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Studie zu sozialen Ängsten im Jugendalter

24.11.2010
Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg sucht Teilnehmer im Alter zwischen 14 und 20 Jahren

Soziale Ängste sind eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Betroffene fürchten, dass sie in Gesellschaft anderer etwas Peinliches oder Beschämendes sagen oder tun könnten. Die gefürchteten Situationen, zu denen auch mündliche Prüfungen oder Referate zählen, rufen fast immer eine unmittelbare Angstreaktion hervor – etwa Herzrasen, Schwindel oder  Atemnot. Forscher an der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg (Ärztliche Direktorin: Professor Dr. Sabine Herpertz, Projektleitung:  Privatdozent Dr. Klaus-Thomas Kronmüller) sowie an den Universitätskliniken Göttingen, Frankfurt und München vergleichen derzeit die Wirksamkeit zweier neu entwickelter psychotherapeutischer Behandlungskonzepte für die „soziale Phobie“ im Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Dafür suchen sie Probanden im Alter von 14 bis 20 Jahren.

 

Die soziale Phobie verläuft unbehandelt meist chronisch und hat starke Auswirkungen auf den Lebensalltag. Die Betroffenen erkennen meist, dass die Angst übertrieben oder unbegründet ist. Dennoch vermeiden sie gefürchtete Situationen oder ertragen sie nur unter Unwohlsein. Häufige Fehlzeiten in der Schule sind oft Folge der Erkrankung in dieser Altersgruppe. Typisch ist auch, dass Berufswünsche nicht verfolgt werden. Ein weiterer Problembereich ist der Aufbau neuer sozialer Beziehungen: Das Ansprechen eines unbekannten Menschen, selbst ein einfaches „Hallo“ können unüberwindliche Hindernisse darstellen. Die Jugendlichen meiden deshalb in der Regel Partys, Diskotheken und öffentliche Veranstaltungen. Dies leistet ihrer sozialen Isolation Vorschub.

 

Die beiden Behandlungskonzepte, die nun die Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg untersucht, wurden bereits in Studien mit Erwachsenen wissenschaftlich überprüft und erwiesen sich als wirksam. Ziel der aktuellen Studie ist, die Wirksamkeit speziell im Jugendalter nachzuweisen. Ein früher Beginn der Behandlung soll verhindern, dass die Berufslaufbahn und privaten Beziehungen unter den sozialen Ängste leiden. Sie ist als Einzeltherapie angelegt und umfasst 25 Sitzungen in einem Zeitraum von etwa sechs Monaten. Die Teilnehmer sollten sich aktuell nicht in einer psychotherapeutischen oder medikamentösen Behandlung befinden.

 

Ansprechpartner:
Dr. sc.hum. Dipl.-Psych. Annette Stefini
Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Psychiatrie
Voßstraße 4
69115 Heidelberg
Tel: 06221 / 56 59 38
Fax: 06221 / 56 85 16
E-Mail: annette.stefini@med.uni-heidelberg.de

 

Weitere Informationen über die Klinik für Allgemeine Psychiatrie:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Klinik-fuer-Allgemeine-Psychiatrie-.106704.0.html

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

156/2010

 

sims

 

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