Interdisziplinäre Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen

Schlafbezogene Atmungsstörungen, wie z.B. nächtliche Atemaussetzer, Schnarchen etc. betreffen viele Erwachsene, können aber auch bei Kindern auftreten. Oft besonders störend ist das Schnarchen, bei dem durch die Atmung während des Schlafes die Weichteile im Hals zu flattern beginnen und ein z.T. sehr lautes Schnarchgeräusch hervorrufen können. Allgemeingesundheitlich gefährdend kann es insbesondere dann werden, wenn es beim Schlafen zum Verschluss der Atemwege mit kurzzeitigen Atemstillständen (sog. Schlafapnoen) kommt. Beim Erwachsenen kann beispielsweise ein sog. obstruktives Schlafapnoe-Syndrom durch nächtliche Atemstillstände, Tagesmüdigkeit und lautes Schnarchen gekennzeichnet sein. 

Schlafbezogene Atmungsstörungen erfordern eine exakte Diagnosestellung, die in einem interdisziplinären Team erfolgen sollte. Erst hiernach kann entschieden werden, ob zusätzlich zu Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafhygiene HNO-Ärztliche Eingriffe wie z. B. die Implantation eines Zungenstimulators (Hypoglossus-Stimulator), eine CPAP- / Maskentherapie, die während des Schlafes Luft mit Überdruck zuführt oder aber eine sog. Unterkieferprotrusionsschiene das therapeutische Mittel der Wahl sind.

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Sollten Sie sich diesbezüglich beraten lassen wollen, möchten wir Sie bitten, sich in der Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde vorzustellen. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin in der Schlafmedizinischen Sprechstunde bei Oberarzt Dr. Decker. Dort wird eine erste eingehende Anamneseerhebung und Untersuchung der Nasen-Luft-Passage durchgeführt und ggf. eine Polygraphie (ambulantes Schlafscreening) oder eine Polysomnographie (nächtliche Untersuchung im Schlaflabor der HNO-Klinik) eingeleitet. Anschließend wird in einem gemeinsamen Gespräch das individuelle weitere therapeutische Vorgehen besprochen. Hierbei finden sowohl allgemeine Maßnahmen wie Verhaltensänderung und Gewichtsreduktion als auch operative und apparative Methoden Berücksichtigung. Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Schlafzentrum der Thoraxklinik sowie der Poliklinik für Kieferorthopädie und der Klinik für Mund-Kiefer- und Gesichtschirugie.

Sollte eine Therapie mit einer Unterkieferprotrusionsschiene empfohlen werden, erfolgt eine Überweisung in die Poliklinik für Kieferorthopädie in der Kopfklinik. Dort wird abgeklärt, ob eine solche Schiene angefertigt werden kann und Sie werden nochmals eingehend beraten.

Bei Fragen zögern Sie bitte nicht, sich mit uns in der HNO-Klinik und der Opens internal link in current windowKieferorthopädie in Verbindung zu setzen. 

 

Informationsblatt Zungenstimulator (Hypoglossus-Stimulator) (PDF)

 

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