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Institut für Medizinische Psychologie
Zentrum für Psychosoziale Medizin

Psychotherapieforschung

 

In der Psychotherapieforschung führen wir verschiedene multimethodische Studien durch, darunter:

 

Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) (Cognitively Based Compassion-Training (CBCT) - Paartherapie bei DepressionNeurofeedback-basierte Therapie postpartaler Bindungsstörungen (NeMuK) Musiktherapie in palliativer Versorgung) Kognitive Verhaltenstherapie und Systemische Therapie bei sozialen Angststörungen im Erwachsenenalter (SOPHO-CBT/ST) und Familienaufstellungen im Erwachsenenalter (FCS),

 

Parallelisierte Kontrollstudien (Soziale Netzwerke von PatientInnen und Gesunden (SozNet-D),

 

Kompetenz und Adhärenz von PsychotherapeutInnen (Kompetenzerfassung bei systemischen Therapeuten (STCS), Systemtherapeutische Adhärenzskala (STAS),

 

Sprache und subjektive Erfahrungen in psychologischen Interventionen (Sprachbasierte Analysen zu psychologischen Prozessen (LIWC) und Erfahrungen in systemischen Psychotherapien aus KlientInnen- und TherapeutInnensicht (EiPT))

 

Generische Veränderungsindikatoren in psychologischen Interventionen („generic change indicators“, GCIs)

 

Methodenentwicklungen: (Experience in Social Systems Questionnaire (EXIS) - PatientInnen und TherapeutInnen,  Burden Assessment Scale (BAS) - wichtige Bezugspersonen, Evaluation of Social System Scale (EVOS))

 

Im Folgenden finden sich detaillierte Beschreibungen der einzelnen Studien.

 

 

 

Randomisiert-kontrollierte Studien (RCTs)

Lässt sich Bindung lernen? Neurofeedback-basierte Therapie postpartaler Bindungsstörungen

Ziele:

Im Fokus dieser Studie stehen Mütter, die Schwierigkeiten haben, eine emotionale Beziehung zu ihrem neugeborenen Kind aufzubauen. In dieser Studie wird untersucht, ob eine Neurofeedback-Intervention diesen Müttern helfen kann, die Beziehung zu ihrem 3-4 Monate alten Kind zu verbessern.

 

Hintergrund:

Der Zeitraum nach der Geburt stellt für Mutter und Kind eine prägende Phase dar, der besonders der Mutter ständige Aufmerksamkeit und Anstrengung abverlangt. Viele Mütter erleben nach der Geburt einen sogenannten „Baby-Honeymoon“ - einen Zustand, der in ihnen den Wunsch weckt, ständig in der Nähe ihres Kindes zu sein, es zu umsorgen und es ihnen ermöglicht, die enormen Anstrengungen der Mutterschaft auf sich zu nehmen. Oft äußert sich dieser Zustand über ständige Berührungen, Blickkontakt, Lächeln, oder Streicheln des Säuglings. Diese sogenannte mütterliche Bindung stellt die Versorgung des Kindes sicher und legt einen Grundstein für eine positive Entwicklung des Säuglings.

Einige Mütter berichten über Schwierigkeiten, nach der Geburt eine emotionale Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Diese Studie soll Müttern helfen, die Beziehung zu ihrem 3-4 Monate alten Kind zu verbessern, indem sie üben, ihre Gehirnaktivität in Reaktion auf Bilder ihres Kindes positiv zu beeinflussen. Dafür wird die Gehirnaktivität der Mütter, während sie im Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) liegen, den Müttern mittels einer visuellen Skala rückgemeldet und sie üben ihre Hirnaktivität anzupassen. Diese Intervention setzt bewusst keine Medikamente ein und stellt somit eine neue Methode dar, die Beziehung zwischen Mutter und Kind nach der Geburt nachhaltig zu verbessern.

