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Nuklearmedizin

Diagnostik

Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie:

 

 

Prinzip
Somatostatin ist ein Hormon, dass in der Regulation des Verdauungstraktes durch die Sekretionshemmung vieler gastrointestinaler Hormone eine entscheidende Rolle spielt. Es wird hauptsächlich im Dünndarm und im endokrinen Pankreas (D-Zellen der Langerhans-Inseln) gebildet. Um seine Wirkung auszuprägen, muss es an entsprechende Somatostatin-Rezeptoren in den Zielorganen binden. Liegt eine bestimmte Art von Tumoren in diesen Organen vor („neuroendokrine Tumore“), ist die Dichte der Somatostatin-Rezeptoren in den Tumoren meistens erhöht. Diese Eigenschaft macht sich die Nuklearmedizin zunutze, indem sie durch Gabe eines Radiopharmakons, welches ebenfalls an die Somatostatin-Rezeptoren binden kann, den Tumor nachweisen kann. Bei dieser Substanz (Octreotide) handelt es sich also um einen sog. Somatostatin-Rezeptor-Agonisten, der mit dem Tracer Indium 111 markiert ist. Die häufigste Indikation stellt der Verdacht auf ein Karzinoid dar, aber auch andere neuroendokrine Tumoren des Darms bzw. des Pankreas können festgestellt werden (z.B. Gastrinom, VIPom, Insulinom).

Durchführung
Nach intravenöser Injektion des Octreotide ist eine Anreicherungszeit von 4 h erforderlich, in der der Patient die nuklearmedizinische Abteilung verlassen kann. Anschließend werden sowohl planare Ganzkörper- als auch Schichtaufnahmen des Abdomens (SPECT) angefertigt. Diese Aufnahmen benötigen ca. 1 h. Am nächsten Morgen erfolgen erneut planare Aufnahmen sowie SPECT-Aufnahmen des Thorax. Eventuell wird zum Vergleich mit den Aufnahmen vom Vortag eine erneute SPECT-Aufnahme des Abdomens benötigt. Dafür sollte der Patient am Abend des Vortages ein Abführmittel zur Entleerung des Darms einnehmen (wird von uns mitgegeben). Die Untersuchung am zweiten Tag dauert dementsprechend 60 bis 80 min.

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