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Auch der Geiger Paganini war wohl betroffen

24.09.2009
Der 13. Deutsche Tag für Patienten mit Marfan-Syndrom findet am 26. September 2009 in Heidelberg statt / Risiko vor allem für Herz und große Blutgefäße

Die Betroffenen sind meist groß und sehr schlank, haben überlange Gliedmaßen und sehr dehnbare Gelenke. Berühmte Personen wie der amerikanische Präsident Abraham Lincoln und der italienische Geiger Niccolo Paganini sollen an der angeborenen Scwäche des Bindegewebes gelitten haben.

 

Am Samstag, den 26. September 2009, findet der 13. Deutsche Marfan-Tag im Foyer der Krehlklinik (Medizinische Klinik) des Universitätsklinikums Heidelberg statt. Der Marfan-Tag wird von der Marfan-Hilfe Deutschland e.V. organisiert und zieht jedes Jahr 150 bis 200 Besucher an. Professor Matthias Karck, Vorsitzender der Marfanhilfe e.V. und Ärztlicher Direktor der Herzchirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg, hat sich dieses Jahr erfolgreich darum bemüht, den Marfan-Tag in Heidelberg stattfinden zu lassen.

 

Rund 10.000 Menschen in Deutschland von angeborener Bindegewebeschwäche betroffen

 

Das Marfan-Syndrom ist eine genetisch bedingte Bindegewebserkrankung; in Deutschland sind etwa 10.000 Menschen betroffen. Der Erbgang ist autosomal dominant, d.h. die Wahrscheinlichkeit, die Krankheit an einen Nachkommen zu vererben, beträgt 50 Prozent. In 25 – 30 Prozent tritt das Marfan-Syndrom als Spontanmutation auf, das heißt es kann auch bei einem Kind von Eltern ohne Marfan-Syndrom diagnostiziert werden.

 

Die Auswirkungen der Veränderungen im Bindegewebe werden in verschiedenen Organen deutlich. Die größte gesundheitliche Gefahr des Marfan-Syndroms geht vom Herz und vom Gefäßsystem aus. In der Gefäßwand der Hauptschlagader bilden sich z.B. häufig Aussackungen (Aneurysmen), die spontan einreißen und den plötzlichen Tod nach sich ziehen können. Ebenso kommen Veränderungen an den Herzklappen gehäuft vor. Bis heute ist das Syndrom unheilbar und nur begrenzt behandelbar.

 

Teilnehmer beim Marfan-Tag sind vor allem Betroffene und deren Angehörige, aber auch Ärzte sind willkommen und können bei dieser Veranstaltung Fortbildungspunkte erwerben. Der Marfan-Tag ist ein Informationstag mit Vorträgen von Spezialisten, Workshops, Gesprächsrunden und vielen Möglichkeiten, sich untereinander auszutauschen.

 

Weitere Informationen im Internet:

www.marfantag.de

 

Programm:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/PMs/Progamm_MFT_09.pdf

 

Informationen zur Erkrankung:

www.marfan.de

 

Informationen über die Herzchirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Herzchirurgie.106813.0.html

 

Ansprechpartner:

Privatdozent Dr. med. Carsten Beller

Klinik für Herzchirurgie

Im Neuenheimer Feld 110

69120 Heidelberg

Tel.:  06221 / 56 62 47

Fax:  06221 / 56 45 71

E-Mail:  Carsten.Beller(at)urz.uni-heidelberg.de

 

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

 

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

152/2009

 

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