 

Studienablauf:

Die Studie umfasst für alle Mütter drei Termine, zu denen sie mit ihren Kindern eingeladen werden, um unter anderem die Mutter-Kind-Interaktion zu erfassen.

Für Mütter, die an der Intervention zur Verbesserung der mütterlichen Bindung teilnehmen, gibt es zusätzlich drei Sitzungen im Abstand von ca. 14 Tagen, bei denen im MRT geübt wird, ihre Gehirnaktivität als Reaktion auf Bilder des eigenen Kindes zu beeinflussen.

Den Müttern wird zusätzlich noch Blut entnommen, um es auf das sogenannte Bindungshormon Oxytocin hin zu untersuchen.

Im Rahmen der Studie werden verschiedene Interviews und Fragebögen zum Einsatz kommen, die unter anderem den psychischen Gesundheitsstatus, die Bindung der Mutter an ihr Kind sowie mütterliches Selbstvertrauen erfassen.

Am letzten Untersuchungstermin wird zusätzlich die kindliche kognitive, sprachliche und motorische Entwicklung erfasst.

Geplante Laufzeit:2017–2020
Förderung:

Dietmar-Hopp-Stiftung

Leitung:Beate Ditzen, Monika Eckstein, Anna-Lena Zielow
Ansprechpartner:Monika Eckstein, Anna-Lena Zielow, Britta Zipser

in Kooperation mit:

Dr. Daniela Noe, Klinik für Allgemeine Psychiatrie im Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. Peter Kirsch, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim, Ruprecht Karls-Universität Heidelberg

Psychobiologische Marker und reales Interaktionsverhalten bei Depression: CBCT-Studie, Teil 2


Ansteigende Prävalenzraten, hoher Kostendruck und eine begrenzte Wirksamkeit pharmakologischer Therapien ziehen die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung von Behandlungsalternativen für Patienten mit Major Depression nach sich.


Vorangegangene Studien konnten bereits nachweisen, dass v.a. chronisch depressive Patienten eine reduzierte Empathie- oder Mitgefühlsfähigkeit aufweisen, weniger in der Lage zu kognitiver Perspektivenübernahme sind und einen starken Fokus auf sich selbst zeigen.
Die vorliegende Studie untersucht daher, inwieweit ein mitgefühlsbasiertes Training in der Lage ist, das sozialen Interaktionsverhalten sowie den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand von depressiven Paaren zu verbessern. 
Hierzu werden die Teilnehmer im randomisiert, kontrollierten Design entweder der Kontrollgruppe oder einem zehnwöchigen Mitgefühlstraining (Cognitively Based Compassion-Training / CBC-Training, ein Programm der Emory University, Atlanta, GA, USA) zugeteilt, welches um paartherapeutische Aspekte systemischer, kognitiv-verhaltenstherapeutischer und interpersoneller Ansätze ergänzt wurde.


Die Effekte des Trainings werden anhand von hormonellen, immunologischen und peripherphysiologischen Parametern evaluiert, deren Auswahl Gegenstand des ersten Studienabschnitts ist. Daneben stehen aufmerksamkeitsbezogene Maße (Eye-Tracking), videobasierte Interaktionsanalysen sowie Selbst- und Fremdeinschätzungen im Blickpunkt.


Die Ergebnisse dieser Studie dienen dazu, die gesundheitsfördernden Effekte einer mitgefühlsbasierten Gruppenintervention für Paare nachzuweisen.

Laufzeit:seit Januar 2016
Leitung:Corina Aguilar-Raab, Marc Jarczok, Marco Warth und Beate Ditzen
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowCorina Aguilar-Raab, Marc Jarczok, Marco Warth und Friederike Winter
Studentische Mitarbeiter:Michelle Raquet, Sufang Chen, Susanne Hembd

„Song of Life“: Musiktherapie zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten in palliativer Versorgung


Die Palliativversorgung in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl an unheilbar erkrankten Menschen deutlich ausgebaut. Während für viele körperliche Symptome wie Schmerz und Atemnot wirksame medizinische Behandlungsoptionen vorliegen, existieren für emotionale und spirituelle Bedürfnisse kaum evaluierte Konzepte. Gerade am Lebensende können existenzielle Ängste und psychosoziale Konflikte aber eine große Belastung darstellen.
Musiktherapie wird seit über 30 Jahren als Behandlungsangebot in der Sterbebegleitung eingesetzt. Entspannungs- und Imaginationsverfahren werden ebenso wie Lied- und Improvisationstechniken genutzt, um Symptome zu lindern, Stress zu reduzieren oder das Wohlbefinden zu verbessern. Ziel unserer Studie ist es, eine neu entwickelte musiktherapeutische  Intervention („Song of Life“) auf Ihre Wirksamkeit bezüglich Lebensqualität und Stressreduktion hin zu untersuchen.


Geplante Laufzeit:2018 - 2021
Förderung:H.J. & W. Hector Stiftung und Sonnen-Blau. Gemeinnützige Morgott-Schupp-Stiftung für frühkindliche Erziehung und Palliativversorgung
Leitung: Marco Warth und Jens Kessler (Kooperationspartner)
Ansprechpartner: Marco Warth und Friederike Köhler
In Kooperation mit:PD Dr. med. Jens Keßler, Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin, Klinik für Anästhesiologie, UniversitätsKlinikum Heidelberg
Prof. Dr. med. Hubert J. Bardenheuer, Universitäre Palliativstation am Krankenhaus St. Vincentius
Prof. Dr. med. Martin Weber, Interdisziplinäre Abteilung für Palliativmedizin, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Kognitive Verhaltenstherapie  und Systemische Therapie bei sozialen Angststörungen im Erwachsenenalter (SOPHO-CBT/ST)

In einer Pilotstudie wird die Wirksamkeit von Kognitiver Verhaltenstherapie und Systemischer Therapie bei sozialen Angststörungen im Erwachsenenalter im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie untersucht. Das Hauptzielkriterium („primary outcome“) ist die Reduzierung sozialer Ängstlichkeit. Als Nebenzielkriterien („secondary outcomes“) wird die Verbesserung des psychologischen, interpersonalen und systembezogenen Funktionsniveaus erfasst. Als Moderatoren und Mediatoren wird die Therapiemotivation der PatientInnen, die therapeutische Beziehung und spezifische PatientInnen- und TherapeutInnen-charakteristika untersucht. Ein besonderer Fokus liegt auf der Veränderung wichtiger Bezugspersonen in Interaktion mit den PatientInnen. Die Manualtreue in beiden Behandlungsbedingungen wird anhand etablierter Messintrumente erfasst. Eigens zur Erfassung der Manualtreue der Systemischen TherapeutInnen wird die Systemtherapeutische Adhärenzskala (STAS) entwickelt und psychometrisch überprüft.

Messzeitpunkte umfassen die Basisdatenerhebung, Veränderungen nach der 8., 15., 20. und 26. Therapiestunde beziehungsweise zu Therapieende, sowie 9 und 12 Monate nach Therapiebeginn.

Die Kognitiven Verhaltenstherapien werden am Opens external link in new windowZentrum für Psychologische Psychotherapie (ZPP) durchgeführt, die systemische Therapien am Institut für Medizinische Psychologie.
Geplante Laufzeit:2014–2017
Förderung:

Opens external link in new windowDeutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF), Opens external link in new windowSystemische Gesellschaft (SG), Opens external link in new windowHeidehofstiftung, Opens external link in new windowCusanus-Werk

Leitung:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Homepage:Opens internal link in current windowKognitive Verhaltenstherapie und Systemische Therapie bei sozialen Angststörungen im Erwachsenenalter
Publikationen:

1) SOPHO-CBT/ST

Hunger, C., Hilzinger, R., Klewinghaus, L., Deusser, L., Sander, A., Mander, J., Bents, H., Ditzen, B., & Schweitzer, J. (submitted). Systemic Therapy and Cognitive Behavioral Therapy for Social Anxiety Disorders: A Randomized Controlled Pilot


Hunger, C., Hilzinger, R., Koch, T., Mander, J., Sander, A., Bents, H., & Schweitzer, J. (2016). Comparing Systemic Therapy and Cognitive Behavioral Therapy for Social Anxiety Disorders: Study Protocol for a Randomized Controlled Pilot Trial. Trials, 17:171. Opens external link in new windowdoi:10.1186/s13063-016-1252-7


2) Kognitive Verhaltenstherapie

Hunger, C. (2018). Cognitive behavioral therapy for social anxiety disorder: Intra- and interpersonal aspects and clinical application. In Ö. Şenormanci, Cognitive Behavioral Therapy and Clinical Apllications. Available from: https://www.intechopen.com/books/cognitive-behavioral-therapy-and-clinical-applications/cognitive-behavioral-therapy-for-social-anxiety-disorder-intrapersonal-and-interpersonal-aspects-and


3) Systemische Psychotherapie

Hunger, C., Schweitzer, J., & Hilzinger, R. (2016). Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie. Soziale Ängste, soziale Angststörungen und systemtherapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Opens external link in new windowFamiliendynamik, 41(2), 2-15.


Buch:

Schweitzer, J., Hunger, C., & Hilzinger, R. (eingereicht), Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie: Systemische Therapie mit sozial ängstlichen Erwachsenen. (Reihe: Störungen systemisch behandeln; Hrsg. Hans Lieb). Heidelberg: Carl-Auer.


4) Methodenentwicklung

Hunger, C., Bornhäuser, A., Link, L., Geigges, J., Voss, A., Weinhold, J., & Schweitzer, J. (2017). The Experience in Personal Social Systems Questionnaire (EXIS.pers.): Development and psychometric properties. Family Process, 56(1), 154-170. doi:10.1111/famp.12205

 

Hunger, C., Geigges, J. & Schweitzer, J. (2018, im Druck). Soziale Netzwerkdiagnostik (SozNet-D): Die Erfassung und praktische Arbeit mit strukturellen und funktionalen Aspekten sozialer Beziehungen. In A. Eickhorst & A. Röhrbein, Methoden der Familienberatung. Göttingen: Vandenhoeeck & Ruprecht.

 

Auszeichnung:Gewinner der Forschungsförderung 2013 der Opens external link in new windowDeutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF)

Familienaufstellungen im Erwachsenenalter (FCS)

Es wird die Wirksamkeit von Familienaufstellungen im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Wartekontrollgruppenstudie mit nachheriger Intervention im naturalistischen Setting untersucht. Das Hauptzielkriterium („primary outcome“) ist die Verbesserung des psychologischen Funktionsniveaus. Als Nebenzielkriterien („secondary outcomes“) wird die Verbesserung des systembezogenen Funktionsniveaus und der individuellen Zielerreichung erfasst. Als Moderator wird die therapeutische Beziehung und spezifische PatientInnencharakteristika untersucht. Die Manualtreue wird anhand eines eigens für diese Studie entworfenen Manuals zu Systemaufstellungen erfasst.

Messzeitpunkte umfassen die Basisdatenerhebung, zwei Wochen, vier, acht und zwölf Monate sowie fünf Jahre nach Teilnahme an einem Familienaufstellungsseminar.

Die Studie wird in Kooperation mit dem Opens external link in new windowWieslocher Institut für Systemische Lösungen (WISL) durchgeführt.
Geplante Laufzeit:2010–2017
Förderung:Opens external link in new windowDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Opens external link in new windowSonderforschungsbereich “Ritualdynamik“ (SFB 619), Teilprojekt C11
Leitung: Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Ansprechpartner: Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Publikationen:

Sailer, P., Krause, L., Schweitzer, J., & Hunger, C. , (2017). Long- term Efficacy of Family Constellation Seminars on Psychological Well-Being, Experience in Social Systems, and Individual Goal Achievement: A 5-year follow-up. Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (22.- 24.03.), Berlin, Deutschland.


