahrzehnten hat Siemens mit dem Universitätsklinikum in Heidelberg eine Partnerschaft aufgebaut, die mit den Umbaumaßnahmen in der Radiologie zu einem kulminanten Höhepunkt geführt haben. Partnerschaften wie diese haben es Siemens ermöglicht, Marktführer und Technologieführer zugleich auf dem Gebiet der Bildgebung zu sein“.

 

 

Neue Horizonte in der Radiologie

 

Doch was können die neuen Systeme im Vergleich zu dem was vorher schon möglich war? Was ist an den Geräten so innovativ? Welche Vorteile haben Patienten von dieser Spitzentechnologie? Sollten diese Fragen noch zu Beginn des Symposiums im Raum gestanden haben, gibt es nach den Vorträgen der Professoren Kauczor, Grenacher und Radeleff keinen Zweifel mehr daran, dass sich durch die neue Geräteausstattung ganz neue Horizonte in der Radiologie eröffnet haben. Mit beeindruckenden Bildern aus ihren Bereichen der Thoraxradiologie, der Abdominellen und der Interventionellen Radiologie ziehen sie die Gäste des Symposiums in den Bann und liefern den Beweis dafür, dass der Weg, der vor vier Jahren eingeschlagen wurde, der Richtige war.

 

 

Im Focus: Die zwei neuen Computertomographen

 

Ein moderner CT-Scanner des Typs „Somatom Definition AS“ wurde speziell für die Anforderungen im Bereich der Interventionellen Radiologie optimiert. Das System bietet dem Radiologen die Möglichkeit, nahezu ohne Verzögerung 3D-Bilder aus dem Inneren des Patienten zu erhalten. Auf diese Weise kann er zum Beispiel die Position der Katheter-Nadel – dem entscheidenden Instrument bei derartigen Eingriffen– stets genau verfolgen.

 

Die Strahlenbelastung sowohl für den Patienten als auch für das Team aus Ärzten und MTRA (Medizinisch-Technische Radiologie Assistenten) stets so gering wie möglich zu halten, ist eine Herausforderung, die mit den neuen Geräten innovative Antworten findet. So ist es eine Besonderheit des Computertomographen vom Typ „Somatom Definition Flash“, dass sich zwei Röntgenröhren und zwei Detektoren gleichzeitig um den Patienten drehen. Dadurch ist die Aufnahme des gesamten Brustkorbs einschließlich des Herzens in nur 0,6 Sekunden möglich. Ein Zwei-Meter-Ganzkörper-Scan benötigt aufgrund der hohen Aufnahmegeschwindigkeit des Computertomographen weniger als fünf Sekunden. Zusätzlicher Vorteil: Dank der hohen Untersuchungsgeschwindigkeit und den neuen Möglichkeiten der Bildrekonstruktion reduziert sich die Strahlenbelastung für den Patienten erheblich, d.h. um bis zu 90 Prozent.

 

Artikel: Kerstin Burmester


 

 

1,8 Millionen Euro an Mediziner

 

Logo Bundesministerium für Bildung und Forschung

Universität:

Erforschung von Lungenkrankheit gefördert

 

Millionenförderung aus Berlin für die Heidelberger Universität: Die medizinische Fakultät erhält aus den Töpfen des Bundesbildungs- und Forschungsministeriums 1,88 Millionen Euro. Das teilt das Büro des Entwicklunghilfeministers und Heidelberger Bundestagsabgeordneten Dirk Niebel mit. Mit dem Geld sollen Forschungsarbeiten zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) vorangetrieben werden, mit der sich Wissenschaftler an der Ruperto Carola bereits intensiv beschäftigt haben.

Nun soll nachgewiesen werden, dass die Magnetresonanztomographie (MRT) diese Lungenerkrankung darstellen und charakterisieren kann. "Hierdurch könnte die Computertomographie künftig als gängiges Verfahren ersetzt werden, was zu einer Reduktion der Strahlenbelastung der Patienten führen würde", erklärt Niebel.

