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Universitätsklinikum Heidelberg weiht „Angelika-Lautenschläger-Klinik“ ein

01.04.2008
Bei einer Feier am 31. März 2008 würdigte Ministerpräsident Oettinger das Engagement des Spenders Manfred Lautenschläger und die Leistungsstärke der Heidelberger Hochschulmedizin

In Anwesenheit hoher landespolitischer Prominenz ist am 31. März 2008 der Neubau der „Angelika-Lautenschläger-Klinik“ an das Universitätsklinikum Heidelberg übergeben worden.  Bei einer Feier mit mehr als 300 Gästen würdigten Ministerpräsident Günther Oettinger und Finanzminister Gerhard Stratthaus das architektonisch ansprechende, kindgerecht gestaltete Gebäude sowie das Engagement des Heidelberger Mäzens Manfred Lautenschläger, durch dessen Finanzierungszuschuss von 13,8 Millionen Euro die Errichtung einer neuen Kinderklinik in Heidelberg möglich war.

 

Die neue Angelika-Lautenschläger-Klinik, benannt nach der Ehefrau des Stifters, wird am 31. Mai 2008 bezogen. Sie hat eine Fläche von 7.660 Quadratmetern. Stationen und Ambulanzen sind in einem farbenprächtigen fünfstöckigen Kubus untergebracht, der mit drei Flachbauten verbunden ist, der Eingangshalle, dem Funktionsbau für Diagnostik und den Elternwohnungen, deren Bau durch die Spende des Vereins „Krebskranke Kinder e.V.“ mit ca. 1,5 Millionen Euro unterstützt wurde. Das Gebäude wurde vom renommierten Münchner Architektenbüro Nickl + Partner entworfen.

 

Absage an die Privatisierung der Hochschulmedizin in Baden-Württemberg

 

Von einem „wichtigen Tag im Kinderland Baden-Württemberg“ sprach Ministerpräsident Oettinger und wies darauf hin, dass die Klinik nicht nur den Bedürfnissen der Kinder gerecht werde, sondern auch Forschung und Lehre von hohem Rang ermögliche.  Der Bau stärke zudem das Universitätsklinikum Heidelberg als eines der bedeutendsten medizinischen Leistungszentren in Europa.

 

Dem fügte der Ministerpräsident ein Bekenntnis zur Hochschulmedizin an; Baden-Württemberg wolle seinen Haushalt nicht durch die Privatisierung seiner Universitätsklinika sanieren. Oettinger kündigte an, er werde das Gutachten zur Zukunft der Hochschulmedizin, das die Beratungsfirma Roland Berger derzeit im Auftrag der Landesregierung erstellt und das in den nächsten Wochen veröffentlicht wird, mit den Vertretern der Universitätsklinika und Fakultäten ergebnisoffen diskutieren.

 

Darüber hinaus plädierte Oettinger für eine Aufhebung der Kostendeckelung bei den Klinikbudgets; hier sei die Schmerzgrenze erreicht, um eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Professor Dr. J. Rüdiger Siewert, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, begrüßte diese Ankündigungen nachhaltig. Zusätzlich forderte er von der Landesregierung eine rechtliche Klarstellung der Umsatzsteuerproblematik für Universitätsklinika, die zu weiteren gravierenden finanziellen Problemen führen könnte. 

 

Persönliche Begegnung war ausschlaggebend für Engagement des Stifters

 

Nur durch die großzügige Unterstützung von Sponsoren konnte das Universitätsklinikum Heidelberg in den letzten Jahren sein Niveau bei Krankenversorgung und Forschung ausbauen. Eine persönliche Begegnung sei für sein Engagement ausschlaggebend gewesen, berichtete  Manfred Lautenschläger. Ihn habe die klare Vision und die Leidenschaft des ehemaligen Leitenden Ärztlichen Direktors Professor Eike Martin beeindruckt, der sich vor sechs Jahren an den Heidelberger Mäzen gewandt hatte. Die Initiative sei von seiner Frau Angelika stets aus vollem Herzen unterstützt worden. Lautenschläger, der dem Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Heidelberg und dem Universitätsrat angehört, appellierte an die Politik, sich auch künftig durch die Finanzierung von Klinikbauten in Heidelberg zu engagieren: „Wir halten noch viel exzellente Software in der Heidelberger Kliniklandschaft bereit. Die Hardware sollte folgen.“

 

Mit dem nächsten Bau, der Frauenklinik – mit Neonatologie und Kinderchirurgie – unmittelbar neben der Kinderklinik, wird noch in diesem Jahr begonnen. Professor Siewert sprach die Erwartung aus, dass durch den Neubau der Chirurgischen Klinik der Heidelberger Klinikring in den nächsten Jahren geschlossen werden kann.

 

 


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Angelika und Manfred Lautenschläger vor der neuen „Angelika-Lautenschläger-Klinik“.
Quelle: Philipp Rothe


Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
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