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Zentrale Tel.: 06221-560
Allgemeine Innere Medizin & Psychosomatik

Allgemeine Klinische Medizin (AKM) und Tagesklinik

 


Die Station AKM mit stationärem und tagesklinischem Behandlungsangebot ist eine psychosomatisch-psychotherapeutische Station der Medizinischen Universitätsklinik.

Informationsflyer

 

Wer kommt zur Behandlung?  

Das Angebot der Station AKM ist passend für Patientinnen und Patienten mit
• Depressionen
• Angsterkrankungen
• Essstörungen
• somatoformen/funktionellen Krankheitsbildern
• Zwangserkrankungen
• Patienten in Krisensituationen
• Patienten mit körperlichen Erkrankungen mit psychischen Begleiterkrankungen

 


Wie kommt man zu uns auf die Station oder in die Tagesklinik? 

In einem ausführlichen Vorgespräch in unserer Psychosomatischen Ambulanz wird mit den Patientinnen und Patienten geklärt, inwieweit eine Aufnahme in Frage kommt. Terminvereinbarungen hierfür unter Telnr.: 06221 -565888. Informationen zu den Ambulanzen


Die Aufnahme von privat versicherten Patienten erfolgt über unsere Privatambulanz.
Informationen zu der Privatambulanz

Wie arbeiten wir?  

Die Station AKM mit angeschlossener psychosomatischer Tagesklinik bietet 19 stationäre und 8 tagesklinische Behandlungsplätze. Der stationäre und der tagesklinische Bereich der Station AKM bilden eine gemeinsame Therapieeinheit. PatientInnen werden in Abhängigkeit von ihrer Erkrankung von zwei verschiedenen Bezugsteams behandelt. Im Vorgespräch in der Psychosomatischen Ambulanz wird individuell festgelegt, in welchem Rahmen (stationär/tagesklinisch) die Behandlung stattfinden wird. Ein Wechsel zwischen stationärer und tagesklinischer Behandlung ist bei Bedarf möglich. Das Bezugsteam und die Mitpatientengruppe bleiben hierbei erhalten.
Zu den auf unserer Station eingesetzten Behandlungsverfahren zählen tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische und systemische Therapieangebote. Unser interdisziplinäres Team besteht aus psychotherapeutisch qualifizierten ÄrztInnen, PsychologenInnen, Pflegekräften, einer Gestaltungstherapeutin, einer Therapeutin für Konzentrative Bewegungstherapie (KBT), einer Musiktherapeutin, einer Sozialarbeiterin sowie einer Sport- und Physiotherapeutin. Die Aufenthaltsdauer in der Klinik  beträgt je nach Krankheitsbild und Therapieverlauf zwischen 6 und 12 Wochen. Sie wird meist in der 3. Behandlungswoche gemeinsam mit den PatientInnen festgelegt.

Die Psychotherapie in unserer Klinik findet sowohl im einzel- als auch im gruppentherapeutischen Rahmen statt. Darüber hinaus werden Paar- und Familiengespräche angeboten. Zusätzlich werden Gestaltungstherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, Familienskulptur, Biofeedback, Musiktherapie sowie sozialtherapeutische und sozialarbeiterische Unterstützung angeboten. Durch Entspannungstherapie und Physiotherapie wird das therapeutische Programm abgerundet. Die leitenden Ärzte verantworten und supervidieren die Behandlung. In einem Wochenplan werden die Therapieangebote für jeden Patienten individuell festgelegt. Da Patienten vom Erleben und der Sichtweise ihrer Mitpatienten sehr profitieren können, werden Teile der Therapie nicht durch Therapeuten geleitet, sondern von den Patienten selbst gestaltet. Dazu gehören die wöchentlich stattfindende Patientengroßgruppe und die gemeinsame freie Aktivität der Patienten am Freitagnachmittag.  


Wir empfehlen den bei uns behandelten Patienten nach der Entlassung eine ambulante Psychotherapie zum Festigen und Vertiefen der erreichten Therapieerfolge und unterstützen auf Wunsch bei der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz.
Im Anschluss an die stationäre oder tagesklinische Behandlung können Patienten bei Bedarf für eine begrenzte Zeit an unserer Nachbetreuungsgruppe teilnehmen, um die Zeit bis zur Aufnahme einer ambulanten Therapie überbrücken zu helfen.