Zum anderen soll bei dem Forschungsvorhaben eine Bilddatenbank etabliert werden. Mittels der Analyse von Bilddaten möglichst vieler Patienten soll COPD typisiert und besser charakterisiert werden. "Die erzielten Ergebnisse werden einen erheblichen Einfluss auf die zukünftige Diagnose für COPD-Patienten haben", erklärt Niebel in der Mitteilung. tir

 

Quelle: Mannheimer Morgen am 12.09.2012


 

 

Er ist mit der beste Lehrer seines Fachs

 

Prof. Claus Peter Heußel

Professor Dr. Claus Peter Heußel, Chefarzt der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie mit Nuklearmedizin der Opens external link in new window Thoraxklinik, erhält in diesem Jahr den Opens external link in new window Felix- Wachsmann-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft e.V..

Dieser Preis der Akademie für Fort- und Weiterbildung in der Radiologie wurde erstmals 2001 verliehen. Mit ihm werden jährlich fünf Referentenausgezeichnet, die über mehrere Jahre hin erfolgreich am radiologischen Fortbildungsprogramm der Akademie mitgearbeitet haben und in mindestens sechs Veranstaltungen von den Teilnehmern mit höchsten Punktzahlen für ausgezeichnete Lehre bewertet wurden.

 

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung, 15. Mai 2012, Seite 7, Ausgabe 112


 

 

 

Die "Radiologie Darmstadt" wird akademische Lehrpraxis

 

Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor, PD Dr. med. Oliver Mohrs, Dr. med. Anselm Pottmeyer (von links) in der Chirurgischen Klinik der Universitätsklinik Heidelberg

Die radiologische Gemeinschaftspraxis "Radiologie Darmstadt" wurde als erste Praxis in Hessen von der Exzellenz-Universität Heidelberg als "akademische Lehrpraxis für Radiologie" akkreditiert. Mit dieser Bezeichnung werden spezielle Praxen ausgezeichnet, die hinsichtlich der ärztlichen Expertise, des vielfältigen medizinischen Spektrums und der apparativen Ausstattung ein zukunftsorientiertes Konzept bieten und damit Studenten der Opens external link in new window Universität Heidelberg ausbilden dürfen.

 

Die radiologische Gemeinschaftspraxis "Opens external link in new window Radiologie Darmstadt" wurde als erste Praxis in Hessen von der Exzellenz-Universität Heidelberg als "akademische Lehrpraxis für Radiologie" akkreditiert. Mit dieser Bezeichnung werden spezielle Praxen ausgezeichnet, die hinsichtlich der ärztlichen Expertise, des vielfältigen medizinischen Spektrums und der apparativen Ausstattung ein zukunftsorientiertes Konzept bieten und damit Studenten der Universität Heidelberg ausbilden dürfen.

 

 

 

Nachwuchsförderung

 

"Frage nicht was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst". Frei nach dem Motto von John F. Kennedy möchten die Radiologinnen und Radiologen der Radiologie Darmstadt unentgeltlich zur medizinischen Nachwuchsförderung beitragen. "Es bereitet Freude, der nächsten Generation etwas zu geben, was man von den eigenen Lehrmeistern einst auch erhalten hat", so Priv.-Doz. Dr. med. Oliver Mohrs von der Radiologie Darmstadt. Die Studentinnen und Studenten aus Heidelberg haben die Möglichkeit, spezielle Kurse an den Standorten der Radiologie Darmstadt zu belegen. Damit wird eine Brücke geschlagen zwischen der universitären Lehre und dem medizinischen Alltag. Hierbei lernen die Studenten das moderne Konzept des niedergelassenen Arztes kennen mit den täglichen Aufgaben und Herausforderungen, die Patienten der Region in der Routine zu versorgen.

 

Vernetzung von universitärer und niedergelassener Medizin Früher konnte in der niedergelassenen Medizin

 