Hunger, C., Weinhold, J., Bornhäuser, A., Link, L., & Schweitzer, J. (2015). Mid- and Long-Term Effects of Family Constellation Seminars in a General Population Sample: 8- and 12-Month Follow-Up. Family Process, 54 (2),344-358. Opens external link in new windowdoi:10.1111/famp.12102


Hunger, C., Bornhäuser, A., Link, L., Schweitzer, J., & Weinhold, J. (2014). Improving Experience in Personal Social Systems through Family Constellation Seminars: Results of a Randomized Controlled Trial. Family Process, 53(2), 288-306. Opens external link in new windowdoi:10.1111/famp.12051


Hunger, C., Weinhold, J., Bornhäuser, A., & Schweitzer, J. (2014). Erleben in sozialen Systemen: Kurzvorstellung eines neuen Fragebogens und Darstellung seiner Ergebnisse in der Heidelberger RCT-Studie zur Wirksamkeit von Systemaufstellungen. Opens external link in new windowFamiliendynamik, 39 (4), 316-325.

Weinhold, J.*, Hunger, C.*, Link, L., Rochon, J., Wild, B., Bornhäuser, A., & Schweitzer, J. (2013). Family constellation seminars increase psychological functioning in a general population sample: Results of a randomized controlled trial. Journal of Counseling Psychology, 60(4): 601–609. *shared first authorship. Opens external link in new windowdoi:10.1037/a0033539


Weinhold, J., Hunger, C., Bornhäuser, A., & Schweitzer, J. (2013). Wirksamkeit von Systemaufstellungen: Explorative Ergebnisse der Heidelberger RCT-Studie. Opens external link in new windowFamiliendynamik, 38 (1), 42-51.


Schweitzer, J., Bornhäuser, A., Hunger, C., & Weinhold, J. (2012). Wie wirksam sind Systemaufstellungen? Bericht über ein laufendes Forschungsprojekt. Praxis der Systemaufstellung, 1, 66-69. 


Buch:

Weinhold, J., Bornhäuser, A., Hunger, C., & Schweitzer, J. (Hrsg.) (2014), Dreierlei Wirksamkeit: Forschung über Systemaufstellungen. Heidelberg: Carl-Auer.

Auszeichnung:Prämierung  der 5-jährigen Katamnesen als bestes Poster auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (DKPM, 22.- 24.03.2017), Berlin, Deutschland.

Parallelisierte Kontrollstudien

Soziale Netzwerke von PatientInnen und Gesunden (SozNet-D)

Es werden die sozialen Netzwerke von PatientInnen und Gesunden in Adaption der Hierarchischen Netzwerkkarte (Kahn & Antonucci, 1980) untersucht. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erfassung von einerseits unterstützenden und andererseits störungsspezifisch beeinträchtigten wichtigen sozialen Beziehungen. Neben der Größe der sozialen Netzwerke interessieren ihre soziale Komposition, Innovation beziehungsweise Nachhaltigkeit und die Kontakthäufigkeit zu diesen Netzwerken. Als Moderatoren beziehungsweise Mediatoren werden die positive und negative sozialen Unterstützung, das Systemerlebens und die Systembewertung untersucht. 

Geplante Laufzeit:seit 2013, fortlaufend
Förderung:Opens external link in new windowDeutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF), Opens external link in new windowSystemische Gesellschaft (SG), Opens external link in new windowHeidehofstiftung
Leitung:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Publikationen:

Hunger, C., Geigges, J. & Schweitzer, J. (2018, im Druck). Soziale Netzwerkdiagnostik (SozNet-D): Die Erfassung und praktische Arbeit mit strukturellen und funktionalen Aspekten sozialer Beziehungen. In A. Eickhorst & A. Röhrbein, Methoden der Familienberatung. Göttingen: Vandenhoeeck & Ruprecht.


