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Zentrale Tel.: 06221-560

Information zur Screeningsprechstunde


 

Üblicherweise beträgt die Wartezeit auf eine Vorstellung beim internistischen Rheumatologen mehrere Monate. Grund hierfür ist sowohl ein genereller Mangel an internistischen Rheumatologen als auch eine stetig wachsende Nachfrage nach Abklärung und Behandlung „rheumatischer“ Beschwerden. Weiter verschärft wird diese Situation zum Teil durch Fehlzuweisungen von Patienten, die eigentlich bei einer anderen Fachdisziplin, z.B. Orthopäden oder Schmerztherapeuten, besser aufgehoben gewesen wären.

 

Während dieser Wartezeit geht bei einer tatsächlich vorliegenden entzündlich-rheumatischen Erkrankung jedoch wertvolle Zeit verloren, in der der Krankheitsverlauf mit einer spezifischen Therapie günstig beeinflusst werden könnte. Daher hat die Sektion Rheumatologie der Universitätsklinik Heidelberg das Modellprojekt Screeningsprechstunde ins Leben gerufen, um frühzeitig entzündlich-rheumatische Erkrankungen zu erkennen und zu therapieren.

Ziel dieser Sprechstunde ist es, Patienten mit „rheumatischen“ Beschwerden einen raschen Termin (4-6 Wochen) außerhalb der üblichen Wartezeiten anzubieten, um im Rahmen einer kurzen Begutachtung (Dauer max. 15 Minuten) festzustellen, ob eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vorliegen könnte.

 

Voraussetzungen für die Screeningsprechstunde

Um eine gute Einschätzung Ihrer Beschwerden zu ermöglichen und einen für beide Seiten zufriedenstellenden Ablauf zu gewährleisten, bitten wir Ihren Hausarzt im Vorfeld einige Untersuchungen durchzuführen:

  • Basislabor:
    – kleines Blutbild,
    – Leber- und Nierenwerte (GPT, Kreatinin)
    CRP, BKS
    Urinstatus
  • bei Gelenkschmerzen:
    Rheumafaktoren (RF) und Anti-CCP-Antikörper
  • bei Muskelschmerzen/-schwäche:
    CK (Creatinkinase)
  • bei Hauterscheinungen, Fieber, Lymphknotenschwellungen:
    ANA (Antinukleäre Antikörper), bei positive Ergebnissen ggf. weitere Differenzierung mittels ENA-Screening
  • bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, deren Beschwerden bereits vor dem 45. Lebensjahr begonnen haben:
    MRT von Becken/ISG mit Kontrastmittel (Bilder auf CD gebrannt und schriftlichen Befund des Radiologen)
  • HLA-B27

 

Weitere erforderliche Unterlagen:

  • Sämtliche relevanten Vorbefunde (v.a. Arztbriefe, Labor- und Bildbefunde). Bitte diese ggf. bei den entsprechenden Fachärzten oder beim Hausarzt anfordern und im Original zum Termin mitbringen
  • Den ausgefüllten Fragebogen (Download hier) (sofern nicht per Post eingeschickt)
  • Sofern im Vorfeld bereits eine Therapie erfolgte: Fragebogen zu Ihren bisherigen Basistherapien (Download hier)
  • Bildgebende Diagnostik (v.a. Röntgen, CT, MRT) der letzten 24 Monate auf CD
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Überweisungsschein Ihres Hausarztes


Ablauf der Kurzsprechstunde:

Im Rahmen der Screeningsprechstunde findet keine Diagnostik (Laborbestimmungen, Bildgebung) statt. Es ist erforderlich, dass Sie alle o.g. Unterlagen (Befunde, Arztbriefe, Laborwerte, Röntgenbilder usw.) zum Termin mitbringen.  Ohne Vorlage der genannten Befunde kann eine Untersuchung und Beurteilung im Rahmen der Screeningsprechstunde nicht erfolgen, wodurch sich die weitere Abklärung und Therapieeinleitung deutlich verzögert.

Notieren Sie sich im Vorfeld des Termins stichwortartig Ihre Hauptbeschwerden und seit wann diese bestehen. Außerdem sollten Sie sich vorab Ihre Fragen notieren. Beachten Sie aber bitte, dass aufgrund der knappen Zeit keine ausführliche Beantwortung erfolgen kann.

Am Ende Ihres Termins werden wir Ihre Beschwerden besser einschätzen können und eine Empfehlung zur weiteren Abklärung und Behandlung aussprechen. Sofern sich der Verdacht auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung erhärtet, wird ein Folgetermin in der Routinesprechstunde vereinbart, bei dem ggf. die Diagnostik vervollständigt, eine Therapie eingeleitet und ein ausführlicheres Aufklärungsgespräch erfolgen wird. Eventuell wird bereits eine überbrückende Therapie eingeleitet oder bei schwerem Krankheitsverlauf eine stationäre Einweisung veranlasst. Liegen nach unserer Einschätzung keine Hinweise auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vor, werden Sie gezielt an eine andere Fachdisziplin (z.B. Orthopädie, Psychosomatik, Schmerztherapie) von uns weiterverwiesen.

 

Terminvereinbarung

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