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„Sportmuffel“ gesucht

25.11.2010
Schmerzambulanz des Universitätsklinikums Heidelberg führt Studie durch

Menschen nehmen Schmerzen sehr unterschiedlich wahr: Was dem einen schon weh tut, bemerkt der nächste vielleicht noch gar nicht. Vor allem Leistungssportler scheinen schmerzunempfindlicher zu sein als Nicht-Sportler. Um den zugrundeliegenden Mechanismen auf die Spur zu kommen, sucht die Schmerzambulanz der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik Heidelberg für eine Vergleichsstudie männliche Kontrollpersonen zwischen 30 und 36 Jahren, die keinen regelmäßigen Sport betreiben und nicht übergewichtig sind. Mit Hilfe moderner Messinstrumente bestimmen die Ärzte die individuelle Wahrnehmungs- und Schmerzschwelle. Als Aufwandentschädigung erhalten die Teilnehmer 30 Euro und eine kostenlose Leistungsdiagnostik. Die Untersuchung dauert etwa zwei Stunden.

 

„Wir erhoffen uns von der Studie, den vorbeugenden und therapeutischen Nutzen körperlicher Aktivität bei chronischen Schmerzpatienten besser zu verstehen, und so in Zukunft vielleicht neue, an der Ursache ansetzende Therapien entwickeln zu können“, erklärt Jonas Tesarz, verantwortlicher Studienarzt und Assistenzarzt an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik. Es ist zwar bekannt, dass Ausdauersportler im Vergleich zu Nicht-Sportlern höhere Schmerzschwellen haben und eine größere Toleranz besitzen. Warum das so ist, und was sich bei dieser Schmerzabwehr in Gehirn und Rückenmark abspielt, ist jedoch unklar.

 

Moderne und etablierte Untersuchungsmethoden

 

Die Untersuchungen finden in der Schmerzambulanz und in der benachbarten sportmedizinischen Ambulanz der Medizinischen Klinik statt. Neben Kälte-, Wärme-, Berührungs- und Vibrationsempfinden wird auch die Schmerzschwelle bestimmt. Dabei hat der Proband die vollständige Kontrolle über den Versuch und jederzeit die Möglichkeit abzubrechen. Nach diesen Messungen führen die Studienärzte ein Ruhe- und ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad oder Laufband durch und bestimmen den Sauerstoffverbrauch bei körperlicher Anstrengung. Anschließend müssen die Probanden noch einige Fragebögen ausfüllen, um mögliche andere Einflüsse auf die Schmerzwahrnehmung berücksichtigen zu können. Am Ende der Tests wissen die Teilnehmer, ob sie ohne besonderes Risiko körperlich aktiv sein können, und sie kennen ihr aktuelles Fitnesslevel.

 

Interessierte wenden sich bitte an:

Andreas Gerhardt, Dipl.-Psych.

Universitätsklinikum Heidelberg

Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik

Thibautstr. 2

69115 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 36 86 0

Fax: 06221 / 56 59 88

E-Mail: andreas.gerhardt@med.uni-heidelberg.de

 

Weitere Informationen über die Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Innere-Medizin-II-Klinik-fuer-Allgemeine-Innere-Medizin-und-Psychosomatik.106653.0.html

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

 

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

157/2010

 

sims

 

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