Früher konnte in der niedergelassenen Medizin nur eine erste Unterscheidung zwischen gesund und krank stattfinden und spezielle Untersuchungsverfahren waren den Patienten nicht Vorort, sondern nur an speziellen Einrichtungen möglich. Das führte teils auch zu unerwünschten Doppeluntersuchungen und langwierigen Prozessen. Die Radiologie Darmstadt arbeitet daher nach anderen Konzepten: Weg vom Einzelkämpfer- Mediziner und hin zur Teamarbeit mit Spezialisten für verschiedene Themenbereiche. Weg von der Praxis auf der grünen Wiese und hin zur integrativen Vernetzung mit den Krankenhäusern. So verbindet dieses Konzept die ambulante und stationäre Medizin der Region und bietet eine Schnittstelle zwischen den einzelnen klinischen Fächern, die an der Versorgung der Patienten mit bestimmten Erkrankungen beteiligt sind. Neben der persönlichen Expertise verfügt die Radiologie Darmstadt daher auch über eine außergewöhnliche apparative Praxisausstattung (z.B. dem 256-Schichten-FLASH-CT zur Darstellung von Herzkranzgefäßen ohne Katheter), die in nur wenigen Zentren in Deutschland vorgehalten wird.

 

In Zukunft wird ein weiterer Schritt notwendig sein: Die Vernetzung mit der universitären Medizin. "Hierdurch werden wichtige Forschungsergebnisse schneller in die Routine transportiert und kommen damit den Patienten viel früher zugute. Gleichzeitig lernen wir die Notwendigkeiten in der breiten ambulanten Versorgung besser verstehen und werden diese bei der strategischen Ausrichtung unserer Forschung und auch der Weiterbildung unserer jungen Kollegen und Kolleginnen besser berücksichtigen", so Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie der Universitätsklinik Heidelberg.

 

Weitere Informationen: Opens external link in new window www.radiologie-darmstadt.de

 

Quelle: Ihr Gesundheitsmagazin "Gesund Leben Heute", 22. März 2012

 

 

 


 

 

 

Für präzise Diagnostik ohne Strahlenbelastung

 

 

(v.l.) Professor Dr. Kauczor, Ärztlicher Direktor der Radiologischen Universitätsklinik, Norbert Mahlke, Vorsitzender der Siebeneicher-Stiftung, Robert Schilling, stellvertretender Vorsitzender der Siebeneicher-Stiftung und Privatdozent Dr. Jens-Peter S

Joachim Siebeneicher-Stiftung fördert Kinderradiologie am Universitätsklinikum Heidelberg mit 216.000 Euro 

 

Kinder reagieren besonders sensibel auf Röntgenstrahlung. Wie diagnostische Verfahren ohne Strahlenbelastung in der klinischen Praxis weiter ausgebaut werden können, prüfen Kinderradiologen am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg mit finanzieller Unterstützung der Joachim Siebeneicher-Stiftung. Nun hat die Stiftung im Januar 2010 die weitere Förderung über drei Jahre mit insgesamt 216.000 Euro zugesagt. 

 

Die Joachim Siebeneicher Stiftung wurde 1974 von Dr. Joachim Siebeneicher und seiner Ehefrau Charlotte gegründet. Die Stiftung fördert unter anderem Projekte in der biomedizinischen Forschung, im öffentlichen Gesundheitswesen sowie in der Jugend- und Altenhilfe und vergibt alle zwei Jahre einen Forschungspreis an exzellente Nachwuchs-Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg. 

 

Bereits seit 2006 unterstützt die Siebeneicher-Stiftung die Heidelberger Kinderradiologie, bisher mit insgesamt 360.000 Euro z.B. bei der Finanzierung von Forschungsprojekten in der Magnetresonanztomografie. Mit dem modernen Tomographen können die Heidelberger Experten Herz und Lunge in ihrer Bewegung exakt darstellen und so z.B. angeborene Gefäßfehlbildungen oder entzündliche Veränderungen in der Lunge präzise und ohne Strahlenbelastung diagnostizieren.

 

 

Kinder mit chronischen Erkrankungen profitieren von Kernspintomographie

 

„Wir forschen intensiv daran, wie wir diagnostische Methoden mit Röntgenstrahlen durch Methoden ohne Strahlenbelastung ersetzen können", sagt Privatdozent Dr. Jens-Peter Schenk, Leiter der Sektion Kinderradiologie. So etablierte das Team der Heidelberger Kinderradiologie die Kernspintomographie in der Diagnostik von Lungenerkrankungen, wofür zuvor die Computertomographie, ein Verfahren mit hoher Strahlenbelastung, herangezogen wurde. „Im vergangenen Jahr profitierten insbesondere die an Schweinegrippe erkrankten Kinder mit schweren Verläufen von den neuen strahlungsfreien Methoden der Bildgebung", so der Kinderradiologe. 

