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Psychotherapie für junge Bulimie-Patientinnen

30.01.2008
Betroffene bis 20 Jahre können ambulant behandelt werden und an einer Studie des Psychosozialen Zentrums am Universitätsklinikum Heidelberg teilnehmen

Mädchen die an einer Essstörung in Form einer Bulimia nervosa (Bulimie) oder auch Ess-Brech-Sucht leiden, haben die Chance, im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie an einem neu entwickelten psychotherapeutischen Behandlungsprogramm teilzunehmen. Die Behandlung findet bei niedergelassenen Psychotherapeuten im Raum Heidelberg/Mannheim statt; die Studie wird vom Psychosozialen Zentrum am Universitätsklinikum Heidelberg durchgeführt.

 

Ziel des Projektes ist es, die Versorgung insbesondere von jüngeren Patientinnen mit Bulimie zu verbessern und den betroffenen Mädchen in einem frühen Stadium der Erkrankung individuell zu helfen. Das Therapieangebot betrifft auch Mädchen, deren Essstörungsprobleme weniger stark ausgeprägt sind und/oder wenig oder kaum störend wahrgenommen werden.

 

Gesucht werden Patientinnen im Alter von 15 bis 20 Jahren, die sich nicht bereits in einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung befinden.

 

Oft wird Bulimie jahrelang nicht erkannt und behandelt

 

Das Projekt läuft seit Mai 2007. Die bisherigen Erfahrungen der Studie zeigen, dass Patientinnen die sich mit 19 oder 20 Jahren zu einer Psychotherapie entschließen, oft schon mehrere Jahre unter einer Essstörung leiden. Bei einer bulimischen Essstörung essen die Mädchen häufig sehr große Nahrungsmengen und erbrechen anschließend oder wenden andere gewichtsregulierende Maßnahmen an, z.B. exzessiven Sport. Überwiegend sind Mädchen und junge Frauen betroffen.

 

„Essstörungen werden in den letzten Jahren immer häufiger“, sagt Arzt und Diplom-Psychologe Dr. Klaus-Thomas Kronmüller, Leiter der Studie am Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Es dauert jedoch zum Teil jahrelang, bis Betroffene den Weg in eine Behandlung finden. „Wird die Störung nicht frühzeitig erkannt und behandelt, drohen schwerwiegende negative Auswirkungen auf Körper und Seele.“ Dabei ist bekannt, dass eine psychotherapeutische Behandlung das Essverhalten normalisieren kann und sich positiv auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität auswirkt.

 

Einzel-Therapiestunden erstrecken sich über ein Jahr

 

Die Therapeuten stimmen das Programm individuell auf die jungen Patientinnen ab, falls sinnvoll und gewünscht, können auch Eltern einbezogen werden. Die Einzel-Therapiestunden finden ein bis zweimal pro Woche bei niedergelassenen Psychotherapeuten statt und erstrecken sich über einen Zeitraum von circa einem Jahr. Die Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Behandlungsergebnisse fließen in eine Studie ein, mit der zwei unterschiedliche Therapieprogramme miteinander verglichen werden.

 

An der Studie sind das Zentrum für Psychosoziale Medizin in Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg (Zentrum für Psychologische Psychotherapie) und dem Institut für Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie sowie die Universität Göttingen beteiligt.

 

 

Interessierte Patientinnen und deren Eltern können sich melden bei:

Dipl.-Psych. Annette Stefini

Allgemeine Psychiatrie

Tel.: 06221/565938

E-Mail: annette.stefini@med.uni-heidelberg.de

Internet: www.bulimie.uni-hd.de

 

 

Ansprechpartner:

 

Dr. med. Dipl.-Psych. Klaus-Thomas Kronmüller

Tel.: 06221/5632747

E-Mail: klaus.kronmueller@med.uni-heidelberg.de

 

Dipl.-Psych. Annette Stefini

Tel.: 06221 / 56 5938

E-Mail: annette.stefini@med.uni-heidelberg.de

 

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

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