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Der Heidelberger Psychosomatiker Professor Dr. Gerd Rudolf wird 70 Jahre alt

09.12.2009
Geburtstags-Symposium zum Stand der Psychodynamischen Therapie am 10./11. Dezember 2009 in Heidelberg

 

 

[Bild in Druckauflösung]

Professor Dr. Gerd Rudolf, einer der bedeutendsten Psychosomatik-Experten in Deutschland.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg.

 

 

Einer der bedeutendsten Psychosomatik-Experten in Deutschland, Professor Dr. Gerd Rudolf, feierte 2009 seinen 70. Geburtstag. Ihm zu Ehren wird am 10./11. Dezember eine wissenschaftliche Tagung in Heidelberg veranstaltet, die sich mit den Perspektiven der sogenannten psychodynamischen Psychotherapie befasst. Diese Form der Psychotherapie geht seelischen Wurzeln psychischer Störungen intensiv auf den Grund und arbeitet sie mit Hilfe psychoanalytischer Techniken auf. Renommierte Experten aus ganz Deutschland und Österreich ziehen bei der Tagung Bilanz zum Stellenwert der psychodynamischen Therapie in der medizinischen Versorgung.

 

Professor Rudolf leitete bis 2006, in der Nachfolge von Alexander Mitscherlich und Walter Bräutigam, die älteste Psychosomatische Universitätsklinik Deutschlands. Ihren nationalen und internationalen Ruf hat er zu seiner Zeit mit wichtigen Beiträgen zur Psychotherapieforschung, zur Anwendung der Psychotherapie in unterschiedlichen Bereichen der Medizin und zu einzelnen psychosomatischen Krankheitsbildern ? von funktionellen Körperstörungen bis zu den posttraumatischen Belastungsstörungen ? ausgebaut.

 

Wirksamkeit intensiver Psychoanalyse nachgewiesen

 

Professor Rudolf ist es gelungen, die empirische Erforschung von wichtigen psychotherapeutischen Verfahren maßgeblich voranzutreiben. So hat die von ihm geleitete Arbeitsgruppe eine langjährige multizentrische Therapiestudie abgeschlossen, die nachgewiesen hat, dass psychoanalytische Psychotherapien mit höherer Stundenzahl und -frequenz auch tatsächlich weiterreichende positive Effekte erzielen als weniger intensive tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapien.

 

Die Heidelberger Tradition wird in der Psychosomatischen Klinik unter der Leitung von Professor Dr. Wolfgang Herzog fortgeführt. Dort ist im Zentrum für Psychosoziale Medizin auch das Heidelberger Institut für Psychotherapie (HIP) angesiedelt, das eine fundierte, fünfjährige berufsbegleitende Ausbildung in psychodynamischer Psychotherapie für Psychologen anbietet.

 

Programm der Tagung

 

Im Mittelpunkt der Tagung steht die psychodynamische Psychotherapie als eine traditionsreiche Behandlungsform, die seit vielen Jahrzehnten im kassenfinanzierten Versorgungssystem angeboten wird und die in der Anwendung bei vielen Krankheitsbildern ständig weiter entwickelt wird. Besonders beleuchtet werden auf der Tagung die schweren Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen und die, bei uns üblicherweise wenig psychotherapeutisch behandelten, Psychosen. Diskutiert wird auch der  Einfluss neurobiologischer Erkenntnisse auf psychotherapeutische Behandlungsplanungen. Ferner werden Überlegungen zur Zukunft psychoanalytisch orientierter Therapieverfahren in der kassenfinanzierten Therapie angesprochen. Einen Schwerpunkt bilden Studien zur Wirksamkeit der Therapieform, die z. T. in Heidelberg durchgeführt wurden. Den Abschluss bildet die Vorstellung des neu gegründeten Heidelberger Instituts für Psychotherapie.

 

Das Programm im Internet:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/pdf/VK_2009/Perspektiven_der_Psychotherapie_mit_Vorsitzenden.pdf

 

Weitere Informationen zu dem Heidelberger Institut für Psychotherapie:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Heidelberger-Institut-fuer-Psychotherapie-HIP.114080.0.html

 

 

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg

Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

 

www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

Bei Rückfragen von Journalisten:

Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 45 36

Fax:  06221 / 56 45 44

E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

 

213/2009

 

 

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