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Der weiße Hautkrebs ist auf dem Vormarsch

25.02.2009
25/2009   Vor allem ältere Menschen sind betroffen / Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung vom 5. bis 7. März 2009 in Heidelberg

Der weiße Hautkrebs ist auf dem Vormarsch. Dies ist eines der Themen bei der 36. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung, die  vom 5. bis zum 7. März in Heidelberg stattfindet. Zur größten Wissenschaftstagung der Dermatologie im deutschsprachigen Raum werden 500 Wissenschaftler erwartet, die Innovationen präsentieren und diskutieren. Tagungsort ist die Neue Universität in der Grabengasse 3-5 in Heidelberg.

 

Ein besonderes Highlight ist der Gastvortrag des Heidelberger Nobelpreisträgers Professor Dr. med. Harald zur Hausen vom DKFZ. Er referiert über „Krebsvorbeugung durch Impfung – Chancen und Möglichkeiten.“

 

Die Haut ist das Organ, das am häufigsten von bösartigen Krebserkrankungen befallen wird. Bei rechtzeitigem Erkennen bestehen sehr gute Heilungschancen, doch sterben jährlich rund 3.000 Patienten in Deutschland an Hautkrebs. Zusätzlich erkrankten daran erstmals 140.000 Menschen.

 

In der Öffentlichkeit bekannt, ist vor allem der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, an dem etwa 15.000 Menschen in Deutschland leiden. Doch zweimal so häufig ist der weniger bekannte weiße Hautkrebs, das maligne Spinaliom, das sich aus den entarteten Zellen der mittleren Stachelzellschicht in der Haut entwickeln kann. Der häufigste Hauttumor ist das sogenannte Basaliom. Im Gegensatz zu diesem ausschließlich lokal wachsenden Tumor kann das Spinaliom Metastasen streuen.

 

Alter und Sonnenexposition sind Risikofaktoren

 

„Mit der steigenden Lebenserwartung wird der Stachelzellenkrebs in den letzten Jahren immer häufiger“, erklärt Professor Dr.  Alexander Enk, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Heidelberg. Betroffen sind vor allem ältere Menschen; das Durchschnittsalter liegt bei 70 Jahren. Die Tumoren treten oft an sonnenexponierten Körperregionen, im Gesicht – dort im Mundbereich und an der Nase – oder an den Armen, auf.

 

Der Zusammenhang zwischen Alter, weiteren Umweltfaktoren und der Entstehung von Krebs ist einer der Schwerpunkte der Heidelberger Tagung. So weiß man mittlerweile, dass  Sonnenlicht  zu Genmutationen und  zu ungezügelter Vermehrung von Krebszellen führt. Rechtzeitige Entfernung des Tumors ist die beste Therapie. Mit Hilfe moderner molekularbiologischer Techniken arbeiten die Wissenschaftler daran, neue Strategien bei der Behandlung der bösartigen Tumoren zu entwickeln, die die bislang begrenzten Erfolge von Strahlen- und Chemotherapie übertreffen.

 

Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen!

 

Information zur Tagung und Programm im Internet:
http://www.adf-online.de/wms/adf_public/kalender/tagung2009

 

Ansprechpartner:
Professor Dr. Alexander Enk
Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Heidelberg
Telefon: 06221 / 56 85 01 (Sekretariat)
E-Mail: alexander.enk(at)med.uni-heidelberg.de

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

 

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/

 

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

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