 

Dank der Förderung können die Forschungsprojekte nun weitergeführt und neue begonnen werden. „Wir arbeiten daran, die strahlungsfreie Diagnostik von chronischen Nierenerkrankungen oder Lungenschäden bei Kindern mit Mukoviszidose zu verfeinern", erklärt Dr. Schenk. Gerade bei Mukoviszidose sind genauere Informationen über die Ausprägung der Erkrankung wichtig für die weitere, individuelle Therapie. 

 

 

Forschung an strahlenfreier Diagnostik für Kinder hat in Heidelberg lange Tradition

 

Die Kinderradiologie der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg ist als Kompetenzzentrum für Pädiatrische Radiologie in Baden-Württemberg eines der wenigen Zentren in Deutschland, das auf die Diagnose von Erkrankungen im Kindesalter spezialisiert ist: Jährlich werden hier rund 25.000 Untersuchungen an ca. 12.000 Kindern und Jugendlichen vorgenommen. Die moderne technische Ausstattung auf höchstem medizinischen Niveau erlaubt Untersuchungen bei Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit minimaler Strahlenbelastung. Ein weiterer Schwerpunkt der Kinderradiologie Heidelberg ist neben dem Ausbau der Kernspintomografie die Ultraschalldiagnostik.

 

Die Forschung an einer schonenden Diagnostik für Kinder hat in Heidelberg lange Tradition: Bereits seit 1984 entwickelten die Heidelberger Kinderradiologen unter Leitung von Professor Dr. Jochen Tröger, seit 2008 im Ruhestand, die strahlenfreie Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen dahingehend weiter, dass u.a. nun auch Harnwegsinfektionen oder Darminvaginationen auf diese Weise untersucht werden können. 

 

 

Weitere Informationen über die Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie:

 

 

Ansprechpartner:

Privatdozent Dr. Jens-Peter Schenk

Sektion Pädiatrische Radiologie

Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie 

Radiologische Universitätsklinik Heidelberg 

Angelika-Lautenschläger-Klinik 

Im Neuenheimer Feld 430 

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 23 29

 

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Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang 

 

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. 

 

 

Quelle: Pressemitteilung Nr 40 / 2010, 22. März 2010, Universitätsklinikum Heidelberg

 


 

 

 

 

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Gefährliche Atemnot: 

Kompetenznetz Asthma und COPD erforscht bessere Diagnose und Therapie

 

 

Schwerpunkte liegen auf bildgebenden Verfahren und klinischen Studien (Presspespiegel vom 15. März 2010)

 

Trockener Husten, schweres Atmen bis zum Erstickungsgefühl, Enge in der Brust: bei vielen Patienten mit Asthma oder COPD lösen diese Symptome Panik bis zur Todesangst aus. Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Volkskrankheit entwickelt: Nahezu 15 Prozent der Deutschen leiden an der Erkrankung. Bezüglich der Mortalität wird die Erkrankung im Jahr 2020 Platz 3 in der Todesursachenstatistik einnehmen. Beim Asthma bronchiale sind etwa fünf Prozent der Erwachsenen und zehn Prozent der Kinder betroffen. Gerade für Patienten mit COPD gab es in den vergangenen Jahrzehnten nur wenige Fortschritte in der Therapie. Um die Forschung zu diesen chronischen Atemwegserkrankungen zu fördern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Anfang 2009 das Kompetenznetz Asthma und COPD gegründet. „Die krankheitsbezogenen Kompetenznetze des BMBF haben die Aufgabe, hervorragende Wissenschaftler zu vernetzen und die Expertise zu bündeln“, sagte Dr. Marianne Kordel-Bödigheimer, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. „Gerade bei Erkrankungen, die häufig auftreten und eine hohe Sterberate haben, können so die Forschungsergebnisse schneller für den Patienten zur Verfügung stehen.“ 

 

 

Am 15. März 2010 trafen sich Lungenexperten aus Marburg, Heidelberg und Hannover zu ihrer ersten wissenschaftlichen Tagung des Kompetenznetzes in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Ziel des gesamten Netzwerks ist die Weiterentwicklung von Prävention, Diagnostik und Therapie von Asthma und COPD. Darüber hinaus soll eine Forschungsplattform für obstruktive Lungenerkrankungen aufgebaut werden, die vom Zellkultursystem über Tiermodelle bis zu Patientenkohorten inklusive Biomaterialien reicht“, betonte Professor Dr. Claus Vogelmeier, Philipps Universität Marburg, Sprecher des Kompetenznetzes. Das Kompetenznetz ist in zwei Verbünde gegliedert: Asthma-MRI (Magnet Resonanz Imaging) und Cosyconet. 

