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Herausragender Einsatz für die gynäkologische Weiterbildung

Nr. 165 / 2013 05.12.2013
Heidelberger Gynäkologe Professor Dr. Christof Sohn mit höchster Auszeichnung des Berufsverbands der Frauenärzte Rheinland-Pfalz geehrt


Professor Dr. Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg.
Bild: Universitätsklinikum Heidelberg

Professor Dr. Christof Sohn, seit 2004 Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, ist vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF) Rheinland-Pfalz mit der Ernst Graefenberg-Medaille ausgezeichnet worden. Der Verband würdigt damit Professor Sohns langjährigen Einsatz für die Fort- und Weiterbildung in der Gynäkologie und sein Engagement in der Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Fachärzten und Klinik. Die Medaille des Berufsverbands der Frauenärzte Rheinland-Pfalz ist nach dem deutschen Gynäkologen Dr. Ernst Graefenberg (1881 - 1957) benannt.

Die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg beherbergt u.a. über das größte interdisziplinäre Zentrum zur Behandlung von Brustkrebs und eines der größten, überregionalen Perinatalzentren in Deutschland. Schwerpunkte der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe sind Diagnostik und Therapie am ungeborenen Kind, die Geburtshilfe besonders bei Risikoschwangerschaften sowie die Behandlung von Krebserkrankungen der Frau.

Niedergelassene Frauenärzte in Patientenbetreuung mit einbezogen

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet und forscht der renommierte Gynäkologe daran, die Ultraschall-Diagnostik weiterzuentwickeln sowie geeignete Trainingsmöglichkeiten dafür zu schaffen und zu verbessern. Darüber hinaus ist es ihm ein Anliegen, dass niedergelassene Kollegen in die Behandlung ihrer Patientinnen an der Universitäts-Frauenklinik eingebunden bleiben – z.B. durch gemeinsame Besprechungen im Rahmen des interdisziplinären Perinatalzentrums, des zertifizierten Brustzentrums oder am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT). Auch beim sogenannten „Fetal Board“, Konferenzen, bei denen die Behandlung von Kindern mit angeborenen Fehlbildungen bereits vor der Geburt interdisziplinär geplant wird, sitzen die zuweisenden Frauenärzte sowie Kinderärzte mit am Tisch. Diese enge Verzahnung sichert Patientinnen und Säuglingen eine lückenlose Betreuung zwischen Klinik und Wohnort. „Die niedergelassenen Kollegen sind unsere Partner – die gute Zusammenarbeit macht die Qualität unserer Patientenversorgung aus“, betont Professor Sohn.  
 
Dr. Ernst Graefenberg, in der Nähe von Göttingen geboren, praktizierte in Berlin mit eigener Praxis und als Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe eines Krankenhauses. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor der jüdische Arzt 1933 seinen Chefarztposten, 1939 auch seinen Doktortitel. Nach einer dreijährigen Inhaftierung wanderte er 1940 nach New York aus. Sein wissenschaftliches Interesse galt unter anderem der Geburtenregelung und Verhütung. Er entwickelte mit dem Graefenberg-Ring den Vorläufer der Spirale und beschrieb den später nach ihm benannten „G-Punkt“ als sensible Zone der weiblichen Geschlechtsorgane.  

Weitere Informationen:
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Ansprechpartner:
Professor Dr. Christof Sohn
Ärztlicher Direktor
Universitäts-Frauenklinik Heidelberg
Tel.: 06221 56-79 01
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