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Blasenschwäche/Belastungsinkontinenz/Therapie

Spannungsfreie Bänder (TVT/TOT) – eine minimal-invasive Technik zur Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz

Wenn konservative Behandlungsoptionen nicht mehr ausreichen um die Belastungsinkontinenz zu beheben, stehen mehrere operative Verfahren zur Verfügung. Seit Mitte der 90-iger Jahre, werden kleine Bändchen, die spannungsfrei unter der Harnröhre gelegt werden, immer häufiger eingesetzt. Die hohen Erfolgsraten der spannungsfreien Bänder, verbunden mit einem minimal-invasiven Operationsverfahren, haben dazu beigetragen andere länger bestehenden Verfahren, wie die Burch-Kolposuspension und die Faszienzügelplastik, zu verdrängen. Heute stellen spannungsfreie Bänder den Goldstandard in der Therapie der weiblichen Belastungsinkontinenz dar.

 

 

Spannungsfreie Bänder wie TVT („tensionfree transvaginal tape“) werden im Rahmen eines kurzen ca. 30-minutigen Eingriffes in Allgemein- oder Rückenmarksnarkose eingelegt. Dabei wird ein kleiner Einschnitt in der Scheidenvorderwand sowie zwei kleine Einschnitte in der Haut über dem Schambein vorgenommen. Das Bändchen wird unter der Harnröhre eingelegt und mit speziellen Instrumenten beidseits neben der Harnröhre hinter dem Schambein Richtung Bauchwand durchgezogen. Das TVT-Band liegt dann spannungsfrei wie eine dünne Hängematte um die Harnröhre. In manchen Fällen treten, z.B. aufgrund von postoperativer Gewebeschwellung, Problemen beim Wasserlassen auf. Dann kann die Patientin die Blase nur unzureichend entleeren. Diese Blasenentleerungsstörung bildet sich meist innerhalb kurzer Zeit zurück. In den meisten Fällen kann die Patientin bereits ein Tag nach dem Eingriff nach Hause entlassen werden und ist zu diesem Zeitpunkt kontinent. Die positiven Ergebnisse bleiben auch Jahren nach Einlage des spannungsfreien Bändchens bestehen.