 

 

Der Verbund Asthma-MRI beschäftigt sich mit der radiologischen Bildgebung in der Diagnostik von Asthma und COPD. „Die Etablierung der Strahlungsfreien Magnetresonanztomographie zur bildgebenden strukturellen und funktionellen Diagnostik bei Asthma und COPD ist ein besonderer Schwerpunkt innerhalb des Kompetenznetzes und darüber hinaus. Damit wollen wir eine gezielte Auswahl einer wirksamen Therapie, eine gut messbare Kontrolle des Therapieerfolgs und eine verbesserte Abschätzung der Prognose erreichen“, erklärte Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Universität Heidelberg, Sprecher des Verbundes Asthma-MRI. 

  

Der Verbund Cosyconet untersucht den Zusammenhang zwischen COPD und anderen Erkrankungen wie Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die überproportional häufig bei COPD-Patienten auftreten. 

„Kern ist der Aufbau eines nationalen Registers von 3000 COPD-Patienten, deren Befunde mit anderen

Registern verglichen werden sollen“, sagte Professor Dr. Tobias Welte, MHH, Projektleiter der Cosyconet-Kohortenstudie. „Wir untersuchen, wie häufig diese anderen Erkrankungen auftreten und prüfen den möglichen Zusammenhang zwischen systemischer Entzündung (Was heißt das?) und der Lungenerkrankung.“ Außerdem werden die Auswirkungen auf Morbidität, Mortalität und Kosten evaluiert. (Oder anderes Zitat)

 

Das Kompetenznetz wird zunächst für drei Jahre mit insgesamt 6.4 Millionen Euro gefördert. Geplant sind drei weitere Förderphasen bis zum Jahr 2021, in denen die Arbeit fortgeführt und ausgebaut werden soll. 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Maike Schnoor, Geschäftsstelle Kompetenznetz Asthma und COPD, Philipps Universität Marburg, Telefon (06421) 586-6435 oder Opens window for sending email.

 

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von links: Prof. Dr. Marc-Andrè Weber, Eva Luise Köhler, Kronprinzessin Letizia, Horst Köhler und Dr. Karin Jurkat-Rott

Ausgezeichnet geforscht

 

 

 

 

Der Heidelberger Radiologe Marc-André Weber erhielt gestern den Eva Luise Köhler-Forschungspreis

 

Gestern erhielt der Oberarzt, der an der Radiologischen Universitätsklinik die Sektion Muskuloskelettale Radiologie leitet, den Eva Luise Köhler-Forschungspreis für seltene Erkrankungen. Die Frau des Bundespräsidenten zeichnete Weber gemeinsam mit der Ulmer Ärztin Dr. Karin Jurkal-Rott mit dem mit 50 000 Euro dotierten Preis aus.

 

Die Jury würdigte damit unter 60 Bewerbungen den von beiden Medizinern entwickelten neuen Behandlungsansatz bei einer seltenen Form des Muskelschwundes, der hypokaliämischen periodischen Paralyse (HypoPP).

 

Die feierliche Preisübergabe fand in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler sowie der spanischen Kronprinzessin Letizia statt. Die 37-Jährige setzt sich ebenso für Menschen mit seltenen Erkrankungen ein wie Eva Luis Köhler. Deren Stiftung vergibt den Preis seit 2008 jedes Jahr gemeinsam mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE).

 

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v.r.: Prof. Kauczor, Prof. Nöldge, Prof. Lie , Dr. Pang, Prof. Vilmar, Delegationsmitglieder aus Süd Korea

Koreanischer Besuch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch einer Delegation der Deutsch-Koreanischen Association für Medizin e.V. (DVRK) in der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie anlässlich einer Hospitation eines radiologischen Kollegen aus Nord-Korea. 

