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Live-Übertragung aus dem Katheterlabor

01.03.2011
Am 5. März 2011 diskutieren Experten aktuelle Trends der Gefäßmedizin beim Heidelberger Angiologietag in der Medizinischen Universitätsklinik / Ärzte, Patienten und Angehörige sind herzlich eingeladen

 

Von Schaufensterkrankheit bis Bluthochdruck – moderne und bewährte Behandlungsverfahren bei Gefäßerkrankungen sind am Samstag, 5. März 2011, Thema beim 2. Heidelberger Angiologietag, den die Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pneumonologie des Universitätsklinikums Heidelberg veranstaltet. Von 9 bis ca. 16.30 Uhr stellen internationale Experten im Hörsaal der Medizinischen Universitätsklinik, Im Neuenheimer Feld 410,  aktuelle Studienergebnisse und Trends der Gefäßmedizin vor. Der Angiologietag ist eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte, richtet sich aber auch an Patienten, Angehörige und die interessierte Bevölkerung. Der Eintritt ist frei.

 

Highlights sind vier Live-Übertragungen komplexer Eingriffe aus dem Katheterlabor direkt auf die große Leinwand im Hörsaal: Die Besucher können auf dem Röntgenbild verfolgen, wie verengte Arterien in Bein, Hals und Niere mit einer Gefäßstütze aus Drahtgeflecht (Stent) geweitet und stabilisiert werden. Experten kommentieren.

 

Heidelberger Gefäßzentrum ist Vorreiter bei innovativen Therapien

 

Themenschwerpunkte sind u.a. neue Behandlungsverfahren, die das Universitätsklinikum Heidelberg als eines der ersten Zentren deutschlandweit anbietet. Dazu zählt eine verbesserte Methode, Verschlüsse in der Oberschenkelarterie dauerhaft zu öffnen. Bisher verengte sich das Gefäß bei einem Drittel der Patienten wieder, nachdem ihnen im Rahmen eines Kathetereingriffs ein Stent eingesetzt worden war. Größeren Erfolg verspricht ein mit Medikamenten beschichteter Stent, wie er bereits bei Eingriffen an den Herzkranzgefäßen zum Einsatz kommt.

 

„Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass der beschichtete Stent die Anzahl der erneuten Verschlüsse deutlich reduzieren kann“ sagt Privatdozent Dr. Erwin Blessing, Angiologe an der Medizinischen Universitätsklinik und Organisator der Veranstaltung. In Heidelberg wird die neue Gefäßstütze seit Februar 2011 verwendet.

 

Neue Kathetertherapie senkt Bluthochdruck dauerhaft

 

Eine neue Therapie bei behandlungsresistentem Bluthochdruck steht seit September 2010 zur Verfügung: Bei der sogenannten „renalen Denervation“ veröden Mediziner über einen Katheter Nervenfasern in den Blutgefäßen der Nieren; innerhalb von wenigen Wochen sinkt der Blutdruck deutlich. Interessant ist der schonende Eingriff für die Patienten, deren Blutdruck selbst durch die Kombination von drei oder mehr Blutdruckmitteln nicht ausreichend gesenkt werden kann, und die daher ein besonders hohes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz tragen. „Heidelberg ist weltweit der drittgrößte Anbieter für dieses Verfahren“, so Blessing.

 

Die Angiologie innerhalb der Medizinischen Klinik ist Teil des zertifizierten, interdisziplinären Gefäßzentrums am Universitätsklinikum Heidelberg. Hier erarbeiten Gefäßchirurgen, Radiologen und Angiologen gemeinsam mit Neurologen, Nephrologen, Diabetologen und Ernährungsmedizinern für jeden gefäßkranken Patienten ein individuell angepasstes Behandlungskonzept, das zusätzliche Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck berücksichtigt.

 

Programm und Anmeldung im Internet:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/medizinische_klinik/Abteilung_3/Mitarbeiter/Wolfart/2._Heidelberger_Angiologietag_Flyer_II.pdf

 

Kontakt:

Simone Laudenklos

Tel.: 06221 / 56 86 76

Fax: 06221 / 56 55 15

E-Mail: Simone.Laudenklos@med.uni-heidelberg.de

 

Wissenschaftliche Leitung:

PD Dr. Erwin Blessing

Oberarzt, Leiter Angiologie

Medizinische Universitätsklinik Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 410

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 86 11

E-Mail: Erwin.Blessing@med.uni-heidelberg.de

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

 

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

30/2011

 

TB

 

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Referentin Pressestelle
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