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Vortrag für unicef am 10. November 2010: Wurminfektionen in den Tropen

03.11.2010
Professor Andreas Ruppel, Institut für Public Health am Universitätsklinikum Heidelberg, über den Kreislauf von Krankheit und Armut

 

 

[Bild in Druckauflösung]

Verteilung von Tabletten gegen die Schistosomiasis in Burkina Faso. Wirksame Medikamente gegen die Wurmerkrankung kosten oft nichts, müssen aber auch zu den Patienten gelangen.

Quelle: Dr. Hermann Sorgho, Bobo-Dioulasso.

 

 

Warum haben – bei uns harmlose – Wurminfektionen in den Tropen oft dramatische Auswirkungen? Wie reißen diese Erkrankungen die Patienten in lebenslange Armut? Wieso gelangen billige Tabletten, von den Pharmaunternehmen millionenfach und kostenlos zur Verfügung gestellt, nicht zu den Betroffenen? Diese Fragen behandelt Professor Dr. Andreas Ruppel, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Public Health am Universitätsklinikum Heidelberg (Leiter: Professor Dr. Rainer Sauerborn) in seinem Vortrag zu Gunsten von unicef:

 

Wurminfektionen in den Tropen im Zusammenhang mit Krankheit und Armut

Professor Dr. Andreas Ruppel, Institut für Public Health

am Universitätsklinikum Heidelberg

 

Mittwoch, 10. November 2010, 19 Uhr im Hörsaal 14 der Neuen Universität Heidelberg, Grabengasse, Heidelberg-Altstadt.

 

Der Eintritt zu dieser öffentlichen Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der unicef Arbeitsgruppe Heidelberg ist frei. Spenden für unicef Kinderhilfsprojekte sind sehr willkommen.

 

Wurminfektionen bei Menschen müssen keine schlimmen Auswirkungen haben. Aber in vielen tropischen Ländern, wo es keine Krankenversicherung, keine Ärzte, keine Gesundheitszentren, also keine funktionierende medizinische Infrastruktur gibt, wo viele Personen selbst für billige, aber wirksame Medikamente kein Geld haben, gilt diese Aussage nicht. Dort haben Wurminfektionen bei den Betroffenen oft schwere Beeinträchtigungen zur Folge. Der lebenslange Zyklus von Armut und Krankheit kann nur durch ein funktionierendes Gesundheitssystem durchbrochen werden.

 

Seit über 30 Jahren ist Professor Dr. Andreas Ruppel in der parasitologischen Forschung aktiv: in Heidelberg als Arbeitsgruppenleiter am Institut für Public Health am Universitätsklinikum Heidelberg und ? zusammen mit Partnern ? in Übersee, z.B. im westafrikanischen Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, Ägypten und China. „Es ist wichtig, dass hier, in den privilegierten Ländern, geforscht wird, für die unterprivilegierte Bevölkerung dort“, begründet Professor Ruppel seine Motivation. Ebenso wichtig ist ihm, dass bekannte Forschungsergebnisse auch zum Nutzen der armen Bevölkerungen tatsächlich ungesetzt werden. Dieses ist sein Anliegen im Rahmen des Masterkurses „International Health“, für den er mit seinem Team am Institut für Public Health verantwortlich ist.

 

 

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Pärchenegel sind die Erreger der Schistosomiasis. Diese ca. zwei cm langen Würmer (hier ragt ein Weibchen aus der Bauchfalte des Männchens heraus) leben in der Blutbahn und können schwere Krankheit verursachen.

Quelle: R. Breternitz und A. Ruppel.

 

 

 

Weitere Informationen über das Institut für Public Health im Internet:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Public-Health-Institut-fuer-Public-Health.114721.0.html

 

Ansprechpartner:

Professor Dr. Andreas Ruppel

Institut für Public Health

Universitätsklinikum Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 50 44

E-Mail: Andreas.Ruppel@urz.uni-heidelberg.de

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

 

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

 

135/2010

 

 

JB

 

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