Psychotherapeutische Einzelsitzungen:

Ärztlich bzw. psychologisch geleitete Einzelgespräche à 50 Minuten finden einmal pro Woche statt. Dabei geht es darum, auslösende und aufrechterhaltende Krankheitsfaktoren zu erkennen und Bewältigungsstrategien oder konstruktive Lösungen zu erarbeiten. In den Einzelsitzungen können auch Fragen besprochen werden, die sich aus dem Erleben und den Erfahrungen in anderen Therapiebereichen ergeben. 
 
Gruppenpsychotherapie - Interaktionelle Gesprächsgruppe:

Diese tiefenpsychologisch orientierte Gruppe wird ärztlich / psychologisch geleitet und findet zweimal pro Woche je 75 Minuten statt. Da psychische Probleme immer in einem sozialen Kontext stehen, bietet die interaktionelle Gruppe unseren PatientInnen die Möglichkeit, sich mit Ihren Gefühlen und Gedanken den anderen mitzuteilen und eine Rückmeldung zu erhalten. So können Sie erfahren, wie Sie auf andere wirken und auch erleben, wie sich das Verhalten anderer in der Gruppe für Sie selbst anfühlt.

Konzentrative Bewegungstherapie:

Das Körpergefühl ist bei Patienten mit psychosomatischen Beschwerden oft nachhaltig beeinträchtigt. So wird der Körper mit seinen Beschwerden oder Schmerzen eher als Last denn als Quelle von Gesundheit wahrgenommen und/ oder als einschränkend im Erleben und Bewältigen des Alltags erlebt. Da unser Körper häufig auch ein Spiegel der Seele ist, ist es ein zentrales Anliegen, die Körperwahrnehmung behutsam zu fördern, das Wechselspiel zwischen Körper und Psyche wieder stärker erfahrbar zu machen und das Körpererleben zu verstehen und zu „überschreiben“. Die Sitzungen in Konzentrativer Bewegungstherapie (KBT) finden in der Gruppe, bei Bedarf auch im Einzelsetting statt.

 

Gestaltungstherapie:

Das spontane Zeichnen, Malen und Formen knüpft an unsere ursprüngliche, kreative Kraft und Lebendigkeit an und fördert die Selbstwahrnehmung. Innere Bilder und Symbole, Problembereiche und Beziehungsmuster können schöpferisch umgesetzt und somit sichtbar gemacht werden. Das Verbinden mit dem Fühlen und Denken im anschließenden Gespräch erleichtert den Zugang zu neuen Bewältigungs- und Lösungswegen. Die Gestaltungstherapie findet meist als Gruppenangebot, bei Bedarf auch als Einzeltherapie statt.

 

Musiktherapie:

Musik ermöglicht in besonderer Weise den Zugang zum eigenen Erleben: sie hilft, die eigene Befindlichkeit zu spüren, Gefühle und Erinnerungen wahrzunehmen und auszudrücken. Im freien Spiel auf Instrumenten werden behutsam Räume für neue Beziehungserfahrungen angeboten. Dabei entfalten sich Ressourcen und Lösungswege. Durch die tiefe Verbindung von Körper und Klang entsteht ein ganzheitliches Selbsterleben, Symptome verändern sich und werden neu verstanden. Die Musiktherapie findet meist als Gruppenangebot, bei Bedarf auch als Einzeltherapie statt.

 

Funktionelle Entspannung

Die Funktionelle Entspannung (FE) nach Marianne Fuchs gehört zu den tiefenpsychologisch fundierten körperbezogenen Psychotherapiemethoden, d.h. sie bezieht das unbewusste körperlich-seelische Erleben ein. Es werden die Eigenwahrnehmung (re)aktiviert, korrigierende Körpererfahrungen gemacht und für die Selbstentwicklung der Menschen genutzt. Verlorengegangene Möglichkeiten und „Spielräume“ werden wiederentdeckt. Der Fokus von Leid, Schmerzen und Beschwerden wird abgemildert oder verändert, und somit eine neue Sicht auf sich selbst ermöglicht. Durch (kleine) Bewegungen im Atemrhythmus kommt es zum „Loslassen“ (Entspannen), was durch das Benennen und darüber Sprechen zu einer Rückerinnerung führt. Neue Wahrnehmungsmöglichkeiten werden dadurch angeregt und außerhalb der Therapie nutzbar.

