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Studienteilnehmer gesucht: Patienten mit Depression, aber ohne chronische körperliche Schmerzen

15/2013 29.01.2013
Medizinische Universitätsklinik Heidelberg erforscht Zusammenhang zwischen Depressionen und dauerhaften körperlichen Schmerzen / Ergebnisse sollen zur Entwicklung spezifischer Therapiemöglichkeiten beitragen



Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Studie zu Depressionen gesucht.

Foto: Veranstalter

Depressive Menschen leiden neben psychischen Symptomen wie Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit oft auch unter körperlichen Schmerzen. Um mögliche Ursachen zu erforschen, suchen Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg ab sofort Studienteilnehmer, die unter einer Depression aber nicht unter regelmäßigen körperlichen Schmerzen leiden. Die Untersuchungsergebnisse sollen mit bereits vorhandenen Daten von depressiven Patienten mit dauerhaften Schmerzen verglichen werden. Die Teilnehmer leisten einen wertvollen Beitrag, um den Einfluss von Depressionen auf die Schmerzverarbeitung und die zugrunde liegenden Abläufe im Körper besser zu verstehen. Die Studienergebnisse sollen helfen, in Zukunft gezielte Behandlungsmöglichkeiten für Personen mit Depressionen und chronischen Schmerzen zu entwickeln. Sämtliche Daten werden anonymisiert.

 

Teilnehmen können Frauen und Männer ohne chronische Körperschmerzen im Alter zwischen 35 und 90 Jahren, die aktuell unter einer Depression leiden. Die Definition von Depression im Rahmen dieses Forschungsprojektes setzt voraus, dass die Studienteilnehmer seit mindestens zwei Wochen fast jeden Tag und die meiste Zeit des Tages unter einer niedergeschlagenen Stimmung oder tiefen Traurigkeit leiden. Zusätzlich sollten sie seitdem mehrere der folgenden Symptome bei sich beobachtet haben: eine Gewichtsveränderung, Schlafprobleme, körperliche Unruhe oder Verlangsamung, Erschöpfung, Selbstwertprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und/oder Suizidgedanken. Diese Symptome stellen eine enorme Belastung für die Betroffenen dar, die zu Problemen und Einschränkungen in Beruf und Privatleben führen.

Ärztliche Untersuchung und psychologische Diagnostik

 

Vorgesehen sind ein bis zwei Termine in der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik, Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg, bei denen die Probanden u.a. Fragebögen ausfüllen, an einem psychologischen Interview sowie Wahrnehmungstests teilnehmen und ausführlich körperlich untersucht werden. Sämtliche Untersuchungsergebnisse und Angaben fließen anonymisiert in die Studie ein, die Studienärzte unterliegen der Schweigepflicht. Alle Teilnehmer erhalten eine mündliche Rückmeldung zu ihren Untersuchungsergebnissen. Zusätzlich gibt es eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

 

Die aktuelle Studie ist ein Projekt des Forschungsverbundes LOGIN, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird. Im Verbund erforschen Wissenschaftler aus Heidelberg, Mannheim, Mainz und Marburg, was sich in Muskeln, Gelenken, Nerven und Haut abspielt, wenn Schmerzen nicht mehr abklingen, sondern sich im Gegenteil ausbreiten und chronisch werden und welche Rolle psychische Erkrankungen dabei spielen. Ziel ist es, neue Ansatzpunkte für Diagnostik und Therapie zu identifizieren. Koordinator des Gemeinschaftsprojektes ist Professor Dr. Wolfgang Eich, Spezialist für chronische Schmerzen und psychische Erkrankungen an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik des Universitätsklinikums Heidelberg.

 

Informationen:


Opens external link in new window Flyer zur Studie

Internet: www.login-verbund.de in der Rubrik „Patienten-/Probandenaufrufe“

Anmeldung zur Studie: Tel.: 06221/568219 (Bitte Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen)

 

 

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Julia Bird
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