zurück zur Startseite
Zentrale Tel.: 06221-560

Impressionen Tag des Hörens 2013

 

Der vierte Tag des Hörens zeigte mit weit über zweihundert Teilnehmern einmal mehr das große Interesse am Thema „Hören“ an der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Universität Heidelberg. Alle Vorträge wurden von Gebärdensprach- und Schriftsprachdolmetschern begleitet. Auch eine FM-Anlage stand zur Verfügung.
In den Vorträgen, die sich mit ihren Themen sehr gut ergänzten, erfuhren die Teilnehmer Interessantes zum besseren Hören und zum Umgang mit der Hörschädigung.  


Im Anschluss an die Begrüßungsrede von HNO-Klinikdirektor Prof. Dr. P. K. Plinkert erklärte Prof. Dr. S. Hoth im ersten Vortrag, wie trotz zunehmender Lärmbelastungen durch die Umwelt das Gehör besser geschützt werden kann.
Die Tatsache, dass immer mehr Menschen heute älter werden als früher und damit auch die sensorischen Einbußen beim Hören und Sehen zunehmen, war Ausgangspunkt der Ausführungen von Prof. Dr. H-W. Wahl vom Psychologischen Institut - Abteilung für Psychologische Alternsforschung. In seinem Vortrag wurde deutlich, wie sich nachlassendes Sehen und Hören beim Älterwerden auf die Lebensqualität und die psychologische Balance auswirken.
Insgesamt spielte in allen Vorträgen der psychosoziale Aspekt einer Hör-, aber auch einer Sehstörung eine wesentliche Rolle. So zeigte Frau E. Hutter, Dipl.-Psychologin am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung, welche Möglichkeiten die Musiktherapeutische Frührehabilitation für ein schnelleres Sprachverständnis und differenzierteres Musikhören bietet. In einem anschließenden Workshop zu diesem Thema konnten die Teilnehmer die Zusammenhänge und das Behandlungskonzept näher kennenlernen.
Erkrankungen des Sinnesorgans Auge und deren Therapiemöglichkeiten waren die interessanten Themen von Prof. Dr. Auffahrt, Ärztlicher Direktor der Univ.-Augenklinik.
Zum Abschluss der Vortragsreihe widmete sich Herr Franz Boob, Audiologe, dem Thema Audiotherapie, deren Geschichte und ihre Ziele sowie der psychologischen Bedeutung der Audiotherapie bei der Bewältigung einer Hörschädigung.



Eine besondere Attraktion bei der Veranstaltung stellte die Bilderausstellung von Stefan Heinz dar. Er setzt sich bei seinen Bildern mit dem Thema Hören in unterschiedlichen Sichtweisen auseinander. Während der Rundgänge mit den Besuchern erläuterte er auch, mit welcher Maltechnik er seine eindrucksvollen Bilder gestaltet hat.
Beim Trommelworkshop war bis auf den letzten Platz alles besetzt. Nachdem Frau Schryro vom Sprachzentrum Neckargemünd allen die richtige Trommeltechnik gezeigt hatte, konnte man im Foyer an den rhythmischen Trommelwirbeln erkennen, wie viel Spaß die Workshopteilnehmer daran hatten.



Sehr rege war auch der Besuch bei den fünfzehn Ausstellern. Dabei reichte das Spektrum von diversen Institutionen und verschiedenen Selbsthilfegruppen über die CI-Hersteller bis zu einem interessant gestalteten Stand mit Klangschalen, deren Wirkung die Besucher direkt ausprobieren konnten. Insgesamt hatten die Teilnehmer bei diesem Angebot an Ständen umfangreiche Gelegenheit, sich über die unterschiedlichen Hilfen bei Hörschädigung zu informieren.
In den Vortragspausen wurden an den zahlreichen Tischen bei wechselnden Angeboten an Speisen und Getränken viele Gelegenheiten zum Gedankenaustausch wahrgenommen.


Als Resümee lässt sich festhalten, dass dieser Tag des Hörens für die Besucher nicht nur eine Fundgrube für Informationen darstellte, sondern aufgrund der interdisziplinären Teilnehmergruppen auch interessante Kontaktmöglichkeiten bot. Bei der Verabschiedung waren sich alle Besucher einig, dass sich das Kommen zum Tag des Hörens in der Kopfklinik des Universitätsklinikums Heidelberg gelohnt hat.


Hendrik Erdsiek

 

Tag des Hörens 2013

Vorträge / Aussteller / Kreativangebote
Sonntag, 3. März 2013
Beginn 10:00 Uhr

Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg


Initiates file downloadProgramm-Flyer

Vorträge (mit Gebärdensprach- und Schriftsprachdolmetschern)

10:00 Begrüssung
10:15 Lärmschutz im Alltag
11:15 Hör- und Sehverlust im höheren Lebensalter: Was ist daran psychologisch?
12:15 Musiktherapeutische Frührehabilitation für CI-TrägerInnen
13:00 Mittagspause
14:00 Erkrankungen des Auges im Alter
15:00 Audiotherapie – warum?

Kreativangebote

›› Trommelworkshop
›› Workshop: Einblicke und Übungen aus der musiktherapeutischen Praxis
›› Klangschalenerlebnis

Aussteller

›› Selbsthilfegruppen
›› Frühförder- und Beratungsstellen
›› Hörgeräteakustiker
›› Cochlea-Implantat-Firmen

 

 


Kontakt


Universitätsklinikum Heidelberg
Hals-Nasen-Ohren-Klinik
Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg
E-Mail: Opens window for sending emailhendrik.erdsiek@med.uni-heidelberg.de



Print Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen