zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Unternehmenskommunikation

Arzt für einen Tag

05.10.2009
Großer Besucherandrang in der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg bei „Medizin ist cool“ - Veranstaltung im Rahmen des „Wissenschaftsjahrs 2009 - Forschungsexpedition Deutschland“

 

 

                                                  [Bild in Druckauflösung]

„Medizin ist cool“ hieß es in der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, und zahlreiche Besucher schlüpften für einen Tag in die Rolle eines echten Arztes. Auch bei Vorträgen und bei Besichtigungen wie hier im OP war der Besucherandrang groß und der Wissenshunger der kleinen und großen Forscher riesig.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

 

Wie fühlt man sich als echter Arzt, wenn man Wunden zusammen näht oder eine Ultraschalluntersuchung des Bauches durchführt? Was ist eigentlich Schlüssellochchirurgie und wie können Nierensteine mit Schallwellen zertrümmert werden? Und wie sieht es in einem Krankenwagen oder im Operationssaal aus? Antworten auf diese und viele andere spannende Fragen lieferte die Chirurgische Universitätsklinik, die ihre Pforten anlässlich von „Medizin ist cool“ für die Bevölkerung geöffnet hatte.

 

Der kleine Pipo hatte sichtbar Spass: Ganz alleine durfte der 4-Jährige aus Schwetzingen das Handling mit stereotaktischem Operationswerkzeug ausprobieren. Zielsicher navigierte er mit Greifarmen und kleinen Zangen Streichhölzer in eine Schachtel und zeigte trotz seines jungen Alters beeindruckendes Fingerspitzengefühl: „Das war überhaupt nicht schwierig“, so der kleine Forscher, der zusammen mit seinem Vater in die Chirurgische Universitätsklinik gekommen war. Genau wie er nutzten zahlreiche Kinder mit ihren Eltern und Jugendliche das Angebot  und erlebten einen ereignisreichen Nachmittag.

 

Eine virtuelle Reise in den Körper

 

Besonders auf das Präparieren von Schweineherzen freute sich Caroline aus Schriesheim. Die 8-Jährige, die die 3. Klasse der Strahlenberger Grundschule besucht, interessierte sich für alles, „was man selbst ausprobieren und erforschen kann.“ Klar, dass sie auch vor dem Sezieren eines echten Schweinherzens keine Angst hatte. Keine Angst hatte auch Jakob aus Karlsruhe, der eine „Reise in seinen Bauch“ unternahm und sich von Kinderchirurg Dr. Gio Frongia ein Ultraschall seiner inneren Organe machen ließ. Die ausgedruckten Aufnahmen durfte der 8-Jährige selbstverständlich mit nach Hause nehmen: „Hier sieht man meine Leber und hier die Nieren“, hatte er genau aufgepasst, was der Arzt ihm erklärt hatte, „zuerst zeig ich das Bild meiner Mama und dann häng ich es in meinem Zimmer auf.“ Noch genauere Einblicke in den menschlichen Körper lieferte die virtuelle Anatomie: Mit Hilfe eines eigens entwickelten Computerprogramms und moderner 3D-Technik konnten die angehenden Forscher den Aufbau menschlicher Strukturen nachvollziehen. „Durch das 3-dimensionale Drehen, Heran- und wieder Wegzoomen eignet sich das Programm hervorragend zum Erlernen der Anatomie des Menschen“, erklärte Dr. Frederik Giesel von der Radiologischen Klinik. Besonders Oberstufenschüler und angehende Medizinstudenten nutzten diese Möglichkeit und wagten einen ersten tieferen Einblick in den komplizierten Aufbau menschlicher Organe.

 

Keine Science-Fiction, sondern Realität: Operieren mit Robotern

 

Weitere Höhepunkte waren das Einüben einer roboternavigierten Operationstechnik, die den Besuchern einen Hauch von Science-Fiction vermittelte und das berührungslose Zertrümmern von Nierensteinen. Elena aus Heidelberg konnte auf Knopfdruck selbst den Nierenstein mit Schallwellen beschießen und so den Nierenstein auflösen. Besonders gut gefallen hatte der 9-Jährigen auch das Desinfizieren ihrer Hände. „Ich hätte nie gedacht, dass man so viel Desinfektionsmittel braucht und so ordentlich die Hände desinfizieren muss“, so die Schülerin der Geschwister Scholl Schule in Kirchheim.

 

Als zukünftige Reporter waren Finn, Marius, Sven und Alexios von der Theodor-Heuss-Realschule in Heidelberg unterwegs. Für das Fach Deutsch sollten die Schüler der 8. Klasse u.a. von dem Vortrag „Was ist eine Blutvergiftung“ eine Reportage erstellen. Obwohl sich Anästhesist Dr. Böker-Blum hervorragend auf seinen Vortrag vorbereitet hatte, hatten ihn die Jungs dann doch einmal auf dem falschen Fuß erwischt: „Woher kommt eigentlich das Wort Sepsis und wie übersetzt man es?“, wollten sie wissen, und bei so viel Wissenshunger musste selbst der erfahrene Oberarzt passen. „Da müsst ihr zu Hause mal im Wörterbuch nachschlagen“, so der Mediziner schmunzelnd.

 

Katharina und Stephanie, beide 14 und vom Johann-Sebastian-Bach Gymnasium in Mannheim, stellten wohl stellvertretend für viele Besucher fest: „Die Veranstaltung war lehrreich, informativ und spannend.“ Was die Beiden von Beruf werden wollen? „Na Medizinerin natürlich“, so die Jugendlichen unisono, „denn Medizin ist voll cool.“

 

„Medizin ist cool“ ist eine von mehreren Veranstaltungen im Rahmen des „Wissenschaftsjahrs 2009  - Forschungsexpedition Deutschland“, das von der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag gefördert wird.

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

 

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

165/2009

 

Fotostrecke

 

 

 

Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen

Kontakt Medien

Julia Bird
Referentin Pressestelle
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
Opens window for sending email E-Mail