Biofeedback-SitzungenVieles von dem, was tagtäglich in unserem Körper abläuft, wird über das autonome Nervensystem gesteuert und geschieht daher unbewusst– und doch entzieht es sich nicht unserem Einfluss. Dies nutzt das Biofeedback. Es handelt sich hierbei um eine Methode, die es erlaubt, der Sinneswahrnehmung zunächst nicht zugängliche biologische Regulationsvorgänge (Puls, Atemfrequenz, Muskelspannung, Hautleitwert, Hirnströme) über Bilder oder Töne zugänglich zu machen und über diese Rückkoppelung regulierenden Einfluss darauf zu nehmen mit dem Ziel, wieder ein gesundes Gleichgewicht zu erreichen. Die Einsatzbereiche für Biofeedback sind vielfältig und umfassen u.a. neben Schmerzsyndromen (Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerz) auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (hoher Blutdruck), Tinnitus, funktionelle Störungen und psychosomatische Beschwerden, Ängste, Panik, Depressionen und Stress.


Familienskulptur-Gruppe

Die wichtigste Quelle tragender Beziehungserfahrung ist für die meisten von uns die Familie. Mittels einer Familienskulptur können Sie wie ein Bildhauer Ihre eigene Familie – vertreten durch Ihre Mitpatienten – im Raum aufstellen. Dies ermöglicht Ihnen einen Blick von außen. Dann fragen wir die Darsteller, wie sie sich in ihrer jeweiligen Rolle und Position und Gestik erleben. Indem Sie nun selbst einzelne Veränderungen erproben, können Sie auf Ideen kommen, wie Sie vorhandene Kräfte nutzen oder Beziehungen neu gestalten möchten.

Paar- und Familiengespräche:

Partner und Familienangehörige sind häufig von der Situation unserer Patienten unmittelbar betroffen. Paar- und Familiengespräche ermöglichen, gemeinsam mit allen Beteiligten über Belastungen, Konflikte, Wünsche und mögliche Lösungsschritte zu sprechen. Diese werden je nach Indikation geplant und durchgeführt.

 

Essgruppe: 
An der Essgruppe nehmen Patientinnen mit einer Essstörung (Anorexie, Bulimie, bzw. Binge Eating Störung) teil. Für männliche Patienten werden in der Regel Einzelessgespräche angeboten. Die Essgruppe hat primär das Essverhalten und den Umgang mit der Nahrungsaufnahme zum Thema. Das Führen eines Esstagebuches hilft, eine Essstruktur aufzubauen sowie Zusammenhänge zu inneren oder äußeren Auslösern zu verstehen und problematische Essgewohnheiten zu erkennen.

Achtsamkeitstraining

Achtsamkeit ist die Fähigkeit des Menschen, die eigenen Erfahrungen, die er von Moment zu Moment erlebt, bewusst wahrzunehmen. Diese Fähigkeit hilft uns, Stress-Situationen besser zu bewältigen bzw. psychische und körperliche Symptome dauerhaft zu lindern. Übungselemente sind Sitz- und Geh-Meditation, Achtsamkeitsyoga sowie eine Körperwahrnehmungsübung. In der Kleingruppe tauschen Sie sich über Ihre Erfahrungen aus.

 

Soziales Kompetenztraining

Unter sozialer Kompetenz versteht man die Anwendung von Verhaltensweisen, die zu einem von Zufriedenheit und Selbstachtung geprägten Selbstbild führen können. Schwerpunkte der Gruppenarbeit sind: Gefühle wahrnehmen, ausdrücken und regulieren, Forderungen stellen, Grenzen setzen, Kritik üben und annehmen, sich Fehler erlauben, sich öffentlicher Beachtung aussetzen, Kontakte herstellen und aufrecht erhalten. In Rollenspiel in der Gruppe können PatientInnen ihre Lernziele einüben.

Psychotherapeutische Pflege:

Die Mitarbeiter des Pflegeteams sind in der Tagesklinik von 7.30 bis 16 Uhr und auf den Stationen rund um die Uhr ansprechbar. Fragen zur Therapie und zu organisatorischen Abläufen können mit den Teammitgliedern besprochen werden. Ebenso bieten die Pflegemitarbeiter klärende, unterstützende oder auch tröstende Gespräche an. Sie sind für diese begleitende Aufgabe speziell ausgebildet. In der Regel finden einmal pro Woche therapeutische Gespräche mit einem Teammitglied statt (15 und 30 Minuten). Mitarbeiter des Pflegeteams bieten auch eigene Veranstaltungen an, die das therapeutische Angebot ergänzen. Dazu gehören Entspannungsübungen, Angst- und Zwangsbegleitung, Krisenintervention, Anleitung im Führen verschiedener Tagebücher, eine Gruppe für soziales Kompetenztraining. Eine besondere Bedeutung hat der Bereitschaftsdienst des Pflegeteams nachts oder in Krisensituationen. Sollten Sie einmal in eine solche Lage kommen, wenden Sie sich bitte an die anwesende Schwester oder den anwesenden Pfleger.

 

Sozialarbeiterisches und sozialtherapeutisches Angebot:

Bei Bedarf erhalten Patienten nach der Aufnahme, im Einzelfall auch vor Aufnahme Termine bei unserer Sozialarbeiterin. Dabei werden Lösungen in den Themenbereichen Beruf, Finanzen, Wohnen und Freizeit erarbeitet. Neben Einzelgesprächen gibt es je nach Indikation auch ein sozialtherapeutisches Gruppenangebot. In der Gruppe können soziale und kommunikative Kompetenzen bezogen auf die o.g. Themen reflektiert und geübt werden.

Physiotherapie:

Das physiotherapeutische Angebot findet meist im Gruppensetting statt. Sie erhalten hierbei Gelegenheit, das Zusammenspiel von Körper und Psyche wahrzunehmen. Körperübungen, bezogen auf Haltung und Bewegung unter Einbeziehung des Atems, beruhigen und führen zu mehr innerem Gleichgewicht. Die physiotherapeutischen Übungen beinhalten schwerpunktmäßig Elemente aus dem Yoga, der Rückenschule, Bewegungsschule und Körperwahrnehmung. Kräftigungs- und Dehnungsübungen können z.B. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schulter-/ Nackenverspannungen und vieles mehr reduzieren helfen. Für spezielle Problemstellungen besteht die Möglichkeit zur Beratung oder Einzeltherapie.  


Nordic Walking

Nordic Walking ist nicht nur ein ideales Ausdauertraining, sondern ein effektives Training für den ganzen Körper. Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination werden kontinuierlich verbessert. Kommunikation ist leicht möglich und erwünscht. Verspannungen können sich lösen, sowohl im Körper als auch im Kopf. Bewegung hilft zu Balance zwischen Körper und Geist.

Visiten:

Einmal wöchentlich findet für alle Patienten eine ausführliche Stationsarztvisite, bzw. Oberarztvisite statt. An der Visite nehmen auch die jeweiligen Einzeltherapeuten und psychosomatischen Pflegekräfte teil. . Am Anfang des Aufenthaltes dient die Visite dazu, Ziele der Behandlung zu formulieren. Später werden aufbauend auf den bisherigen Verlauf  der Therapie die nächsten Schritte besprochen und der Therapieverlauf bilanziert. 

 

Morgen- und Abendrunde:

Zur Orientierung in Patientengruppe und Therapie rahmen wir die reguläre Therapiezeit mit täglichen Morgen- und Abendrunden. Hier ist Raum, anderen das eigene Befinden mitzuteilen und Anregungen zur Verknüpfung von Therapie und Alltag zu erhalten. Die Morgen- und Abendrunde wird vom Pflegeteam und von den ÄrztInnen und PsychologInnen der Station und der Tagesklinik durchgeführt. An der Morgenrunde nehmen alle PatientInnen teil, an der Abendrunde nur die tagesklinischen PatientInnen.

 

Nachbetreuungsgruppe:

Um nach einer mehrwöchigen stationären oder tagesklinischen Therapie den Übergang in den Alltagsbereich zu erleichtern, können Patienten nach Entlassung für eine begrenzte Zeit zur Nachbetreuungsgruppe kommen, in der Regel bis zur Aufnahme einer ambulanten weiterführenden Therapie. Kosten entstehen dabei nicht. Die Gruppe trifft sich einmal pro Woche, um die Zeit bis zur Aufnahme einer ambulanten Therapie überbrücken zu helfen.











 

 

 

 

 

 

 

 

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Standort Bergheim

17.-19. Mai 2017

Umzug der Psychosomatik am Standort Bergheim des Universitätsklinikums Heidelberg    -    verlässt Ostflügel der alten Krehl-Klinik und bezieht neue Stationen in der Voßstr. 9/2 der alten Frauenklinik ebenfalls im Heidelberger Stadtteil Bergheim

Mehr Informationen finden Sie hier

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Stationsstützpunkt

Tel: 06221 56-8892