Hunger, C., Geigges, J., & Schweitzer, J. (2016). Support and Anxiety Social Networks of Patients with Social Anxiety Disorder (SAD). 47th Annual Meeting of the Society for Psychotherapy Research  (SPR, 22.-25.06.), Jerusalem, Israel.

Kompetenz und Adhärenz von PsychotherapeutInnen

Kompetenzerfassung bei systemischen Therapeuten

Zielsetzung der Studie ist es, Denk- und Entscheidungsprozesse systemischer Therapeuten zu beschreiben, die während des Handelns bedeutsam sind. Abgebildet werden soll gerade kein Lehrbuchwissen, sondern jene Prozesse, die in der konkreten Situation notwendig sind, um therapeutisch handeln zu können. Was unterscheidet einen Novizen in Systemischer Therapie von einem Experten? Was zeichnet einen Könner auf diesem Gebiet aus? Stellen Systemische Therapeuten ähnliche Überlegungen wie Kognitive Verhaltenstherapeuten an? Die Datenerhebung erfolgt per Videoanalyse und Rekonstruktion mittels leitfadengestütztem Experteninterview. 

Geplante Laufzeit:seit 2016, fortlaufend
Förderung:Opens external link in new windowDeutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF), Opens external link in new windowCusanus-Werk
Leitung:Opens internal link in current windowRebecca Hilzinger
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowRebecca Hilzinger
Publikationen:Drexler, D., Hilzinger, R. (2015). Aufstellen lernen und lehren. In K. Nazarkiewicz & K. Kuschik (Hrsg.), Opens external link in new windowHandbuch Qualität in der Aufstellungsleitung (S. 202-225). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Auszeichnung:Gewinner der Forschungsförderung 2016 der Opens external link in new windowDeutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF)

Systemtherapeutische Adhärenzskala (STAS)

Das Projekt ist eng mit der aktuellen RCT-Studie zu Systemischer Therapie und Kognitiver Verhaltenstherapie bei sozialen Angststörungen im Erwachsenenalter (SOPHO-ST/CBT) verwoben und zentrales Element der Qualitätssicherung. Hier wird eine systemtherapeutische Adhärenzskala entwickelt und umfassend validiert. Die zentrale Frage ist: Was kennzeichnet eine systemische Therapie und wie können Therapien dahingehend eingeschätzt werden? 

Geplante Laufzeit:seit 2014, fortlaufend
Förderung:Opens external link in new windowCusanus-Werk
Leitung:Opens internal link in current windowRebecca Hilzinger
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowRebecca Hilzinger
Publikationen:Hilzinger, R., Schweitzer, J., Hunger, C. (2016). Wie prüfe ich, ob es systemisch war? Ein Überblick über systemische Adhärenzskalen am Beispiel von psychotherapeutischen Wirksamkeitsstudien zu sozialer Angst. Opens external link in new windowFamiliendynamik, 43(3), 334-342.

Sprache und subjektive Erfahrungen in psychologischen Interventionen

Sprachbasierte Analysen zu psychologischen Prozessen (LIWC)

Es werden implizit erfasste und sprachbasierte psychologische Prozesse in psychologischen Interventionen untersucht. Dabei kommen wörterbuchbasierte, automatisierte Methoden der quantitativen Textanalyse zum Einsatz, v.a. der Linguistic Inquiry and Word Count (LIWC). Die Analysen umfassen basislinguistische Dimensionen als Indikatoren selbstbezogener Aufmerksamkeit (z.B. Personalpronomina), psychologische Prozesse wie Kognitionen (z.B. positive und negative Gefühle), Soziales (z.B. Referenz auf andere) und Relativität (z.B. Zeitperspektiven).

