zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560
RadioOnkologie und Strahlentherapie

Stereotaktische Bestrahlung und Radiochirurgie

Kennzeichnend für eine stereotaktische Radiotherapie (SRT) ist die sichere, hochpräzise Behandlung mit sehr hoher Einzeldosis (typischerweise zwischen 5 und 30 Gy) einmalig (Radiochirurgie) oder fraktioniert (FSRT) über wenige aufeinanderfolgende Tage. Für die Gewährleistung der Präzision waren historisch stereotaktische Lokalisationssysteme bestehend aus einem an den Behandlungstisch und/oder Patientenschädel fest verschraubbaren Metallrahmen mit Skalierungen zur exakten Positionierung nötig. Da diese stereotaktische Lokalisierung aus der Neurochirurgie entlehnt ist, wird sie auch als Radiochirurgie bezeichnet. Während die Begriffe Stereotaxie und Radiochirugie geblieben sind, wurde der Metallrahmen mittlerweile komplett durch die in die Bestrahlungsgeräte integrierte Bildführung ersetzt, so dass keine starre Fixierung mehr nötig ist.

 

Stereotaktische Bestrahlung am Linearbeschleuniger

Um die präzise Lokalisierung bei einer SRT zu gewährleisten, sind alle unsere konventionellen Linearbeschleuniger mit einer Computertomographie-Bildführung (Conebeam-CT) ausgestattet. Die Präzision der stereotaktischen Bestrahlung wird daher mit einer 3D-Schnittbildgebung direkt vor Beginn jeder Bestrahlung sichergestellt. Bei Tumoren oder Metastasen von Lunge oder im Oberbauch, die sich durch die Atmung ständig bewegen, muss für die Bestrahlungsplanung die Bewegung mit Hilfe eines zeitauflösenden CTs (4D-CT) bestimmt werden. Auch die Computertomographie-Bildgebung an unseren Linearbeschleunigern ermöglicht das Generieren zeitauflösender CTs, so dass wir die Bewegung vor jeder Bestrahlung nochmals überprüfen und sicherstellen können. Um das bestrahlte Volumen bei bewegten Tumoren weiter zu reduzieren, forschen wir aktuell an der Kombination der Patientenoberflächendetektion von VisionRT und 3D Conebeam-CT Bildgebung zur präzisen Reproduktion des tiefen Atemanhaltes (deep inspiration breath hold, DIBH).

 

Vorteile für den Patienten

  • neue Behandlungsoptionen, z.B. bei multiplen Hirnmetastasen (Studienoptionen)
  • keine  invasive Fixierung notwendig
  • keine Unannehmlichkeiten / Schmerzen aufgrund invasiver Fixierung
  • Behandlung in einer oder wenigen Sitzungen

 

 

Select languageSelect language
Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen