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Wie viel Sport tut Krebspatienten gut?

17.11.2010
Internationaler Kongress "Exercise, Energy Balance and Cancer EEBC 2010" Heidelberg gestartet

 

  

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Krebspatienten, die Sport machen, fühlen sich insgesamt besser, sind leistungsfähiger und leiden unter weniger Nebenwirkungen.

 

Am 15. November 2010 hat der Kongress EEBC 2010 begonnen. Zwei Tage lang treffen sich in Heidelberg internationale Forscher auf dem Gebiet Sport, Ernährung und Krebs zum Austausch. Veranstaltet wird der Kongress "Exercise, Energy Balance and Cancer EEBC 2010" vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, einer gemeinsamen Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sowie des Universitätsklinikums Heidelberg.

 

War bis vor ein paar Jahren Sport während der Krebsbehandlung ein Tabu, leiteten epidemiologische Forschungsergebnisse nun einen Paradigmenwechsel ein. Ausgehend von Studien, die zeigen konnten, dass ein körperlich aktiver und gesunder Lebensstil vor einer Krebserkrankung schützen kann, untersuchen Forscher nun, welchen Effekt Sport und Bewegung - auch mit Blick auf Energiebilanz und Körpergewicht - bei Krebspatienten vor, während und unmittelbar nach der medizinischen Behandlung haben.

 

"Mittlerweile vermuten wir, dass Sport und Bewegung nach einer Krebstherapie wesentliche Faktoren für das Überleben sein können. Das zeigen beobachtende epidemiologische Studien. Aber auch Sportprogramme für Patienten, die während ihrer Behandlung unter ärztlicher Kontrolle trainieren, liefern erste positive Resultate", fasst Professor Cornelia Ulrich, Direktorin am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg sowie Abteilungsleiterin am DKFZ, die aktuelle Studienlage zusammen. "Die Menschen fühlen sich insgesamt besser, sind leistungsfähiger und leiden weniger unter Nebenwirkungen. Es gibt allerdings noch sehr viel Forschungsbedarf." Die Abteilung Präventive Onkologie erforscht unter anderem die Themen Sport, Übergewicht und Krebs, denen Cornelia Ulrich als Organisatorin mit diesem ersten international ausgerichteten deutschen Kongress eine neue Gewichtung geben möchte.

 

Auch wenn die Auswirkung von Bewegung und Sport auf den Verlauf einer Krebserkrankung grundsätzlich positiv eingeschätzt wird, sind noch viele Punkte offen. "Besonders interessiert uns die Frage: Welche Art von Training ist in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt am besten für die Patienten geeignet?", berichtet Privat-Dozentin Dr. Karen Steindorf als Mitorganisatorin des Kongresses und Leiterin verschiedener Studien im Bereich körperliche Aktivität und Krebs am DKFZ. "Wir raten dringend davon ab, sich während einer Krebsbehandlung zu überfordern. Deshalb lassen wir unsere Patienten im Regelfall im Rahmen von wissenschaftlichen Studien am NCT ausschließlich unter speziell geschulter Anleitung trainieren."

 

Hochrangige internationale und nationale Experten sind nach Heidelberg gekommen. So berichtet Professor Jeffrey Meyerhardt vom Dana-Farber-Cancer Institute in Boston über seine Studien im Bereich Darmkrebs und körperliche Aktivität. Professor Melinda Irwin von der Yale School of Medicine erforscht, wie sich Bewegung auf die Entstehung und Prognose von Brustkrebs auswirkt. Professor Rudolf Kaaks, Epidemiologe am DKFZ in Heidelberg, stellt Erkenntnisse über den Zusammenhang von Übergewicht, Metabolischem Syndrom, Hormonen und Krebsentwicklung vor. Professor Fernando Dimeo erforscht an der Charité in Berlin die Auswirkung von Sport bei Blutkrebspatienten, die während einer Stammzelltransplantation ihre Ausdauer gezielt trainieren. Professor Robert Croyle von National Institute of Cancer in den USA wird die Forschungsförderung für Projekte zu den Themen "Exercice, Energy Balance and Cancer" in seinem Land erläutern.

 

Weitere Themen des Kongressprogramms lauten:

 

Welchen Einfluss hat Sport auf biologische Vorgänge im Körper, die an der Krebsentstehung beteiligt sind, wie zum Beispiel das Immunsystem, Entzündungsprozesse oder DNA-Reparaturmechanismen? Wie beeinflussen Bewegung und Übergewicht die Entstehung verschiedener Krebsarten? Muss es spezielle Trainingsprogramme für unterschiedliche Krebserkrankungen geben? Wie wirkt sich Sport auf die Psyche und das soziale Leben aus?

 

Der Kongress "Exercise, Energy Balance and Cancer EEBC 2010" bietet Ärzten, Wissenschaftlern und darüber hinaus allen Berufsgruppen, die an der Behandlung von Krebspatienten beteiligt sind, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und geplante Studien. Die Kongresssprache ist Englisch.

 

Weiterführende Information:

www.eebc2010.com

 

Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg:

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung, die Nachsorge sowie der Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik.

 

Kontaktdaten:

Dr. Joachim Wiskemann (Koordination Sport und Krebs) Präventive Onkologie (G110) Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Im Neuenheimer Feld 460 69120 Heidelberg

Telefon: 06221 56-5904

Telefax: 06221 56-5231

E-Mail: joachim.wiskemann@nct-heidelberg.de

 

Ansprechpartner für die Presse:

Alenka Tschischka

NCT

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Im Neuenheimer Feld 460

69120 Heidelberg

Tel.: +49 6221-42-2254

Fax: +49 6221-42-2968

E-Mail: Alenka.Tschischka@nct-heidelberg.de

www.nct-heidelberg.de

 

Universitätsklinikums Heidelberg

Dr. Annette Tuffs

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg Im Neuenheimer Feld 672 69120 Heidelberg

Tel.: +49 6221 / 56 45 36

Fax: +49 6221 / 56 45 44

E-Mail: Annette.Tuffs@med.uni-heidelberg.de

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Dr. Stefanie Seltmann

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Krebsforschungszentrum Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg

T: +49 6221 42 2854

F: +49 6221 42 2968

E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de

www.dkfz.de 

 

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