Andrologie

Refertilisierungsoperationen
In Deutschland lassen sich pro Jahr 30.000 Männer sterilisieren. Hievon besteht bei ca. 5-7% der Patienten das Anliegen, die durchgeführte Operation wieder rückgängig zu machen, da ein erneuter Kinderwunsch besteht. Sich ändernde Lebensumstände, wie Partnerwechsel, erneuter Kinderwunsch in einer festen Beziehung, jedoch auch tragische Umstände wie der frühe Tod eines Kindes sind oftmals die Beweggründe. Nach erfolgter Vasektomie besteht die Möglichkeit der direkten Spermienentnahme durch eine Operation aus dem Hodengewebe für eine nachfolgende künstliche Befruchtung (in vitro Fertilisation). Seitdem die Kosten für eine in vitro Fertilisation jedoch nur noch zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, ist die Refertilisierungsoperation (Vasovasostomie) zur Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit des Mannes eine besonders wichtige Methode geworden. Ebenso ist nach erfolgter Vasovasostomie die Zeugung auf natürlichem Wege wieder möglich. mehr ...

 


 

Rekonstruktive Urologie

Wiederherstellung der Organfunktion durch spezielle Operationstechniken

Angeborene Fehlbildungen, Verletzungen oder Tumoroperationen erfordern häufig sogenannte "rekonstruktive Operationstechniken" um Organfunktionen zu normalisieren oder wiederherzustellen. Hierbei kann es sich um plastisch ästhetische Korrekturen handeln, wie bei Fehlbildungen des äußeren Genitale (z.B. Hypospadie), funktionelle Korrekturen wie bei Fehlfunktionen der harnableitenden Wege (z.B. Nierenbeckenabgangsenge) oder Organersatz wie bei Verlust der Harnblase durch Blasenkarzinom.


Rekonstruktive Urologie

Induratio Penis Plastica

Die Induratio Penis Plastica (=IPP), auch Peyronie´s disease genannt, ist eine Erkrankung des Penis, bei der sich im Bereich der Schwellkörperaussenhülle (Tunica albuginea) erst bindegewebige später dann verkalkende Knoten (Plaques) bilden. Diese führen bei einer Erektion zu Einkerbungen des Penis oder zu mehr oder weniger ausgeprägten Penisverkrümmungen (Deviationen), die meist nach oben, seltener zur Seite zeigen. Oft ist dabei die Durchführung eines normalen Geschlechtsverkehrs nicht mehr möglich. Mehr lesen ...