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Magnetresonanz-tauglicher Herzschrittmacher in Heidelberg implantiert

05.12.2008
Fortschritt in der Medizintechnik eröffnet Herzpatienten Zugang zu schonenden Diagnosemöglichkeiten

 

An einem wesentlichen Fortschritt in der Medizintechnik haben Kardiologen des Universitätsklinikums Heidelberg mitgewirkt. Als eine der ersten Kliniken in Deutschland haben sie einem Patienten einen Herzschrittmacher implantiert, der auch in Magnetresonanz-Tomographen (MRT) störungsfrei funktioniert. Schrittmacherträger können daher künftig auch mit diesem bildgebenden Verfahren untersucht werden, das in den nächsten Jahren an weiter an Bedeutung gewinnen wird und  dem  Patienten die Belastung durch Röntgenstrahlung erspart.

 

 „Damit schließen wir eine wichtige Lücke bei den Diagnosemöglichkeiten für unsere Herzpatienten“, sagte Oberarzt Professor Dr. Alexander Bauer (Abteilung Kardiologie des Universitätsklinikums Heidelberg, Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Hugo A. Katus). „Schließlich können Träger von Herzschrittmachern wie alle anderen Menschen krank werden. Bisher konnten wir sie nicht mit dem Magnetresonanz-Tomographen untersuchen.“ Dies sei jetzt mit dem neuartigen Schrittmacher namens Enrhythm MRI (Hersteller. Medtronic) in den meisten Körperzonen erstmals möglich.

 

In Deutschland leben schätzungsweise 500.000 Menschen mit einem Herzschrittmacher. Diese Geräte sorgen mit elektrischen Impulsen dafür, dass das Herz schnell genug und regelmäßig schlägt. Die Impulse geben sie über feine, speziell konstruierte Leiter, so genannte Elektroden, ab, die ins Herz reichen. Die Elektronik und die Elektroden herkömmlicher Schrittmacher sind empfindlich gegen stärkere elektromagnetische Felder.

 

Bei Untersuchungen im Magnetresonanz-Tomographen treten starke elektromagnetische Felder auf. Das Enrhythm-MRI-Schrittmachersystem ist jedoch so konstruiert und mit speziellen Materialen ausgestattet, dass bei Einhaltung bestimmter Bedingungen während der Untersuchung weder die Elektronik Schaden nimmt, noch die Elektroden unerwünschte Ströme ins Herz leiten. Diese wurde erreicht durch Änderungen des Designs, der Elektronik und der Sonden, einer signifikanten Reduktion ferromagnetischer Materialien und durch die Entwicklung der speziellen Software "SureScan".

 

Der Implantation des neuen Gerätes in Heidelberg ging die Europäische Zulassung im Oktober voraus, die auf einer Studie zur Überprüfung der Sicherheit und Wirksamkeit des Gerätes beruht.

 

 

Ansprechpartner:

Herzrhythmusgruppe

Abteilung Kardiologie, Angiologie, Pneumologie

Universitätsklinikum Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 410

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 8855

E-Mail: Elektrophysiologie@med.uni-heidelberg.de

 

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

 

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