Geplante Laufzeit:seit 2017, fortlaufend
Förderung:In Beantragung
Leitung:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe

Erfahrungen in systemischen Psychotherapien aus Patientinnen- und TherapeutInnensicht (EiPT) 

Wie evaluieren Patientinnen und TherapeutInnen ihre gemeinsam erlebte Psychotherapie? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich finden? Welche bedeutsamen Momente werden berichtet? Patientinnen und ihre TherapeutInnen werden nach Abschluss der Therapie interviewt. Die Datenauswertung erfolgt mit Grounded Theory.

Die Studie wird in Kooperation mit dem Opens external link in new windowInstituto Milenio para la Investigación en Depresión y Personalidad, Santiago, Chile, durchgeführt.

Geplante Laufzeit:seit 2016, fortlaufend
Förderung:keine
Leitung:Opens internal link in current windowRebecca Hilzinger, Martina Fischersworring
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowRebecca Hilzinger
Publikationen:Hilzinger, R., Fischersworring, M., Zuniga, M., Hench, B., Heuthaler, E., Brendel, A., Krause, M., & Hunger, C. (2017). Meaningful moments in a specific psychotherapeutic process from the view of therapists and patients. 48th Annual Meeting of the Society for Psychotherapy Research (SPR, 21.-24.06.), Toronto, Canada.

Generische Veränderungsindikatoren

Veränderungen anhand generischer Veränderungsindikatoren(„generic change indicators“, GCIs)

Es wird die kontinuierliche Veränderung in Psychotherapie bei sozialen Angststörungen im Erwachsenenalter anhand generischer Veränderungsindikatoren („generic change indicators“, GCIs) erfasst. Bei den GCIs handelt es sich um eine Beobachtungsmethode, um den Inhalt von Veränderungsmomenten zu benennen: erfasst werden rudimentäre und wenig komplexe bis hin zu stark elaborierten und komplexen Veränderungen. Die Veränderungen basierend auf den GCIs werden in Zusammenhang mit der Reduktion sozialer Ängstlichkeit, der Verbesserung des psychologischen, interpersonalen und systembezogenen Funktionsniveaus untersucht. Die Besonderheit dieses Projekts basiert auf seiner umfassenden Datenbasis von videographierten Psychotherapien.

Die Studie wird in Kooperation mit dem Opens external link in new windowInstituto Milenio para la Investigación en Depresión y Personalidad, Santiago, Chile, durchgeführt

Geplante Laufzeit:seit 2017, fortlaufend
Förderung:In Beantragung
Leitung:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Publikationen:

Schuhmacher, L., Hunger, C., Schweitzer, J. (2017). Therapeutic Change in Systemic Therapy of Social Anxiety Disorder. 48th Annual Meeting of the Society for Psychotherapy Research (SPR, 21.-24.06.), Toronto, Canada.

Methodenentwicklungen

Experience in Social Systems Questionnaire (EXIS) - PatientInnen und TherapeutInnen

In der interpersonalen Diagnostik werden zwischenmenschliche Interaktionen in der Regel in dyadischen Beziehungen („du-ich“) oder in ganzen Familien („wir-als-Ganzes“) erfasst. Der Experience in Social Systems Questionnaire (EXIS) dient der Erfassung des individuellen Erlebens in sozialen Systemen („ich-innerhalb-meines-Systems“), wobei die wichtigen Bezugspersonen, die das adressierte soziale System charakterisieren, frei wählbar sind. Der EXIS erfasst anhand zwei Skalen mit identischen Items, aber unterschiedlichen Instruktionen, domänenspezifisch das Beziehungserleben in privaten und organisationalen Systemen (EXIS.pers; EXIS.org). Er zeigt sich ökonomisches, reliable, valide und veränderungssensitiv, und kann in Forschungsdesigns mit Messwiederholungen und für Anwendungen in der Praxis, zur Prozessbeschreibung, als Monitoringinstrument und zur Evaluation von Interventionen genutzt werden. Zur Erhebung von Fremdeinschätzungen dient der EXIS-E [external].