 

In der Tradition zahlreicher erfolgreicher Hospitationen internationaler Gastärzte und Gast-wissenschaftler hat die Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie aktuell erstmals in Dr. Yun Chol Pang einen Kollegen aus Nord-Korea aufgenommen. 

 

Dieser junge Kollege wird im Rahmen einer fünfmonatigen Hospitation seine Kenntnisse in den diagnostischen Möglichkeiten der Computertomographie (CT) vertiefen. Hierzu wird er an den beiden Flaggschiff-Multidetekor-CT-Systemen der Abteilung, dem 256 Zeilen MDCT Brilliance ICT am  Standort Medizinische Klinik und dem 64 Zeilen Dual Energy MDCT am Standort Chirurgische Klinik methodische und klinische Erfahrungen sammeln. 

 

Die Hospitation von Herrn Dr. Pang wird vom Lee Jong Wok Memorial Fund unterstützt. Dr. Lee Jong Wok war ehemaliger Generalsekretär der WHO. Aufgrund der außerordentlichen Bedeutung dieses Programms war am 14.07.2009 eine Delegation der Deutsch-Koreanischen Association für Medizin e.V. (DVRK), vertreten durch den Präsidenten Prof. Dr. Dr. h. c. mult. K. Vilmar und den Secretary General Prof. Dr. Dr. h. c. mult. T.S. Lie, zusammen mit einer Delegation Lee Jong Wok Memorial Fund aus Süd-Korea in der Abteilung Diagnostische und Interventionelle  Radiologie zu Gast, um sich über die Möglichkeiten und den Verlauf der Ausbildung zu informieren.

 


 

 

 

Herr Prof. Dr. Nöldge

Professor Nöldge wird "Distinguished Oberarzt" 

 

Nach 36 Jahren wurde er in den aktiven Ruhestand verabschiedet
Professor Dr. Gerd Nöldge, Oberarzt der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Radiologischen Klinik, ist im September 2009 nach über 36-jähriger Berufslaufbahn in den Ruhestand verabschiedet worden. Sein berufliches Interesse galt innovativen Techniken der interventionellen Radiologie. Als Gründungsmitglied der ersten Interdisziplinären Arbeitsgruppe zur Kyphoplastie im Jahr 2001 trug er maßgeblich dazu bei, diese Technik in Heidelberg zu etablieren.

 

Gerd Nöldge studierte Humanmedizin in Göttingen und Freiburg. Später war er am Universitätsklinikum Freiburg unter Leitung des bekannten interventionellen Radiologen Professor Dr. Werner Wenz tätig. Für seine bahnbrechende Forschung zum Verschluss (Embolisation) von Arterien des Verdauungstraktes – auch heute noch eine der bedeutendsten klinischen Grundlagenarbeiten der Interventionellen Radiologie – wurde er 1985 als erster Preisträger mit dem Wilhelm Konrad Röntgenpreis ausgezeichnet. 1993 folgte Professor Nöldge dem auf den Lehrstuhl für Diagnostische Radiologie berufenen Professor Dr. Günter Kauffmann als Sektionsleiter der „Radiologischen Diagnostik in der Medizinischen Klinik“ nach Heidelberg. 

 

Seine jüngsten Aktivitäten galten der Nachwuchsförderung und den internationalen Kooperationen: So ist es ihm zu verdanken, dass über das Bundesgesundheitsministerium eine Kooperation mit der Volksrepublik China aufgebaut wurde, die es jungen chinesischen Wissenschaftlern ermöglicht, an der Radiologischen Klinik in Heidelberg zu hospitieren. 

 

Herr Professor Nöldge wird auch weiterhin der Radiologischen Klinik erhalten bleiben und seine Erfahrungen und Netzwerke als „Distinguished Oberarzt“ für internationale Programme einbringen. Für seine Leistungen in Wissenschaft, Forschung und Lehre, seine innovativen Ideen und sein herausragendes Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs gebührt ihm Dank und Anerkennung weit über die Grenzen Heidelbergs hinaus. 

