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Zusammenfassung der Projektziele START-MSC2

 

Die Etablierung von Leitlinien für die Qualitätskontrolle von Stammzellpräparationen und besonders von den daraus abgeleiteten Zellinien ist eine notwendige Voraussetzung für eine reproduzierbare Entwicklung zellbasierter Therapien. Insbesondere bei mesenchymalen Stammzellen (MSC) variiert die Qualität der Präparation unter den verschiedenen Laboratorien erheblich. In der vergangenen Förderperiode hat dieses Konsortium optimierte Bedingungen und Standardprotokolle für MSC-Präparationen etabliert. Zudem wurden Marker für eine präzise Charakterisierung dieser Zellen identifiziert und erprobt. Der Einfluss der zellulären Seneszenz (Anzahl von Passagen bei der Vermehrung der MSC-Präparationen) auf das Differenzierungspotential wurde in vitro und in vivo eingehend untersucht. Wir konnten zeigen, dass die optimierten MSC in der Lage sind, in Knochen, Knorpel und Fett zu differenzieren, jedoch nicht in Leber- und Herzzellen. Stattdessen dienen sie hervorragend als Nährboden für den Erhalt von Stammzelleigenschaften anderer Progenitorzellen.

Demgegenüber ist es neuerdings durch die Entwicklung induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS-Zellen) möglich geworden, durch die gezielte Einschleusung definierter genetischer Faktoren eine Pluripotenz zu induzieren. Vor diesem Hintergrund planen wir in der zweiten Förderperiode das Potential unserer Standard-MSC-Präparationen mit MSC mit induzierter Pluripotenz (iP-MSC) zu vergleichen.

 

Wir haben folgende Ziele definiert:

  1. Entwicklung von Standardprozeduren und Leitlinien für eine GMP-konforme Produktion von humanen MSC.

  2. Einsatz von MSC-Präparationen unter optimierten und standardisierten Bedingungen als Surrogatnische für andere Stammzellen.

  3. Einfluss der replikativen Seneszenz auf Genexpression, Adhäsionsproteine und funktionelle Eigenschaften bei MSC.

  4. Aufdeckung von Differenzierungsmechanismen, sowie Etablierung von Protokollen für die Induktion von Pluripotenz bei humanen MSC.

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