Die englischsprachige Validierung des EXIS wird in Kooperation mit der KIDS Company, Lonon, UK, durchgeführt.

Die spanischsprachige Validierung des EXIS wird in Kooperation mit dem Opens external link in new windowInstituto Milenio para la Investigación en Depresión y Personalidad, Santiago, Chile, durchgeführt

Geplante Laufzeit:seit 2010, fortlaufend
Förderung:Opens external link in new windowDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Opens external link in new windowSonderforschungsbereich “Ritualdynamik“ (SFB 619), Teilprojekt C11
Leitung:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe, Opens internal link in current windowJochen Schweitzer-Rothers
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Publikationen:

Hunger, C., Bornhäuser, A., Link, L., Geigges, J., Voss, A., Weinhold, J., & Schweitzer, J. (2017). The Experience in Personal Social Systems Questionnaire (EXIS.pers.): Development and psychometric properties. Family Process, 56(1), 154-170. doi:10.1111/famp.12205

Hunger, C. & Schweitzer, J. (2014). Erleben in sozialen Systemen (EXIS). In C. J. Kemper, E. Brähler & M. Zenger (Hrsg.), Opens external link in new windowPsychologische und sozialwissenschaftliche Kurzskalen: Standardisierte Erhebungsinstrumente für Wissenschaft und Praxis (S. 76–79). Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.

 

Burden Assessment Scale (BAS) - wichtige Bezugspersonen

Psychosoziale Beschwerden von Angehörigen und wichtigen Bezugspersonen von PsychotherapiepatientInnen werden in der interpersonalen Diagnostik fast ausschließlich mit Blick auf die sogenannten „schweren“ Störungen wie zum Beispiel Demenz und Schizophrenie erfasst. Die deutschsprachige Adaption der Burden Assessment Scale (BAS; Original: Reinhard et al., 1994) für Angehörige von PsychotherapiepatientInnen verschiedener Störungsbilder zeigt sich ökonomisch, reliabel und valide. Die Überprüfung der Veränderungssensitivität steht noch aus, zeigt sich jedoch positiv anhand der Daten aus der SOPHO-ST/CBT Studie. Die BAS kann in Forschungsdesigns mit Messwiederholungen und für Anwendungen in der Praxis, zur Prozessbeschreibung, als Monitoringinstrument und zur Evaluation von Interventionen genutzt werden.

Die spanischsprachige Validierung der BAS wird in Kooperation mit dem Opens external link in new windowInstituto Milenio para la Investigación en Depresión y Personalidad, Santiago, Chile, durchgeführt

Geplante Laufzeit:seit 2014, fortlaufend
Förderung:Opens external link in new windowDeutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF), Opens external link in new windowSystemische Gesellschaft (SG), Opens external link in new windowHeidehofstiftung
Leitung:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowChristina Hunger-Schoppe
Publikationen:

Hunger, C., Krause, L., Hilzinger, R., Ditzen, B., & Schweitzer, J. (2016). When Significant Others Suffer: German Validation of the Burden Assessment Scale (BAS). PLoS ONE 11(10):e0163101. Opens external link in new windowdoi:10.1371/journal.pone.0163101.

Evaluation of Social System Scale (EVOS)

 

 

Geplante Laufzeit:seit 2010, fortlaufend
Förderung:Opens external link in new windowHeidehofstiftung
Leitung:Opens internal link in current windowCorina Aguilar-Raab, Opens internal link in current windowJochen Schweitzer-Rothers
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowCorina Aguilar-Raab
Publikationen:

Aguilar-Raab C., Grevenstein D., Schweitzer J. (2015). Measuring social relationships in different social systems: The construction and validation of the Evaluation of Social Systems (EVOS) Scale. PLoS ONE. 10(7):e0133442.

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