 

Professor Dr. Lars Grenacher 

 


 

 

 

Am 28.10.2009 wurden die neu hergerichteten Räumlichkeiten und die beiden neuen Geräte von Frau Gürkan und den Herren Professoren Siewert, Ewerbeck und Kauczor feierlich eingeweiht. Zudem wurde den teilnehmenden Kollegen aus Orthopädie, Radiologie, Ne

Inbetriebnahme neuer CT- und MRT-Geräte in der Orthopädie

 

Seit Oktober 2009 stehen in der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie nun auch im Bereich Orthopädie CT- und MRT-Geräte modernster Bauart zur Verfügung. Der neue MRT-Scanner (Siemens Verio) arbeitet bei einer Feldstärke von 3 Tesla. Durch seine geräumige Röhre (70 cm Durchmesser) wird der Patientenkomfort erheblich gesteigert. Auch adipöse oder klaustrophobe Patienten können hier problemlos untersucht werden. Die Bildqualität stellt einen Quantensprung im Vergleich zum Vorgänger-Gerät dar und setzt in der muskuloskelettalen Radiologie neue Standards. Ein Hauptschwerpunkt ist die hochauflösende Knorpeldarstellung insbesondere am Knie-, Hüft- und Handgelenk im Rahmen der Erstdiagnostik, OP-Planung und postoperativen Kontrolle. Mit dem neuen Computertomographen (Siemens Emotion 16) steht nun ein verlässliches und robustes Gerät mit modernster Software zur Verfügung. Es ist für alle orthopädischen und unfallchirurgischen Fragestellungen, einschließlich der Versorgung des Schockraums hervorragend geeignet. Darüber hinaus ermöglicht es erstmals die effektive CT-gesteuerte Knochenintervention, was von Zuweisern zunehmend in Anspruch genommen wird. Hierzu gehört insbesondere die Radiofrequenz-Ablation von Osteidosteomen. Beide Geräte werden auch für klinische und translationale Forschung genutzt. Ein herausragendes Forschungsthema ist die Vitalitätsbeurteilung von Knorpelschäden und  Knorpeltransplantaten mittels spezieller Kontrastmittelgestützter MRT-Techniken. 

 

Am 28.10.2009 wurden die neu hergerichteten Räumlichkeiten und die beiden neuen Geräte von Frau Gürkan und den Herren Professoren Siewert, Ewerbeck und Kauczor feierlich eingeweiht. Zudem wurde den teilnehmenden Kollegen aus Orthopädie, Radiologie, Neuroradiologie, Verwaltung und Industrie das Team 2010 der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Bereich Orthopädie unter der Leitung von OA PD Dr. Marc-Andre Weber sowie der Leitenden MTRA Frau Juliane Kladeck vorgestellt. 

 


 

 

 

Historische Bande zwischen Qingdao (China) und Heidelberg

Historische Bande zwischen Qingdao (China) und Heidelberg

 
Historische Bande zwischen Qingdao, China, mit der von Deutschen gegründeten Universitätsklinik und Deutschlands ältester Universität in Heidelberg waren für die Ärztlichen Direktoren der jeweiligen Radiologischen Abteilungen, Prof. Kauczor und Prof. Wenjian Xu, der Katalysator für den Beginn einer gemeinsamen Kooperation. 

 

Die ersten Kontakte wurden 2008 anlässlich der 100 Jahr-Feier der Medizinischen Fakultät Qingdao zwischen Prof. Nöldge, Prof. Wenjian Xu und dem Präsidenten der Qingdaoer Fakultät Prof. Miao geknüpft. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wurde 2009 eine intensive Zusammenarbeit begonnen. Prof. Kauczor und Prof. Nöldge lehrten im Sommer mit kräftiger Unterstützung durch die aufstrebenden Nachwuchswissenschaftler Fr. Dr. Fechtner und Dr. Amarteifio als Visiting Professor an der Universität Qingdao. 

