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HNO-Ärzte führen bundesweit erste Roboter-OP durch

11.11.2010
Tumor aus dem Rachen eines Patienten am Universitätsklinikum Heidelberg mit da-Vinci-System entfernt

 

 

[Bild in Druckauflösung]

Mit dem da-Vinci-System können Ärzte auch in schwer zugänglichen Bereichen präzise arbeiten.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg.

 

 

Am Universitätsklinikum Heidelberg ist die erste robotergestützte Pharynx-Teilresektion in Deutschland durchgeführt worden. Dr. Christian Simon, geschäftsführender Oberarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Dr. h.c. Peter K. Plinkert) und sein Team entfernten am 12. Oktober 2010 mit Hilfe des sogenannten da-Vinci-Systems ein bösartiges Geschwür aus dem Rachen (griechisch: Pharynx) eines Patienten. Dabei handelt es sich um einen Roboter, der von einem Arzt über einen Computer-Arbeitsplatz ferngesteuert wird.

 

„Mit den Greifarmen konnten wir über den Mund zu dem Tumor gelangen“, erklärt Dr. Simon die Operationsmethode mit dem Namen „TransOral Robotic Surgery“ (TORS). „Das System arbeitet sehr präzise, auch in schwer zugänglichen Bereichen.“ Die Operationsinstrumente können in einem Radius von 360 Grad frei bewegt und intuitiv bedient werden. Über das dreidimensionale Bild einer Kamera, das bis zu zehnfach vergrößert werden kann, hat der Arzt zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über das Geschehen. Das da-Vinci-System wurde bisher vor allem für urologische Eingriffe benutzt, etwa an Prostata, Niere oder Blase. Am Universitätsklinikum Heidelberg wurde es nun deutschlandweit erstmals von HNO-Ärzten eingesetzt.

 

Dem Patient geht es sehr gut

 

Dem Patienten, der eine Unterarmlappenrekonstruktion erhielt, geht es laut Dr. Simon sehr gut. Nach Überzeugung des Mediziners kann der Roboter auch für Operationen an Weichgaumen, Zungengrund und Pharynx-Hinterwand sowie an der Supraglottis, dem obersten Abschnitt des Kehlkopfes, verwendet werden. Die HNO-Universitätsklinik plant gemeinsam mit der Chirurgischen Klinik (Geschäftsführender Direktor: Professor Dr. Markus W. Büchler), wo das da-Vinci-System untergebracht ist, weitere Eingriffe.

 

 

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Dr. Christian Simon, geschäftsführender Oberarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg (links), und sein Team während des Eingriffs.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg.

 

 

Weitere Informationen über die da-Vinci-Operationstechnik:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Da-Vinci.105354.0.html

 

Weitere Informationen über die Hals-Nasen-Ohren-Klinik:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Hals-Nasen-Ohrenklinik.106635.0.html

 

Ansprechpartner:

PD Dr. Christian Simon

Geschäftsführender Oberarzt

Hals-Nasen-Ohren-Klinik

Universitätsklinikum Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 400

69120 Heidelberg

Tel.: 06221/56 67 05

Fax: 06221/56 46 41

E-Mail: Christian.Simon@med.uni-heidelberg.de

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

 

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

145/2010

 

 

sims

 

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