zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560

Speiseröhre (Ösophagus)

Operationen an der Speiseröhre eignen sich besonders für einen minimal-invasiven Zugang, da die Speiseröhre (Ösophagus) im Brustkorb zwischen lebenswichtigen Organen wie dem Herzen und den Lungen eingebettet ist, was den nicht-minimal-invasiven Zugang häufig erschwert und unübersichtlich macht oder die Durchtrennung bzw. das Brechen von Rippen erfordert.

 

 

Am häufigsten wird die Operation gegen Reflux (krankhaftes Zurückfließen von Magensaft in die Speiseröhre) minimal-invasiv durchgeführt. Über fünf kleine Schnitte wird mit einer so genannten Fundoplikatio (einer Manschette um die untere Speiseröhre, gebildet aus dem Magensack) der Speiseröhrenverschluss zum Magen hin verstärkt. Das Verfahren ist sehr erfolgreich und kann als Alternative zu einer lebenslang notwendigen oder nicht ausreichenden Säure-unterdrückenden Behandlung mit Medikamenten angesehen werden.

 

Fundoplikatio


Da die Fundoplikatio bei manchen Patienten dazu führt, dass sie nach der Operation nicht mehr aufstoßen oder erbrechen können, prüfen wir zurzeit in einer Studie eine neuartige Operation gegen Reflux, die mit einer Kunststoffnetz-verstärkten Einengung der für die Speiseröhre vorgesehene Zwerchfelllücke, aber ohne Fundoplikatio, den Speiseröhrenverschluss verstärkt (Mesh-Augmentierte Hiatoplastik).

 

Mesh-Augmentierte Hiatoplastik


Sowohl die Fundoplikatio als auch die Mesh-Augmentierte Hiatoplastik können sehr gut bei der minimal-invasiven Operation eines Zwerchfellbruches eingesetzt werden. Das mimimal-invasive Vorgehen hat vor allem den Vorteil, dass auch größte Zwerchfellbrüche bei den meist älteren Patienten besonders schonend operiert werden können.

 

Operationsbild und Röntgenbild eines Zwerchfellbruches

 

Etwas seltener kommt die so genannte Achalasie (eine Öffnungsstörung der Speiseröhre zum Magen hin) vor. Auch diese Krankheit lässt sich besonders wirkungsvoll durch eine so genannte Myotomie (eine Längsdurchtrennung der Speiseröhrenmuskulatur) behandeln, die minimal-invasiv gut vom Bauch her durchgeführt werden kann.

In ähnlicher Weise können Divertikel (Aussackungen der unteren Speiseröhre) mimimal-invasiv vom Bauchraum her abgetragen werden. Geeignete Divertikel der oberen Speiseröhre können via Mund und Rachen endoskopisch behandelt werden und benötigen überhaupt keinen Hautschnitt mehr.

Zurzeit bei uns in Entwicklung ist die Roboter-unterstützte Entfernung der Speiseröhre, die schonend und gezielt bei Speisröhrenkrebs eingesetzt werden soll.

Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen

Kontakt

Allgemein-, Viszeral- und
Transplantationschirurgie

Tel.: 06221 56-6110  
Opens window for sending emailE-Mail