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Tag des Hörens 2014

Der diesjährige Tag des Hörens in der Kopfklinik Heidelberg zeigte einmal mehr mit seinen vielen Besuchern das große Informationsbedürfnis und das Interesse am Thema Hören.
Während des ganzen Tages konnte an Führungen durch die Audiometrie der Klinik teilgenommen werden, um einen Einblick in die Diagnostik einer Hörschädigung zu erhalten.

Im Hörsaal angebotene hochkarätige Vorträge machten die Themen auch für den Laien verständlich. Ebenso boten auch die Beratungsangebote an den Ständen im Foyer jede Menge fundierter Antworten auf Fragestellungen zu Hörschädigung und Tinnitus. Roman Jaburek, der Moderator, führte souverän durch das Vortragsprogramm. Zusätzlich flankiert wurde dieser Tag des Hörens von diversen Workshops zum Mitmachen, die sehr gut angenommen wurden.

Klinikdirektor Professor Dr. Plinkert begrüßte zu Beginn die zahlreichen Teilnehmer und machte in seinem Einführungsvortrag die Schwerpunkte in der Diagnostik und der Nachsorge in der Klinik für die Besucher transparent und nachvollziehbar.
Anschließend ging es im Vortrag von Frau Schryro und Frau Langenfelder um die Chancen in der Frühförderung hörgeschädigter Kinder; im später durchgeführten und bis auf den letzten Platz besetzten Trommel-Workshop zeigten sie den konzentrierten Teilnehmern die richtige Technik beim Trommeln. Welche Unterstützung hingegen hörbehinderte Erwachsene im Arbeitsleben erwarten können, zeigte und erläuterte Herr Bittlingmeyer vom zuständigen Integrationsfachdienst in seinem Vortrag. Dabei wurde deutlich, dass es Hilfe gibt, sollte es aufgrund der Hörschädigung zu Problemen an der Arbeitsstelle kommen.
Dr. Zeh von der Kaiserbergklinik Bad Nauheim widmete sich im nächsten Vortrag einem medizinischen Thema, dem Tinnitus. Informativ und unterhaltsam wurde dieses Symptom, unter dem viele leiden müssen, entschlüsselt. Die Mechanismen des Tinnitus und die Chancen, mit einem Cochlea-Implantat (CI) therapeutisch dagegenzuhalten, ließ Dr. Zeh für jeden Zuhörer nachvollziehbar deutlich werden.
In der Mittagspause hatten die Gäste Gelegenheit, sich am reichhaltigen Büfett zu stärken und Gespräche untereinander und mit den Fachleuten an den Ständen zu führen. Danach war der Vortrag von Dr. Schulz angesagt, der das Thema Gleichgewichtsstörungen behandelte und die Entstehung des Schwindelgefühls verständlich werden ließ.
Im Folgenden widmete sich Pfarrerin Bergild Gensch in ihrem Vortrag dem Engagement der Evangelischen Landeskirche Baden für die Bedürfnisse gehörloser und hörgeschädigter Menschen, der zeigte, dass Hörgeschädigte auch im kirchlichen Umfeld adäquate Unterstützung erfahren. Dabei ging es insbesondere um die Schwerpunkte Barrierefreiheit durch räumliche Ausstattung und (hörgeschädigtenrelevante) Aufklärung in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen.
Die zahlreichen Teilnehmer eines weiteren Highlights hatten die Chance, beim Workshop zum Thema „Musiktherapeutische Frührehabilitation für Menschen mit CI“ sowohl das Behandlungskonzept, als auch dessen theoretische Begründung von Frau Dipl.-Psych. Hutter vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung näher kennenzulernen.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete der interessante, authentische Bericht von Herrn Payk, in dem er als hörgeschädigter Betroffener seinen Weg zum CI nachvollziehbar und informativ schilderte und damit anderen, die sich noch mit dem Gedanken zu einem Cochlea-Implantat tragen, Entscheidungshilfe vermittelte.

Wie immer wurde es durch gute Akustik, Schreib- und Gebärdensprachdolmetscher möglich gemacht, dass für die Hörgeschädigten alles verständlich war.

So kann man zusammenfassend konstatieren, dass sich der Besuch in Heidelberg beim Tag des Hörens auf jeden Fall gelohnt hat.

 

Hendrik Erdsiek

Impressionen

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Tag des Hörens 2014

Vorträge / Aussteller / Kreativangebote

Samstag, 08. März 2014
Beginn 10 Uhr


Adresse:
Kopfklinik, Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg

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