 

Im Gegenzug hospitieren seit September 2009 zwei radiologische Kollegen aus Qingdao in der Abt. Diagnostische und Interventionelle Radiologie in Heidelberg. Prof. Feng ist in ein wissenschaftliches Projekt über die MRT muskuloskelettaler Erkrankungen eingebunden. Er arbeitet im Bereich Orthopädie der Abt. Diagnostische und Interventionelle Radiologie am neuen 3 Tesla MRT Gerät. Herr Dr. Duan ist in Projekte zur Computertomographie von Erkrankungen an den großen Gefäßen, speziell der Aorta, involviert gemeinsam mit der Klinik für Gefäßchirurgie und der Radiologie des DKFZ. Aufgrund des großen Erfolgs ist das BMG hochgradig interessiert, diese Kooperation auch in 2010 weiter zu unterstützen und auch die Radiologie hinaus auszudehnen. 


 

 

 

Einweihung der neuen Röntgenambulanz in der Chirurgischen Klinik

 

Die neue digitale Röntgeneinheit der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie in der Chirurgischen Ambulanz wurde am 11. August 2009 feierlich eingeweiht. Sie ist mit 2 Doppelarbeitsplätzen und modernsten Flachdetektoren der Firma Siemens ausgestattet. Mit ihnen können Thorax, Abdomen sowie Knochen und Gelenken schneller, einfacher und schonender untersucht werden. 

 

In der Eröffnungsrede in Anwesenheit des Klinikumsvorstands betonte Prof. Dr. H.-U. Kauczor neben der neuen Technologie insbesondere die Bedeutung der kompletten Erneuerung der Räume. Freundliche Farben, modernes Lichtkonzept und eine großzügige Raumgestaltung geben den Patienten jetzt bereits beim ersten Kontakt mit dem Universitätsklinikum und der Radiologie das Gefühl, willkommen und gut versorgt zu sein. 

 

Weiter dankte Prof. Dr. H.-U. Kauczor seinem Vorgänger Prof. Dr. G. W. Kauffmann für die gute Vorbereitung der Neugestaltung der Röntgenambulanz, die allerdings erst gelang nachdem für die knapp 20 Jahre alten Röntgengeräte keine Ersatzteile mehr verfügbar waren. In einem gemeinsamen Kraftakt von Verwaltung, Bauamt, Strahlenschutz, Firma Siemens sowie der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, der Chirurgische Ambulanz und Anästhesiologie gelang es, in den vorgegeben Räumen eine moderne und kompakte Installation in die Tat umzusetzen. Im Anschluss an die Begehung, wurde bei einem Stehempfang auf die hervorragende und reibungslose Zusammenarbeit angestoßen während es in der Ambulanz schon wieder hieß: 

 

Power on, einatmen, Luft anhalten und Schuss!

 

Ihr Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor   

 


 

 

 

Der erste 256-Mehrschicht-Computertomograph in Süd-West-Deutschland hat im Universitätsklinikum Heidelberg den Betrieb aufgenommen 

 

Schnelle und genaue Untersuchung bei geringer Strahlendosis

 

Dank der großzügigen Spende der Dietmar-Hopp-Stiftung steht dem Universitätsklinikum Heidelberg seit Dezember 2008 der neue Computertomograph "Brilliance iCT“ der Firma Philips mit der aktuellsten technischen Ausstattung zur Verfügung. Die höhere Bildqualität erlaubt nun noch exaktere Diagnosen bei gleichzeitig niedrigerer Strahlenbelastung. Das Gerät ist ein technisch weiter entwickeltes Folgemodell des 64-Mehrschicht-Computertomographen, der 2008 mit Hilfe der Spende von einer Million Euro durch die Dietmar-Hopp-Stiftung angeschafft werden konnte. Der Austausch gegen das innovative Geräte war mit der Herstellerfirma Philips von vorneherein vereinbart worden.  

 

Das Gerät kann bis zu 256 Körperschichten mit einer Auflösung unterhalb eines Millimeters innerhalb kürzester Zeit gleichzeitig erfassen. Die Untersuchung dauert durchschnittlich nur noch fünf Minuten. „Da die Leistungsstärke der Röntgenröhre sowie die Verfahren zur Rekonstruktion von Bildern aus den Rohdaten wesentlich verbessert wurden, ist die Bildqualität und die Strahlendosis niedriger“, erklärt Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor der Abteilung Radiologie am Universitätsklinikum Heidelberg.

 


 

 

 

 

 

 

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