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Interdisziplinär und nah an der Forschung: Moderne Therapien für Frauen mit Krebserkrankungen

18.02.2009
20/2009   Heidelberger Onkologietage am 20. / 21. Februar 2009 / Wissenschaftlich hochrangige Fortbildung für Ärzte und Pflegekräfte / Verleihung des Fred-Kubli-Ehrenpreises 2009 der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg

Wie sieht die moderne Therapie bei Krebserkrankungen der Brust, des Eierstocks oder der Gebärmutter aus? Wie muss eine effektive Betreuung der Patientinnen deutschlandweit strukturiert sein? Darüber diskutieren Experten aus ganz Deutschland am 20. und 21. Februar 2009 bei den zweiten "Heidelberger Onkologietagen". Die zweitägige Fortbildungsveranstaltung, zu der rund 300 Ärzte, Wissenschaftler und Pflegekräfte erwartet werden, wird von der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) veranstaltet. Tagungsort ist die Neue Universität Heidelberg. Im Rahmen der Tagung wird zum zweiten Mal der Fred-Kubli-Ehrenpreis verliehen.

 

Brustzentrum Heidelberg ist Vorreiter bei interdisziplinärer Vernetzung

 

Ein Schwerpunkt des Fachkongresses ist die Translationale Forschung: Ziel ist der rasche Transfer von aussichtsreichen Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung, wie sie im Rahmen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg bereits erfolgreich praktiziert wird. Ein aktuelles Beispiel ist die sogenannte MADONNA-Studie unter Federführung der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, an der 40 Kliniken und Praxen aus ganz Deutschland teilnehmen: Hier wird seit 2008 erstmals eine neue Kombination von Medikamenten bei Patientinnen mit fortgeschrittener Brustkrebs-erkrankung geprüft. Geplant ist zudem eine neue Impfstudie gegen Brustkrebs. Untersucht werden soll, ob Frauen mit Brustkrebs in einem frühen Stadium von einer Impfung mit körpereigenen, speziell präparierten Immunzellen profitieren.

 

Zur Sprache kommen zudem Aspekte der Gesundheitspolitik: "Es ist allen Patientinnen mit Brustkrebs dringend zu empfehlen, sich an zertifizierten Brustzentren behandeln zu lassen: Nur hier ist eine optimale Versorgung durch die Ausstattung, Dienstleistungen, Spezialisten und multidisziplinäre Kooperationen gewährleistet", betont Professor Dr. Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg. Damit eine flächendeckende Versorgung auf hohem Niveau in ganz Deutschland gewährleistet ist, sind daher in den letzten Jahren insgesamt rund 170 Brustzentren entstanden. Eine Vorbildfunktion nimmt hier das Brustzentrum Heidelberg ein, dem mehrere Gütesiegel eine europaweit herausragende Qualität in Therapie und Patientenbetreuung bescheinigen.

 

Erstmals findet begleitend ein „Symposium für Pflegekräfte und Praxisangestellte“ statt, das Themen rund um die kompetente Begleitung und Unterstützung der onkologischen Patientin, sowie geeignete Informations- und Beratungsangebote behandelt.

 

Fred-Kubli-Ehrenpreis geht an Professor Dr. Walter Jonat

 

Im Rahmen der Veranstaltung verleiht die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg zum zweiten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Fred-Kubli-Ehrenpreis für hervorragende Leistungen in der Erforschung und der Behandlung von Brustkrebs. Diesjähriger Preisträger ist Professor Dr. Walter Jonat, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Kiel, der sich seit vielen Jahren um die Erforschung und die verbesserte Therapie von Brustkrebserkrankungen im In- und Ausland einen viel beachteten Namen erarbeitet hat.

 

Der Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, ist dem ehemaligen Leiter der Heidelberger Universitäts-Frauenklinik Professor Fred Kubli gewidmet, der von 1972 bis 1987 die interdisziplinäre Erforschung, Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms entscheidend vorangetrieben hat.

 

Programm im Internet:

http://www.aakongress.de/pdf/heidelberg.pdf

 

Ansprechpartner:

Dr. Florian Schütz

Oberarzt an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 79 01 (Sekretariat)

E-Mail: florian.schuetz(at)med.uni-heidelberg.de

 

Prof. Dr. Christof Sohn

Geschäftsführender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 79 01 (Sekretariat)

E-Mail: christof.sohn(at)med.uni-heidelberg.de

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

 

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

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