zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Unternehmenskommunikation

Hilft Akupunktur bei Kopfschmerzen?

25.02.2004
Noch Teilnehmer für „gerac“-Studie gesucht / Voraussetzung: Regelmäßiger Spannungskopfschmerz oder Migräne seit mehr als sechs Monaten

Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) am Universitätsklinikum Heidelberg bietet Patienten, die seit mindestens sechs Monaten regelmäßig unter Spannungskopf-schmerz oder Migräne leiden, die Teilnahme an der sogenannten „gerac-Studie“, der „Ger-man Acupuncture Trial“, an. Dabei handelt es sich um die weltweit größte Studie zur Wirksamkeit der Akupunktur, die bei niedergelassenen Fachärzten durchgeführt wird. Sie wurde 2002 begonnen; bundesweit nehmen insgesamt 500 Praxen teil. Die Studienkoordi-nation liegt bei der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Ruhr-Universität Bochum. Das KKS an der Universität Heidelberg betreut die teilnehmenden Ärzte im südwestdeutschen Raum und überwacht die ordnungsgemäße Durchführung der Studie.

Viele Kopfschmerz-Patienten sind von der Wirksamkeit der Akupunktur überzeugt, deren Kosten meist nicht von den Krankenkassen getragen wird. Wissenschaftliche Beweise für ih-re Wirksamkeit stehen bislang noch aus.

In der gerac-Studie werden 1.500 Patienten, die unter chronischer Migräne oder Spannungskopfschmerz leiden, zufällig in eine von zwei oder drei Behandlungs-Gruppen eingeteilt:
- die erste Gruppe wird nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin akupunk-tiert („Verum“-Akupunkur),
- die zweite Gruppe wird an Stellen akupunktiert, die nicht der chinesischen Lehrmeinung entsprechen („Sham“-Akupunktur)
- die dritte Gruppe (gilt nur bei Migräne) wird ausschließlich nach aktuellen und bewährten schulmedizinischen Kenntnissen behandelt.
Die Teilnehmer, die selbst nicht wissen, ob und ggf. welche der beiden Akupunkturformen sie erhalten, werden während und nach der Studie zu ihren Beschwerden befragt.

Die Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich Ende 2004 vorliegen und sollen Grundlage für die Entscheidung sein, ob die gesetzlichen Krankenkassen in Zukunft die Kosten für eine Akupunkturbehandlung übernehmen dürfen. Die Kosten der Studie in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro tragen die AOK, BKK, IKK, Bundesknappschaft, Landwirtschaftliche Sozialversicherung und die See-Krankenkasse gemeinsam.


Patienten können kostenfrei an der Studie teilnehmen. Sie sollten gesetzlich in einer der
oben genannten Krankenkassen versichert und zwischen 18 und 65 Jahre alt sein.

Weitere Information zu teilnehmenden Ärzten in Ihrer Nähe und Anmeldung bei:
Dr. Bärbel Schurich
Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) am Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 221
69120 Heidelberg
Tel.: 06221/564512 (werktags zwischen 8:00 und 10:00 h)
Fax: 06221/561950
Email: baerbel.schurich@med.uni-heidelberg.de

Weitere Information im Internet:
www.gerac.de

 

Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen

Kontakt Medien

Julia Bird
Referentin Pressestelle
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
Opens window for sending email E-Mail